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Pflegestufe: Es kommt auf den Hilfebedarf an

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Pflegestufe und Pflegebedürftigkeit: Hier gibt es immer wieder Missverständnisse. Aber die Pflegebedürftigkeit im Sinne der Pflegeversicherung ist genau geregelt. Bei der Pflegestufe kommt es darauf an, wie viel Hilfe benötigt wird. Man unterscheidet Grundpflege und die Pflegestufen 1 bis 3. Hilfebedarf bei der Haushaltsführung bedeutet nicht auch Pflegebedürftigkeit.

Pflegestufe: Pflegebedürftigkeit nach dem Gesetz

Bei Pflegebedürftigkeit nach dem Gesetz wird eine Pflegestufe anerkannt. Dies geschieht bei Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens erhebliche fremde Hilfe benötigen – und zwar über eine voraussichtliche Dauer von mindestens sechs Monaten.

Mit den „gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens“ sind Hilfen der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung gemeint. Gibt es nur einen Hilfebedarf bei der hauswirtschaftlichen Versorgung, dann ist dies nicht ausreichend für eine Pflegestufe.

Pflegestufe: Die Grundpflege

Zur sogenannten Grundpflege gehören verschiedene Unterpunkte. Dazu gehören:

  • Körperpflege
    das Waschen, Duschen, Baden, die Zahnpflege, das Kämmen, Rasieren und die Toilettenbenutzung
  • Ernährung
    mundgerechte Zubereitung der Nahrung und Hilfestellungen beim Essen und Trinken (NICHT das Kochen)
  • Mobilität
    selbstständiges Aufstehen und Zu-Bett-gehen, das An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen, das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung

 

Mit der hauswirtschaftlichen Versorgung sind Einkaufen, Kochen, Reinigung der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung sowie Heizen gemeint.

Pflegestufe: Der Aufwand für die Hilfen zählt

Wenn ein Hilfebedürftiger beispielsweise in die Pflegestufe 1 eingestuft werden soll, muss neben der hauswirtschaftlichen Versorgung noch Hilfebedarf bei mindestens zwei der oben genannten Verrichtungen bestehen, und zwar ein Hilfebedarf von mindestens 46 Minuten pro Tag. Dies sind die genauen Regelungen:

Hilfebedarf bei den einzelnen Pflegestufen

Grundpflege Körperpflege: das Waschen, Duschen, Baden, die Zahnpflege, das Kämmen, Rasieren und die Toilettenbenutzung
Ernährung: mundgerechte Zubereitung der Nahrung und Hilfestellungen beim Essen und Trinken (NICHT das Kochen)
Mobilität:selbstständiges Aufstehen und Zu-Bett-gehen, das An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen, das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung
Hilfe bei der Grundpflege… Minuten Zeitaufwand, den ein Angehöriger / Laie für die Grundpflege + hauswirtschaftliche Versorgung benötigt
Pflegestufe 1 für mindestens zwei der oben genannten Verrichtungen mindestens einmal täglich Hilfebedarf mehr als 45 90 Minuten pro Tag
Pflegestufe 2 mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Zeiten Hilfebedarf ab 120 180 Minuten täglich
Pflegestufe 3 täglich rund um die Uhr Hilfebedarf (also auch nachts) ab 240 300 Minuten täglich
+ mehrfach pro Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung (alle Pflegestufen)

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

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