Pflegehilfsmittel – was steht Ihnen zu?

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Nach § 40 SGB XI haben Pflegebedürftige einen Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Diese Hilfsmittel müssen zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbständige Lebensführung ermöglichen. Lesen Sie hier, was Ihnen zusteht.

Welche Hilfsmittel werden übernommen?

Pflegehilfsmittel sind Hilfsmittel im Bereich der Erleichterung der Pflege u.a. Pflegebetten, Zubehör, Pflegebett-Tische. Zum Bereich der Hilfsmittel für die Körperpflege zählen Waschsysteme, Duschwagen, Bettpfannen, Urinflaschen. Hilfsmittel zur selbstständigen Lebensführung sind Hausnotrufsysteme. Dann werden noch Hilfsmittel zur Linderung von Beschwerden bezahlt, hierzu gehören Lagerungsrollen und -halbrollen.

Zu den Hilfsmittel zählen aber auch Verbrauchsmittel wie saugende Bettschutzeinlagen zum einmaligen Gebrauch, Schutzbekleidung, Desinfektionsmittel. Diese Verbrauchsmittel können direkt beim Sanitätshaus oder der Apotheke bezogen werden. Es ist aber darauf zu achten, dass diese Hilfsmittel nur bei Vertragspartnern Ihrer Pflegekassen beziehen können.

Welches Sanitätshaus oder welche Apotheke Vertragspartner Ihrer Pflegekasse ist, erfahren Sie bei Ihrer Pflegekasse. Der Versicherte muss den Betrag, der 40 Euro monatlich übersteigt, beim Leistungserbringer direkt bezahlen.

Voraussetzungen für die Bewilligung

Technische Hilfsmittel wie Pflegebetten etc. werden von den Pflegekassen in erster Linie leihweise überlassen. Diese technischen Hilfsmittel bekommen Sie leihweise direkt bei der Pflegekasse oder beim Sanitätshaus.

Zu den Pflegehilfsmitteln gehören auch Hausnotrufsysteme. Voraussetzung für die Bewilligung dieser Pflegehilfsmittel sind, dass eine Pflegestufe vorhanden sein muss, dass der Antragsteller alleine lebend oder über weite Teile des Tages alleine lebend ist.

In diesem Fall muss die Pflegekasse die Kosten für ein Hausnotrufsystem übernehmen, so das Sozialgericht Aachen in seinem Urteil vom 17.05.2005 Az.: S 13 KN 39/04 P. Bei Ablehnung dieser Leistung sollten Sie unbedingt Widerspruch einlegen und gegebenenfalls auch vor das Sozialgericht ziehen.

Die Chancen stehen gut, denn in einem anderen Fall urteilte das Hessische Landgericht mit Urteil vom 18.12.2003 Az.: L 8 KN 502/02 P wiederum für die Klägerin, die an Alzheimer und diversen Herzerkrankungen litt und zu Hause lebte.

Bei Fragen, welche Hilfsmittel die Pflegekassen zahlen muss, können Sie sich im Pflegehilfsmittelverzeichnis der Pflegekassen informieren.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Pflegehilfsmittel

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