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Passierte Kost lecker serviert für Demenzkranke

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Für Demenzerkrankte mit schweren Schluckstörungen ist passierte Nahrung in der Regel die einzige Kostform, die sie zu sich nehmen können. Damit der Genuss und die Lust am Essen nicht schon beim Anblick der Speisen verloren geht, ist es wichtig, dass diese ansprechend angerichtet sind und zum Probieren einladen. Schließlich isst das Auge auch mit!

Weiche Kost reduziert Schluckprobleme

Bei passierter Kost denken viele Menschen meist an eine unappetitliche, graue Einheitsmasse, Haferschleim oder Kartoffelpüree mit Rührei und Spinat. Häufig wird dieses Essen auch mit einem unangenehmen Krankenhausaufenthalt aufgrund von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes in Verbindung gebracht. Andererseits sind Mangelernährung und Gewichtsverlust ein großes Risiko in der Pflege und Betreuung von Menschen mit Alzheimer. So können Sie auch passierte Kost appetitlich zubereiten und servieren:

Mahlzeiten mit Obst appetitlich zubereiten

Stellen Sie aus süßen Früchten Obstschnitten her. Passieren Sie das Obst mit einem Pürierstab. Verwenden Sie auf etwa 50 g Früchte 100 ml Saft und die entsprechende Menge Gelatine nach Packungsanweisung. Stellen Sie mit Fruchtsaft und der Gelatine eine entsprechende Flüssigkeit nach Anweisung her. Bei Obstkonserven können Sie den Saft aus der Dose verwenden, bei frischem Obst einen Fruchtsaft, der dazu passt.

Vermischen Sie das passierte Obst und die Gelatine-Flüssigkeit. Schmecken Sie diese mit Zitrone, Zimt, Puderzucker ab und streichen Sie die Masse durch ein Sieb. Geben Sie diese anschließend in einer kleine, ausgespülte Kastenform für etwa 2 Stunden in den Kühlschrank. Die Masse ist dann sturzfest und lässt sich in appetitliche, kleine Happen schneiden. Bunte Farben regen zum Probieren an. Die Schnitten können gut ohne Besteck gegessen werden.

Gemüse und Kräuter für Demenzkranke anrichten

Schneiden Sie Gemüse – je nach Geschmack mit Zwiebeln – in sehr kleine Würfel, kochen Sie es etwa 15 bis 20 Minuten. Mit hineingeriebenen, rohen Kartoffeln (bei der Hälfte der Garzeit) bleibt das Gemüse auch nach dem Passieren sämig. Gießen Sie das Kochwasser ab, geben nach Geschmack etwas Butter, Sahne oder Zucker dazu. Pürieren Sie die Gemüse-Mischung und streichen sie anschließend durch ein Haarsieb.

Verwenden Sie beim Kochen großzügig Kräuter, die Sie in einem Tee-Ei oder Mullsäckchen mitgekochen können und anschließend entfernen. So erhalten Sie den Geschmack, ohne dass „dunkle Punkte“ oder feste Bestandteile beim Essen stören.

Auch Suppen sollten passiert werden

Suppen und Eintöpfe essen viele ältere Menschen sehr gerne. Enthaltene Stückchen können stören und das Schlucken erschweren. Pürieren Sie Suppen und Eintöpfe und streichen Sie diese durch ein Sieb. Brühe kann ebenfalls gesiebt werden. Diese kann dann aus einer Tasse oder durch einen dicken Strohhalm getrunken werden. Reichen Sie Fleisch oder Wurst (sehr kleingeschnitten) separat. Bieten Sie Bockwurst statt Mettwurst an. Entfernen Sie die Haut von den Würstchen.

Fleischrezept für Demenzkranke mit Schluckstörungen

Schneiden Sie etwa 100 g Fleisch in sehr kleine Würfel, würzen und braten es kurz in etwas Öl an. Gießen Sie es mit etwa 45 ml Brühe auf und lassen sie es aufkochen. Verquirlen Sie ein Ei mit einem leicht gehäuften Teelöffel Speisestärke und 20 ml Milch. Pürieren Sie Fleisch und Brühe mit der Ei-Masse und streichen alles zusammen durch ein Haarsieb. Geben Sie die Masse in eine mit Öl ausgepinselte, backofenfeste Form.

Decken Sie die Fleischpastete mit Alufolie ab und lassen sie im Backofen im Wasserbad (etwa Dreiviertel der Höhe der Form sollte im Wasser sein) etwa 25 bis 30 Minuten bei 160 Grad (Umluft 150 Grad) garen. Das Fleisch ist gar, wenn ein in die Mitte gestochener Zahnstocher trocken ist. Stürzen Sie die Pastete und schneiden Sie diese in mundgerechte Scheiben.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Ernährung

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