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Parkinson: Probleme bei der Nahrungsaufnahme vermeiden

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Die Nahrungsaufnahme kann sich für Parkinson-Patienten zu einer der größten Schwierigkeiten entwickeln, da das Schlucken schwerfällt. Bei Morbus Parkinson sind 50 bis 75% der Erkrankten von Schluckstörungen betroffen. In diesem Artikel werden eine logopädische und eine operative Therapie vorgestellt und Sie erhalten Tipps zur Selbsthilfe.

Wie erkennen Sie Schluckstörungen?

Hustenanfälle während des Essens und chronischer Husten, der auch nachts auftritt, kann ebenso wie häufiges Räuspern ein Hinweis auf Schluckstörungen sein. Auch wenn Ihr Angehöriger wesentlich mehr Zeit als üblich für das Essen aufwenden muss, also mehr als eine Stunde, könnten bei Ihm Schluckstörungen vorliegen. Eine belegte Stimme kann zusätzlich einen Hinweis bieten.

Schluckstörungen können verschiedene Auswirkungen auf den Körper und auf das Sozialverhalten haben. Wenn Ihr Angehöriger zu wenig trinkt, können sich seine Bewegungsstörungen vermehren, obwohl er seine Medikamente nimmt. Schluckstörungen können dazu beitragen, dass sich der Betroffene aus seinem sozialen Umfeld zurückzieht, weil öffentliches Essen zunehmend als unangenehm empfunden wird.

So können Sie Schluckstörungen mithilfe von Therapeuten verbessern

Hilfe bei Schwierigkeiten beim Schlucken finden Sie und Ihr Angehöriger bei Logopäden und bei Ergotherapeuten. Ihr Angehöriger wird in Einzelsitzungen behandelt. Es werden sowohl Übungen für Mund- und Halsmuskeln als auch für ein verbessertes Schlucken trainiert.

Die Therapie beginnt üblicherweise mit den Tätigkeiten vor dem eigentlichen Schlucken: Der Therapeut wird die Körperhaltung Ihres Angehörigen überprüfen. Weiterhin wird er mit Ihm das Heranführen von Gabel oder Löffel üben. Als Nächstes wird er ihm helfen, sich den Vorgang des Schluckens bewusst zu machen.

Neben diesen Übungen wird der Therapeut Tipps geben, die das Essen erleichtern, beispielsweise zum Andicken von Speisen. Dadurch wird die Schluckfähigkeit der Mahlzeiten geschmacksneutral verbessert.

Tipps zur selbständigen Verbesserung der Schluckfähigkeit

Nicht die Zusammensetzung, sondern die Festigkeit der Nahrung führt zu Schluckstörungen. Am leichtesten zu schlucken sind Brei und passierte Nahrung. Flüssigkeiten und Nahrung von unterschiedlicher Festigkeit wie beispielsweise Suppe mit Gemüsestücken sind für Ihren Angehörigen schwieriger zu schlucken. Ihr Angehöriger kann ein Verschlucken vermeiden, wenn er Essen und Trinken trennt; er sollte also beispielsweise nicht mit noch vollem Mund Wasser zu sich nehmen.

Wenn Ihr Angehöriger sich verschluckt, kann Flüssigkeit in seine Lunge gelangen. Deshalb sollte er reizende Flüssigkeiten wie Fruchtsäfte, Kaffee und Cola meiden. Dagegen ist Wasser ohne Kohlensäure oder Kamillentee unproblematisch.

Ihr Angehöriger isst am besten nach der Einnahme seiner Tabletten. Dann ist die Beweglichkeit seines Körpers insgesamt, also auch die seines Schluckapparats, am besten. Das Risiko des Verschluckens ist in dieser Zeit am geringsten.

Was ändert sich im späteren Verlauf von Parkinson bei der Nahrungsaufnahme?

Wenn die Parkinson-Krankheit Ihres Angehörigen fortgeschritten ist, kann eine Magensonde (PEG-Sonde) notwendig werden. Diese kann Ihrem Angehörigen ergänzend Nährstoffe und Flüssigkeit sowie Medikamentenwirkstoffe liefern. Trotz der Magensonde sollte er weiterhin die vorgeschriebenen Mahlzeiten und Flüssigkeiten selbst einnehmen. Die Magensonde wird unter lokaler Betäubung in die Magenwand operiert. Sie kann unter der Kleidung getragen werden und ist somit für Außenstehende nicht zu sehen.

Bei starkem Zittern (Tremor) können Strohhalme, Schnabeltassen und erhöhte Teller bei einer störungsfreien Nahrungsaufnahme helfen. Suppe kann statt aus dem Teller auch aus der Schnabeltasse getrunken werden.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 06.01.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Parkinson

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