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Orientierungsstörungen sind bei Demenzkranken typisch

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Im Verlauf der Demenz geht die Orientierung immer mehr verloren. Diese zunehmenden Orientierungsstörungen sind begründet durch den Abbau der Merkfähigkeit und der Erinnerung. Die Orientierung wird in 4 Einzelgebiete unterteilt: Die räumliche, zeitliche, persönliche und situative Orientierung.

Jeder Mensch baut seine Orientierung auf vorhandenen Erinnerungen auf:

  • Um zu wissen, wo wir uns gerade befinden, müssen wir den Ort kennen. Er muss also in unserer Erinnerung gespeichert sein.
  • Um zu wissen, wie lange wir uns schon an einem Ort befinden, müssen wir uns daran erinnern, wie spät es war, als wir angekommen sind.
  • Um zu wissen, wer wir sind, müssen wir uns an Ereignisse aus unserem Leben erinnern.
  • Um zu wissen, wie wir uns am besten in einer Situation verhalten, müssen wir auf unser erlerntes Wissen zurückgreifen.

Diese 4 Bereiche sind von Orientierungsstörungen bei Demenz betroffen

  1. Zeitliche Orientierung
    Sämtliche Informationen, die mit Zeit und zeitlichem Verlauf zu tun haben, verlieren im Verlauf der Demenz nach und nach an Bedeutung. Der Betroffene weiß nicht, wie spät es ist, wie lange er schon an einem Ort ist, ob es Tag und Nacht ist. Die Person mit Demenz weiß nicht mehr, welches Jahr, welcher Tag, welcher Monat ist. Die Uhrzeit kann nicht mehr bewusst wahrgenommen werden. Die Person mit Demenz verliert nach und nach ihr Zeitgefühl.
  2. Örtliche Orientierung
    Der Betroffene findet sich nicht mehr zurecht. Zunächst fällt die Orientierung in fremder Umgebung schwer. Irgendwann werden bekannte Wege etwa zum Bäcker nicht gefunden. Mit weiterem Fortschreiten der Demenz verläuft sich der Erkrankte beim Aufsuchen der Toilette in der eigenen Wohnung. Die Person mit Demenz findet sich nicht mehr zurecht und kann nicht mehr erfassen, wo sie sich befindet. Oft suchen Demenzkranke ihr Zuhause, obwohl sie sich in der eigenen Wohnung befinden.
  3. Situative Orientierung
    Die an Demenz erkrankte Person kann Alltagssituationen nicht mehr richtig einschätzen. Daher kann sie sich auch nicht mehr situationsangemessen verhalten. Zum Beispiel werden völlig Fremde in die Wohnung gelassen, da die Person mit Demenz nicht mehr weiß, dass dies nicht abgebracht ist. Tischmanieren und Benimmregeln werden einfach vergessen. Der Erkrankte weiß nicht mehr, wie er sich angemessen verhalten soll.
  4. Orientierung zur Person
    Der Demenzkranke vergisst seinen Namen, Geburtstag, Eheschließungen und weitere wichtige Lebensdaten. An viele Begebenheiten aus seinem Leben kann er sich nicht mehr erinnern. Er weiß beispielsweise nicht, ob er Kinder hat oder welchen Beruf er ausübte. Im Grunde genommen, vergisst er sich immer weiter selbst.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.03.2014 aktualisiert.

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