OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Parkinson-Krankheit: Was Sie bei der Ernährung beachten sollten

Erhalten Sie in unserem Online-Pflegekurs Unterstützung, Information und persönlicher Beratung von Experten.

Die Auswirkungen der Parkinson-Krankheit variieren von Betroffenem zu Betroffenem. Zwar ist das Leiden unheilbar, dennoch kann eine medizinische Behandlung und auch die richtige Ernährung das Ausmaß von Parkinson begrenzen oder zumindest verzögern und einen Teil der Lebensqualität erhalten.

Ursachen und Folgen der Parkinson-Krankheit

Bei der Parkinson-Krankheit stirbt ein kleiner Teil der Nervenzellen des Gehirns langsam ab. Als Folge davon entsteht ein Mangel an Dopamin, einem wichtigen Überträgerstoff der Nervenzellen. Somit kommt es zu

  • verlangsamten Bewegungen, Steifheit und Zittern
  • im fortgeschrittenen Stadium zu starrem Gesichtsausdruck, monotoner Sprache/Sprachschwieirigkeiten sowie gebeugter Haltung und deutlich abnehmender Körperbeherrschung.

Probleme beim Essen und Trinken

Oben aufgeführte Krankheitserscheinungen führen im Alltag häufig zu Schwierigkeiten. So zum Beispiel auch beim Essen und Trinken. Alleine das Zittern erschwert die Nahrungsaufnahme. Die Wirkung bestimmter Medikamente kann das Kauen und Schlucken zusätzlich erschweren. Oft verlieren Betroffene dadurch deutlich an Gewicht – die Aufnahme an Kilokalorien ist nicht ausreichend. Bestehendes Übergewicht nimmt allerdings nicht ab, denn durch die immer mehr eingeschränkte Beweglichkeit werden die ursächlichen Faktoren noch verstärkt.

Tipp 1: viel Obst und Gemüse

Mit viel frischem Obst und Gemüse kann die notwendige Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen gesichert werden und möglicherweise bestehendes Übergewicht besser abgebaut werden.

Tipp 2: viel Flüssigkeit und Ballaststoffe

Als Begleiterscheinung der Erkrankung tritt bei den Betroffenen häufig eine Verstopfung auf. Dieser kann mit einem hohen Ballaststoffanteil in der Ernährung und auch mit ausreichender Flüssigkeitsaufnahme (mindestens 2 Liter pro Tag) vorgebeugt werden.

Tipp 3: weniger Eiweiß

Der Verzehr größerer Mengen eiweißhaltiger Lebensmittel (vor allem Milchprodukte, Fleisch und Fisch) kann die Wirkung einzelner Medikamente stark beeinträchtigen. Deshalb sollen die meisten Medikamente nicht gleichzeitig mit eiweißhalten Mahlzeiten eingenommen werden und der Eiweißanteil der Ernährung nicht übermäßig hoch sein.

Tipp 4: Appetit fördern

Appetitlosigkeit gehört zu den häufig auftretenden Begleiterscheinungen der Parkinson-Krankheit. Der Mangel an Appetit erschwert eine ausreichende Kalorienaufnahme und kann zu Gewichtsverlusten führen, weiterhin ist die Versorgung mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gefährdet. Durch die Förderung des Appetits kann dem vorgebeugt und zudem Lebensqualität aufrechterhalten werden. Appetitfördernde Maßnahmen können sein:

  • kleine Zwischenmahlzeiten beziehungsweise mehrere kleine Mahlzeiten am Tag
  • nettes, farbenfrohes Anrichten, denn das Auge isst ja bekanntlich mit
  • das Eingehen auf die persönlichen Vorlieben oder speziellen Wünsche des Betroffenen
  • Obst- und Gemüsesäfte als Vorspeise zur Appetitanregung
  • viel Abwechslung im Speisen-Angebot

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

Bewerten Sie diesen Artikel

Parkinson-Krankheit: Was Sie bei der Ernährung beachten sollten
Vielen Dank.


Praxis der Pflege

Pflege Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

Inhalte der Online-Pflegekurse

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

Mehr zum Thema

Was gibt es heute? Die tägliche Ernährung – Modul im curendo Online-Pflegekurs

Der Online-Pflegekurs “Häusliche Pflege” von curendo vermittelt und vertieft Kenntnisse, die zur Pflegetätigkeit in der häuslichen Umgebung eines Pflegebedürftigen notwendig und hilfreich sind. Auch… Artikel lesen ›

Statt feste Mahlzeiten – Mahlzeiten zum Fest machen

Essen und Trinken ist weit mehr als Kalorien- und Flüssigkeitszufuhr. Essen und Trinken sind: Aktivität, Kultur, Highlight, Erlebnis, Tagesstruktur, Erinnerung, Freude, Sinneserfahrung, Sättigung, Fürsorge,… Artikel lesen ›

7 Tipps zur regelmäßigen, ausgewogenen Ernährung Demenzerkrankter

Ältere Menschen sind von Mangel- und Unternährung bedroht. Im Alter nimmt der Appetit ab. Bei einer beginnenden Demenz wird das Essen häufig vergessen oder… Artikel lesen ›

Häufig gestellte Fragen

Wie kann man einen Pflegebedürftigen zum Trinken animieren?

Ähnliche Kurse

Was gibt es heute? Die tägliche Ernährung – Modul im curendo Online-Pflegekurs

Statt feste Mahlzeiten – Mahlzeiten zum Fest machen

7 Tipps zur regelmäßigen, ausgewogenen Ernährung Demenzerkrankter

Ganzkörpereinsatz beim Essen

Die richtige Ernährung im Alter

Ernährung

Mit vielfältigen Mahlzeiten beeinflussen Sie das Wohlbefinden des Pflegebedürftigen positiv und steigern die Freude am Essen. Bei der Zusammenstellung und Anreichung gibt es verschiedene Möglichkeiten, dem Pflegebedürftigen das Essen zu erleichtern und den Tag durch kreative Mahlzeiten zu strukturieren.

Alle Beiträge zum Thema ›

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.