OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

So sorgen Sie für Barrierefreiheit

Erhalten Sie in unserem Online-Pflegekurs Unterstützung, Information und persönlicher Beratung von Experten.

Bei der Pflege zu Hause ist die Barrierefreiheit der Wohnung das A und O. Um die Wohnung barrierefrei zu gestalten, sind oft keine großen Umbauten erforderlich. Schon mit kleinen Veränderungen können Sie Ihre Wohnung barrierefrei machen.

Wann ist eine Wohnung barrierefrei?

Mit barrierefrei oder barrierearm ist eine Wohnung ohne Hindernisse und Stolperfallen gemeint. Weitgehend barrierefrei ist eine Wohnung vor allem dann:

  • wenn sie ohne Stufen und Schwellen begehbar und auch bei Bewegungseinschränkungen ungehindert zugänglich ist,
  • wenn sie eine bodengleiche Dusche oder ein anderweitig sicheres Bad hat,
  • wenn die Türbreiten (90 cm) und die Bewegungsflächen im Bad, Flur und in der Küche ausreichend sind (mindestens 150 cm x 150 cm), damit sich Pflegebedürftige auch mit einem Rollator oder Rollstuhl darin gut bewegen können,
  • wenn sie eine gute technische Ausstattung und Beleuchtung hat,
  • wenn sie über Haltegriffe, Sitz- und Aufstehhilfen verfügt, die auch bei eingeschränkter Beweglichkeit Hilfestellung leisten.

Wichtig: Genaue Bestimmungen von Barrierefreiheit für alle Bereiche der Wohnung und für öffentliche Räume sind in der DIN-Norm 18040 bzw. den älteren DIN-Normen 18024 und 18025 festgelegt.

Einige Tipps zur barrierefreien Gestaltung der Wohnung

Keine Schwellen

Innerhalb der Wohnung ist es besonders wichtig, dass keinerlei Schwellen die Fortbewegung erschweren. Schon ein Türabsatz in Höhe von fünf bis sieben Millimetern kann für Gehhilfen oder Rollstühle ein echtes Hindernis darstellen.

Breite Türen

Türen müssen breit genug (möglichst 90 cm) sein, damit sich Pflegebedürftige notfalls auch mit dem Rollstuhl von Zimmer zu Zimmer bewegen können.

Breite gerade Stufen

Breite gerade Stufen – so genannte Blockstufen – erleichtern das Treppensteigen auch dann, wenn Pflegebedürftige nicht zwingend auf den Rollstuhl angewiesen sind.

Handläufe an Treppen

Handläufe auf beiden Seiten sind eine große Hilfe, wenn Pflegebedürftige Schwierigkeiten beim Treppensteigen haben.

Steckdosen

Steckdosen, die nicht am Boden, sondern in einer Höhe von 85 cm angebracht sind, machen ein tiefes Herabbeugen unnötig und die Handhabung komfortabel.

Griffe im Badezimmer

Griffe neben Badewanne und Toilette helfen Pflegebedürftigen dabei, sicher und mit festem Halt aufzustehen oder sich hinzusetzten.

Achtung: Solche Griffe müssen Sie nicht selber bezahlen. Sie können sie sich als medizinische Pflegehilfsmittel ärztlich verordnen lassen. Die Kosten übernimmt dann die Kranken- oder Pflegekasse.

Badezimmertür

Sollten Pflegebedürftige einmal stürzen und nicht aus eigener Kraft wieder auf die Beine kommen, ist es vorteilhaft, wenn die Badezimmertür nach außen zu öffnen ist und so ein unproblematisches Betreten des Badezimmers möglich ist.

Treppenlifte

Ein Treppenlift erlaubt es auch gehbehinderten Pflegebedürftigen, sich über mehrere Etagen eigenständig im Haus zu bewegen.

Rampe im Eingangsbereich

Wenige Stufen im Eingangsbereich oder vor dem Haus können mit einer Rampe „überbrückt“ werden. Diese Rampe darf allerdings nicht zu steil sein und sollte sowohl am Anfang als auch am Ende eine ebene Fläche von gut zwei Quadratmetern Größe bieten, auf der gegebenenfalls auch ein Rollstuhl genug Bewegungsfreiheit hat.

Zuschuss bei der Pflegekasse beantragen

Unabhängig von der Pflegestufe zahlt die Pflegekasse auf Antrag bis zu 4.000 Euro als Zuschuss für Anpassungsmaßnahmen, die die häusliche Pflege in der Wohnung ermöglichen, erleichtern oder eine möglichst selbstständige Lebensführung des Pflegebedürftigen wiederherstellen.

Sprechen Sie vor dem Umbau der Wohnung mit Ihrer Pflegekasse und beantragen Sie dort gegebenenfalls einen Zuschuss.

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 19.10.2015 aktualisiert.


Pflege zu Hause

Pflege Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

Schulungen für Pflegende

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

Unabhängige Pflegeberatung

Unsere Experten beantworten Ihnen alle Fragen rund um das Thema Pflege und die Pflegeversicherung.
Zur Pflegeberatung

Mehr zum Thema

Wann übernimmt der Sozialleistungsträger die Kosten für einen Aufzug?

Der Einbau eines Fahrstuhls, der es einem behinderten Kind ermöglichen soll, sich innerhalb des Hauses zu bewegen oder das Haus zu verlassen, ist keine… Artikel lesen ›

Was zahlen Pflegekassen für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen?

Die Pflegekasse kann auf Antrag einen Zuschuss für den altersgerechten Umbau einer Wohnung oder einem eigenen Haus leisten. Was solche Maßnahmen zur Verbesserung des… Artikel lesen ›

Pflegeversicherung: Leistungen der Pflegekasse bei häuslicher Pflege

Seit 1. Januar 1995 gibt es hierzulande die gesetzliche Pflegeversicherung. In diesem Beitrag lesen Sie, welche Leistungen die gesetzliche Pflegeversicherung bei häuslicher Pflege durch… Artikel lesen ›

Häufig gestellte Fragen

Wer übernimmt die Kosten für einen Umbau in der Wohnung?

Ähnliche Kurse

Wann übernimmt der Sozialleistungsträger die Kosten für einen Aufzug?

Was zahlen Pflegekassen für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen?

Pflegeversicherung: Leistungen der Pflegekasse bei häuslicher Pflege

Wohnungsanpassung bei Demenz

Diese Rechte haben Sie bei pflegenotwendigen Umbaumaßnahmen in gemieteten Wohnungen

Die pflegegerechte Wohnung

Die Wohnung nimmt bei der Pflege eine ganz wichtige Rolle ein, denn die Wohnung oder das Haus wird zum Lebensmittelpunkt. Die meisten Wohnungen sind jedoch nicht pflegerecht gebaut und eingerichtet und werden den veränderten Bedürfnissen nicht gerecht. Um weiterhin selbständig bleiben zu können, ist daher eine pflegegerechte Ausstattung der Wohnung unumgänglich.

Alle Beiträge zum Thema ›

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.