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Pflege von Demenzkranken: So bekommen Pflegende ausreichend Schlaf

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Sieben von zehn Demenzkranken leiden unter Schlafstörungen. Durch den daraus resultierenden nächtlichen Schlafentzug ist dies für die betreuende Person im häuslichen Bereich ein ganz besonderes Problem. Klare Tagesstrukturen und Ablenkung sind durch allgemeine Erschöpfung nicht mehr zu gewährleisten.

Dem Dementen steht es frei, ein Schläfchen zu machen, wann es ihm beliebt. Daraus ergibt sich eine weitere Verschiebung und Zerstückelung des Schlafes. Die Situation wird für die Betreuungsperson zunehmend schlimmer.

Die daraus erwachsenden Tages- und Nachtabläufe sind im häuslichen Bereich häufig nicht zu bewältigen und haben dann eine Aufnahme in einer Pflegeeinrichtung zur Folge. Spätestens jedoch, wenn pflegende Angehörige durch den Schlafentzug an ihre körperlichen und gesundheitlichen Grenzen gestoßen sind.

Alle Beteiligten leiden unter Schlafmangel

Unter dem Schlafmangel leiden die pflegenden Angehörigen ebenso wie die Erkrankten. Ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab und das Immunsystem wird gestört. Zu der Tagesmüdigkeit stellt sich Gereiztheit ein. Es kommt zu Störungen des gesamten, im Schlaf erfolgenden Erholungs- und Regenerationsprozesses. Alle Beteiligten leiden.

Gut ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf und sind dabei sehr aktiv. Es besteht ein ständiger Wechsel zwischen leichtem Schlaf, Tiefschlaf und Traumschlaf. Im Traumschlaf arbeitet unser Gehirn auf Hochtouren. Im Stadium des leichten Schlafes bewegen wir uns, drehen uns und verändern unsere Position im Bett. Dies hat durchaus einen tieferen Sinn.

Der Körper reguliert durch die Bewegung im Schlaf seinen Wärmehaushalt: Ist es zu warm, schauen Arme und Beine unter der Decke hervor. Ist es zu kalt, kommen Arme und Beine zurück unter die Decke.

Die wechselnden Körperpositionen führen zu regelmäßigen Druckentlastungen der einzelnen Körperpartien und sind somit eine hervorragende Vorbeugung für Dekubitus. Durch das wechselweise Anspannen und Entspannen der Muskulatur wird diese regelmäßig gedehnt und entspannt. Dadurch wird schmerzhaften Muskelverspannungen vorgebeugt.

Demenzkranke liegen nachts öfter wach

Der ältere Mensch mit einer Demenz wacht nachts häufig auf und bleibt dann länger wach. In diesen Wachphasen ist er häufig sehr aktiv. Angehörige beschreiben dies manchmal als unruhiges "Hinundherwerfen" oder "Wühlen" im Bett.

Das Suchen nach Berührungs- und Bewegungsrückmeldungen zum Spüren ihres Körpers ist ein Grund dafür. Es gibt Orientierung und Sicherheit, nimmt Angst und hilft so beim Wiedereinschlafen. Finden sie nicht die Wahrnehmung, die sie suchen, so kann es zu nächtlichem Herumlaufen, sofern der Betroffene dies noch kann, oder Schlaflosigkeit kommen. Oft wird eine Umkehr des Tag-Nacht-Rhythmus beschrieben.

Als Folge des nächtlichen Schlafmangels, wird während des Tages das eine oder andere Schläfchen eingelegt, woraus wiederum fehlende Müdigkeit am Abend resultiert.

Der demenziell Erkrankte benötigt im Vergleich zum gesunden älteren Menschen mehr Zeit, um in den Schlaf zu kommen. Nach ca. zehn Minuten Liegen geht das Gefühl für den eigenen Körper verloren. Diese fehlende Orientierung und Sicherheit wirkt beunruhigend auf den Betroffenen und kann zu Angst führen. Der Liegende benötigt die Wahrnehmung aus Bewegung und Berührungen, um seinen Körper zu spüren.

Wie können Sie dem Demenzkranken helfen, nachts zu schlafen?

  • Vermeiden Sie weiche Matratzen für Demenzkranke. Auf zu weichen Matratzen kann das Körpergefühl verloren gehen. Auch fällt es dem geschwächten Menschen häufig schwer, sich problemlos auf ihnen zu drehen. Er "verliert" sich förmlich in ihnen, versucht vergeblich durch seine intensiven Bewegungen die notwendigen Informationen über seinen Körper zu erhalten und kommt nur schwer oder gar nicht wieder in den Schlaf.
  • Suchen Sie die Hilfe von Fachleuten. Bewegungs- und Wahrnehmungskonzepte wie basale Stimulation, Kinästhetik, Aktivitas oder das Bobath Konzept können helfen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 09.03.2014 aktualisiert.

Kategorien: Demenz

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