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Pflegehilfsmittel richtig beantragen

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Die Vorgaben, wann Pflegehilfsmittel von den Kranken- und Pflegekassen erstattet werden müssen, sind erst einmal recht verwirrend. Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein, und so beantragen Sie Pflegehilfsmittel.

Pflegehilfsmittel: Anspruch gemäß SGB XI

Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel ist in § 40 Abs. 1 Sozialgesetzbuch (SGB) XI festgeschrieben: „Pflegebedürftige haben Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen, soweit die Hilfsmittel nicht wegen Krankheit oder Behinderung von der Krankenversicherung oder anderen zuständigen Leistungsträgern zu leisten sind.“

Pflegehilfsmittel: Es gibt zwei Arten

Pflegehilfsmittel werden unterschieden in „zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel“ und „technische Hilfsmittel“. Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel sind solche, die nur einmalig verwendet werden können, beispielsweise Bettschutzeinlagen oder Einmalhandschuhe.

Im sogenannten Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen (rehadat.de) können Sie nachschauen, welche Hilfsmittel von der Kasse finanziert, bzw. bereitgestellt werden müssen. Im Verzeichnis werden die Hilfsmittel nach Produktgruppen eingeteilt. Unterschieden werden Pflegehilfsmittel

  • zur Erleichterung der Pflege (Transferhilfen, Lifter,…)
  • zur Körperpflege / Hygiene (Badewannenbrett,…)
  • zur selbstständigen Lebensführung / Mobilität (Hausnotruf, Rollator,…)

Pflegehilfsmittel: Diese Anforderungen müssen erfüllt sein

  • Die Pflegebedürftigkeit ist festgestellt, d.h. es liegt mindestens Pflegestufe I vor.
  • Es handelt sich nicht um ein Hilfsmittel im Sinne des § 33 SGB V, für das die Krankenkasse die Kosten zu tragen hat. Das heißt, die Funktion des Hilfsmittels richtet sich darauf, die Pflege zu erleichtern oder dem Pflegebedürftigen wird damit eine möglichst selbstständige Lebensführung ermöglicht.

Pflegehilfsmittel beantragen

Wenn diese Anforderungen erfüllt sind, ist es gar nicht mehr so schwer, ein notwendiges Pflegehilfsmittel zu bekommen:

  • Stellen Sie einen formlosen Antrag bei der Pflegekasse. Oft genügt es, wenn Sie anrufen.
  • Oder stellen Sie den Antrag schriftlich: Geben Sie Name, Geburtsdatum und Versicherungsnummer Ihres pflegebedürftigen Angehörigen an. Beschreiben Sie kurz die Art des beantragten Pflegehilfsmittels, beispielsweise: „…hiermit beantrage ich zur Erleichterung der Körperpflege für die Badewanne / zur selbstständigen Nutzung der Badewanne als Dusche ein Badewannensitzbrett.“
  • Achten Sie darauf, den Zweck des Pflegehilfsmittels, also „zur Erleichterung der Pflege“ oder „zur Erhaltung der Selbstständigkeit“ oder „zur Linderung der Beschwerden“… anzugeben!

Pflegehilfsmittel für den Verbrauch: Das erstatten die Pflegekassen

Bei für den Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln werden bei Vorliegen von mindestens Pflegestufe I bis zu 40 Euro pro Monat von der Pflegekasse erstattet. Hat der MDK bei der Begutachtung schon festgestellt, dass zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel benötigt werden, können Sie die Überweisung der 40 Euro zum Monatsanfang beantragen. Sie erhalten den Betrag dann ohne Einzelnachweis, und er wird auch bei einem Krankenhausaufenthalt von bis zu vier Wochen weitergezahlt.

Wurde die Notwendigkeit zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel nicht im MDK-Gutachen festgehalten, müssen Sie verauslagte Beträge mittels Quittungen nachweisen und erhalten eine rückwirkende Erstattung. Für Pflegehilfsmittel benötigen Sie keine ärztliche Verordnung. Eine Empfehlung im MDK-Gutachten ist jedoch hilfreich.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.07.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Pflegehilfsmittel

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