Pflegegeldantrag – so funktioniert es!

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Viele pflegebedürftige Menschen haben einen Anspruch auf Pflegegeld aus der Pflegekasse. Damit Sie aber auch von dem Pflegegeld profitieren können, müssen Sie zunächst einen Pflegegeldantrag stellen.

PflegegeldFoto: © geralt | Pixabay.com

Pflegegeldantrag stellen: der erste Schritt

Das Pflegegeld erhält nicht jeder Pflegebedürftige automatisch. Dafür müssen Sie zunächst einen Pflegegeldantrag stellen. Dieser kann auch zeitgleich mit einer Ein- oder Höherstufung in eine Pflegestufe gestellt werden. Den Antrag auf Pflegegeld erhalten Sie bei Ihrer Pflegekasse. Füllen Sie diesen Pflegegeldantrag aus und schicken Sie ihn an die Pflegekasse zurück. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie den Antrag auf Pflegegeld genau und detailliert ausfüllen. Für eine folgende Begutachtung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK), falls noch keine Pflegestufe bekannt ist, lohnt sich das Schreiben eines Pflegetagebuchs, in dem Sie minutengenau den Pflegeaufwand beschreiben.

Die Daten im Pflegegeldantrag

Der Pflegebedürftige muss den Pflegegeldantrag selbst stellen. Ist er dazu nicht in der Lage, muss ein Stellvertreter genannt werden. Persönliche Daten zu dem Pflegebedürftigen dürfen in dem Pflegegeldantrag nicht fehlen.
Des Weiteren haben Sie die Wahl der verschiedenen Leistungen der Pflegekasse. Sie können eine Geldleistung beantragen, bei der die Pflege durch eine Privatperson übernommen wird. Sie können aber auch eine Sachleistung beantragen. Hier übernimmt ein Pflegedienst die Pflege Ihres Angehörigen. Beides können Sie auch in der Kombinationsleistung zusammen beantragen, sodass Sie als Angehöriger zusammen mit einem Pflegedienst für die Pflege zuständig sind.
Außerdem müssen Sie in dem Antrag angeben, ob Sie die Aufnahme in ein Pflegeheim oder in eine Einrichtung für behinderte Menschen erwünschen. Sie müssen weiterhin Angaben zu der Pflegeperson machen sowie zur Ursache der Pflegebedürftigkeit.

Nach dem Pflegegeldantrag: das Gutachten

Nachdem die Pflegekasse den Pflegegeldantrag erhalten hat, wird ein Gutachter beauftragt, sich ein Bild von dem Gesundheitszustand Ihres Angehörigen zu machen und die Pflegebedürftigkeit zu beurteilen. Diese Gutachten werden meist von den Medizinischen Diensten der Krankenversicherung erstellt. Oft kommt es vor, dass der Gutachter die Situation des Pflegebedürftigen falsch einschätzt und ihn somit einer niedrigen Pflegestufe zuweist. In diesem Falle können Sie Widerspruch einlegen, sofern Sie die Pflegekasse überzeugen können, dass Ihrem Angehöriger eine höhere Pflegestufe zusteht. Sie erhalten einen positiven Bescheid, wenn Ihnen der Anspruch auf Pflegegeld gewährt wird.

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Kategorien: Pflegegeld

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