Pflege zu Haus oder im Heim: Wie finde ich zu einer Entscheidung?

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Seit einiger Zeit pflegen Sie Ihre Mutter in Ihrem Haus, doch trotz Unterstützung durch einen Pflegedienst fühlen Sie sich nicht mehr in der Lage, weiterhin für sie zu sorgen. Andererseits wollen Sie sie jedoch auch nicht gern in ein Heim geben. Wie können Sie einen Weg finden, sich für eine Lösung zu entscheiden, mit der alle zufrieden sind?

Große Verantwortung, wenig Zeit für eigene Bedürfnisse

Möglichkeiten gibt es viele, dennoch fallen Entscheidungen oft nicht leicht: Einen Angehörigen zu pflegen, ist eine besondere Aufgabe mit viel Verantwortung. Sie kostet viel Zeit und Hingabe, daher nimmt sie einen großen Raum im Leben eines Pflegenden ein. Auch wenn Sie Unterstützung vom Pflegedienst und/oder der Familie bekommen, hängt die Organisation letztlich von Ihnen selbst ab. Häufig fühlen Sie sich dadurch eingeschränkt, weil Ihre eigenen Wünsche zu kurz kommen oder weil sie selbst gesundheitlich belastet sind.

Im Zwiespalt: Keine Alternative scheint akzeptabel zu sein

Denken Sie darüber nach, die Pflege abzugeben, überkommen Sie wahrscheinlich sofort Schuldgefühle. Schließlich ist es die eigene Mutter, die Sie aus dem Haus schicken. Die meisten Menschen hängen an ihrer gewohnten Umgebung, vor allem im Alter. Die wenigsten möchten in ein Heim umziehen, sei es noch so attraktiv. Das ist auch Ihnen wohl bewusst, denn Ihnen selbst ginge es nicht anders. Wie kann können Sie also zu einer Entscheidung kommen, wenn beide Alternativen nicht in Frage zu kommen scheinen?

Ordnen Sie Ihre Gedanken auf Papier

Wenn Sie die derzeitige Situation ändern wollen oder müssen, setzen Sie sich aktiv mit den Vor- und Nachteilen auseinander. Lassen Sie Ihre Gedanken nicht weiter im Kopf herumwirbeln, sondern ordnen Sie sie schriftlich. Legen Sie Listen an, auf der Sie Pro und Kontra für jede Alternative notieren. Seien Sie dabei ganz ehrlich, damit Ihnen dieser Vorgang helfen kann! Schreiben Sie zunächst auf, welche Vorteile für Sie selbst entstünden, wenn Ihre Mutter ins Heim zöge. Überlegen Sie auch, ob es Nachteile für Sie hätte. Das Gleiche wiederholen Sie, indem Sie die derzeitige Situation betrachten. Überlegen Sie, ob eine weitere Alternative in Frage käme, zum Beispiel eine betreute Wohnungsgemeinschaft. Lassen Sie sich hierzu bei Bedarf auch noch einmal von einem Pflegestützpunkt beraten und beziehen Sie die Familie mit ein.

Tauschen Sie sich mit Vertrauten aus

Haben Sie Ihre Listen fertiggestellt, betrachten Sie sie nochmals in Ruhe. Vielleicht fallen Ihnen noch weitere Entlastungsmöglichkeiten ein, an Sie bisher nicht gedacht haben. Wenn Ihre Mutter noch dazu in der Lage ist, sprechen Sie mit ihr offen über das Dilemma, das Sie momentan in die Enge zwingt. Ist dies nicht mehr möglich, weil sie zum Beispiel stark dement ist, sprechen Sie mit vertrauten Personen über Ihre Situation. Eventuell können Sie Ihr Problem auch in einer Selbsthilfegruppe diskutieren. Vielleicht ergibt sich dadurch eine andere Sicht auf die Dinge, sodass Ihnen eine Entscheidung leichter fällt.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 16.04.2015 aktualisiert.

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