OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Pflegebedürftigkeit durch Schlaganfall

Erhalten Sie in unserem Online-Pflegekurs Unterstützung, Information und persönlicher Beratung von Experten.

Plötzlich pflegebedürftig! Ein Pflegefall tritt häufig durch einen Schlaganfall ein. Von heute auf morgen ist der Patient von seinen Angehörigen abhängig und auf Hilfe angewiesen. Was ein Schlaganfall genau ist und wie Sie im Ernstfall reagieren sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die meisten Pflegefälle in Deutschland sind über 60 Jahre alt. Doch auch junge Leute trifft es immer wieder. Lautet die Diagnose Schlaganfall, sind die Betroffenen zunächst schockiert. Ein unerwarteter Schlaganfall führt meist zur plötzlichen Pflegebedürftigkeit und stellt Patienten und Angehörige vor eine schwer zu bewältigende Aufgabe. War ein Mensch bis vor Kurzem noch quicklebendig und voller Tatendrang, kann er nun ans Bett gefesselt sein und seine Zukunftsperspektiven verloren haben.

Was ist ein Schlaganfall?
Bei einem Schlaganfall kommt es zu einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. Dadurch erhalten die dort vorhandenen Nervenzellen zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe und sterben ab. Dadurch kann das betroffene Hirnareal seine Funktionen nicht mehr ausüben. Die Folge: Bestimmte Gehirn- und Nervenfunktionen sind gestört oder arbeiten nicht mehr. Es kommt zu der Minderdurchblutung durch verstopfte Gefäße oder nicht erkannte Blutgerinnsel. Auch eine Gehirnblutung kann die Ursache für einen Schlaganfall sein.

Woran erkennen Sie einen Schlaganfall?
Erste Anzeichen eines Schlaganfalls sind leicht zu erkennen, werden von Betroffenen aufgrund der Harmlosigkeit jedoch meist übersehen. Zunächst einmal können die geistigen und körperlichen Leistungen nachlassen, ohne dass man dies aufgrund von Schmerzen oder Vergesslichkeit bemerkt. Deutlichere Anzeichen sind jedoch Lähmungserscheinungen (typischerweise einseitig), Taubheitsgefühle im Gesicht und herunterhängende Mundwinkel, Sehstörungen, Sprachstörungen oder auch totaler Sprachverlust, Hörverlust, Schwindel und Gleichgewichtsprobleme bis hin zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.

Wichtig für Angehörige: Richtiges Verhalten beim Schlaganfall
Jeder Schlaganfall ist ein akuter Notfall und muss dringend im Krankenhaus behandelt werden. Daher sollten Sie umgehend einen Notarzt alarmieren und erste Hilfe leisten. Teilen Sie dem Notarzt alle relevanten Informationen über Vorerkrankungen und die ersten Anzeichen mit. Nach einem Schlaganfall ist eine frühzeitige Rehabilitation besonders wichtig, um Bleibeschäden zu bekämpfen.

Ein Schlaganfall-Patient verliert bei einem Schlaganfall zahlreiche seiner Fähigkeiten. Nicht immer können alle Fähigkeiten wiedererlangt werden. Mit der richtigen Pflege und Therapie können jedoch viele den Alltag meistern. Wichtig ist, dass die betroffenen Körperregionen stimuliert werden. Das wird direkt nach dem Schlaganfall vom Fachpersonal im Krankenhaus übernommen. Aber auch Sie können helfen, die gelähmte Körperseite Ihres Angehörigen mit einigen Übungen zu trainieren.

Auch das Gehirn muss meist nach einem Schlaganfall erneut trainiert werden. Zwar können die abgestorbenen Gehirnzellen nicht wieder hergestellt werden. Aber unser Körper ist lernfähig und somit ist es möglich, verlorene Fähigkeiten wie Sprechen wiederzuerlangen. Die gesunden Areale des Gehirns werden darauf trainiert, die Aufgaben des gestörten Areals zu übernehmen. Ein langwieriger Prozess, der aber meistens erfolgreich ist.

Ermutigen Sie Ihren Angehörigen
Schlaganfall-Patienten tendieren schnell dazu, sich selbst aufzugeben. Genau dem müssen Sie entgegensteuern. Es ist möglich, dass Ihr Angehöriger sein Leben bald wieder ganz alleine meistert. Hier erhalten Sie ein paar Tipps, wie Sie Ihren Angehörigen wieder zum Leben motivieren:

  • Nehmen Sie ihm nichts ab, sondern lassen Sie ihn so viel wie möglich selbst machen.
  • Ermutigen Sie ihn nach Rückschlägen.
  • Trainieren Sie gemeinsam die Gesichtsmuskeln.
  • Beziehen Sie die erkrankte Körperhälfte in jede Aktivität mit ein, egal, wie lange es dauert.
  • Achten Sie darauf, dass immer die kranke Körperhälfte bei der Körperpflege sowie beim An- und Ausziehen bevorzugt behandelt wird.
  • Gestalten Sie die Wohnung barrierefrei: Vermeiden Sie Stolperfallen, bringen Sie Halterungen an Dusche und Treppen an.
  • Bewahren Sie die Mobilität Ihres Angehörigen. Auch bei einseitiger Lähmung sollten Spaziergänge und Gymnastikstunden zum Tagesprogramm gehören.

Fragen Sie weiterhin bei Ihrer Pflegeversicherung nach. Von dieser erhalten Sie eventuell das nötige Pflegegeld, von dem Sie einen ambulanten Pflegedienst bezahlen können. Dieser kann Ihnen einen Teil der Last von der Schulter nehmen. Beziehen Sie auch die restlichen Familienmitglieder in die Pflege mit ein – so wird Ihnen auch ein Stück Last von der Seele genommen.

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 08.03.2014 aktualisiert.

Schlagwörter: ,

Kategorien: Krankheiten

Bewerten Sie diesen Artikel

Pflegebedürftigkeit durch Schlaganfall
Vielen Dank.


Wir klären Sie kostenlos auf,
was im Pflegefall zu tun ist!

Jetzt informieren!


Pflege Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Auf welche Leistungen habe ich Anspruch? Wie stelle ich einen Antrag bei meiner Pflegekasse? Wie wird ein Pflegegrad ermittelt?

Kostenlose Online-Beratung!


Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

Inhalte der Online-Pflegekurse

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

Mehr zum Thema

Schlaganfall – Hilfsmittel und Therapie entscheiden über Rehabilitation

Etwa 250.000 Menschen erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall. Die Mehrzahl der Betroffenen leidet nach der Akutsituation anschließend an Folgeschäden, wie zum Beispiel Lähmungen an… Artikel lesen ›

Bei Schlaganfall zählt jede Sekunde
So können Sie erkennen und testen, ob ein Schlaganfall vorliegt

Das Wichtigste bei einem Schlaganfall ist schnelle Hilfe durch ärztliche Versorgung. Doch wann liegt ein Schlaganfall… Artikel lesen ›

Bobath – Ein Bewegungs- und Therapiekonzept

Das Bobath-Konzept ist ein Bewegungs- und Therapiekonzept, das besonders für Menschen mit einer neurologischen Erkrankung (z.B. Schlaganfall) geeignet ist. Durch die Anwendung des Bobath-Konzeptes… Artikel lesen ›

Häufig gestellte Fragen

Kann man durch einen Schlaganfall eine Depression bekommen?

Ähnliche Kurse

Schlaganfall – Hilfsmittel und Therapie entscheiden über Rehabilitation

So können Sie erkennen und testen, ob ein Schlaganfall vorliegt

Bobath – Ein Bewegungs- und Therapiekonzept

CT-Untersuchung bei Verdacht auf Schlaganfall verbessert die Prognose

Schlaganfall: Beachten Sie die Störungen bei geistigen Fähigkeiten und Sehvermögen

Krankheiten

Krankheiten

Einer Pflegebedürftigkeit liegt immer mindestens eine Haupterkrankung zu Grunde. Die häufigsten Ursachen sind Demenz, Alzheimer, Parkinson und Schlaganfall. Hinzu kommen eine Ganze Reihe von Begleitkrankheiten.

Alle Beiträge zum Thema ›

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.