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Pflegende Angehörige: Kontakte beibehalten

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Die Pflege eines Angehörigen nimmt meist sehr viel Zeit in Anspruch. Pflegende Angehörige werden gezwungen, sich und ihre Aufmerksamkeit auf die zu pflegende Person zu konzentrieren. Dies führt allzu häufig auch zu einem Abbruch von Kontakten. Lassen Sie es nicht so weit kommen.

Treffen Sie eine bewusste Entscheidung
Wenn Sie sich für die Pflege Ihres Angehörigen Zeit nehmen und hierfür Zeit brauchen, so haben Sie heute einen Anspruch auf Pflegezeit. Für diesen Zeitraum, der sechs Monate nicht überschreiten darf, ist ihre Arbeitsstelle gesichert. Ihr Arbeitsplatz kann in dieser Zeit nicht gekündigt werden!

Müssen Sie sich jedoch mehr Zeit nehmen, so bedeutet dies meist, für die Dauer der Pflege die Erwerbstätigkeit teilweise oder gänzlich aufgeben. Wenn Sie sich dafür entscheiden (müssen), ausschließlich für den Pflegebedürftigen da zu sein, dann sollten Sie dies bewusst tun.

Die Art der Tätigkeit überdenken
Bereits im Vorfeld einer Pflegetätigkeit sollten Sie sich klar machen, welche Konsequenzen sich für Sie aus dieser Entscheidung ergeben können. Sprechen Sie mit Freundinnen und Bekannten hierüber, sammeln Sie Erfahrungen und informieren Sie sich.

Sogenannte "Pflegstützpunkte" bieten Hilfestellung und dort können Sie sich mit Pflegeberaterinnen und –beratern austauschen. Die Entscheidung für die häufig zeit- und aufwandsintensive Pflege eines Angehörigen birgt neben dem enormen Aufwand auch ein ungeheures Potential an selbständiger und befriedigender Tätigkeit.

Denken Sie auch an sich
Allzu häufig ist zu beobachten, dass sich pflegende Angehörige allzu sehr auf die zu pflegende Person und die damit verbundene Aufgabe konzentrieren. Einerseits ist dieses Verhalten verständlich, aber die Konzentration auf die pflegende Tätigkeit sollte nicht dazu führen, dass Sie Ihre Außenkontakte zerstören.

Dann nämlich, wenn die Pflege zum Alltag wird, kann es zu Gefühlen des Überfordert-Seins oder des Eingesperrt-Seins kommen.

Für diesen Fall sollten Sie Kontakte haben, mit denen Sie sich austauschen können und die Ihnen Abwechslung ermöglichen. In vielen Städten gibt es inzwischen Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige. Erfahrungsaustausch hilft über so manche Durststrecke hinweg. Zu erfahren, dass es anderen pflegenden Angehörigen ähnlich ergeht und eigene Empfindungen auch von anderen erlebt werden, hilft eigene Lösungswege zu finden.

Bauen Sie Verständnis bei Freunden auf
In der Pflegesituation stellt es häufig eine besondere Schwierigkeit dar, Freundschaften zu nicht pflegenden Freunden aufrecht zu erhalten.

Allzu häufig kommt von diesen der Vorwurf, dass nur noch über die Pflege oder über Krankheiten und dergleichen gesprochen wird. Sie sollten solchen Freunden klarmachen, dass es für jeden Menschen meist selbstverständlich ist, über das zu sprechen, womit sie/er die meiste Zeit verbringt.

Sie sollten Ihren Freunden auch klar machen, dass deren Freundschaft gerade dadurch einen besonderen Wert erhält, dass diese Sie mit Anregungen von außen auf andere Gedanken bringen können. Meist ist es auch so, dass Pflegende nicht mehr die Zeit finden, sich so zu informieren, wie sie dies früher taten. Auch in dieser Situation sind "besser" informierte Freunde von besonderer Bedeutung.

In den gemeinsamen Gesprächen können diese einiges von dem vermeintlichen Defizit aufheben. Machen Sie auch diesen Zusammenhang Ihren Freunden klar! Wenn Freunde Ihren Wert für Sie, auch und besonders in Ihrer Pflegesituation erkennen, dann werden die Beziehungen zu ihnen bestehen bleiben.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Entlastung Pflegender

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