Pflegeversicherung: Welche Leistungen bekommen Demenzkranke?

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Dieser Beitrag zeigt Ihnen, welche Leistungen der Pflegeversicherung Demenzkranke beanspruchen können.

Anzahl der Demenzerkrankungen nimmt zu

Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft leben hierzulande bereits 1,5 Mio. Demenzkranke. Bis zum Jahr 2030 wird sich diese Zahl auf ca. 3 Mio. erhöhen. Nach dem aktuellen Stand der Medizin gibt es noch keine Heilung, es können allenfalls die Auswirkungen der Hirnzerstörung geringfügig verzögert und einige Begleiterscheinungen gemildert werden.

Welche Leistungen können Demenzkranke beanspruchen?
Anspruch auf Betreuungsbetrag

Pflegebedürftige mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, also psychisch kranke, behinderte oder demenziell erkrankte Menschen in der sogenannten Pflegestufe 0, können nach §45b SGB XI für Betreuungsleistungen je nach Betreuungsbedarf einen Betreuungsbetrag erhalten.

Der Betrag dient der Erstattung von Aufwendungen, die den Pflegebedürftigen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Leistungen der Tagespflege, der Nachtpflege, der Kurzzeitpflege oder von zugelassenen Pflegediensten entstehen.

Seit dem 1. Juli 2008 wird je nach Betreuungsbedarf ein Grundbetrag oder ein erhöhter Betrag gewährt.

Der Betreuungsbetrag beträgt bis zu 104 Euro monatlich (Grundbetrag) bzw. bis zu 208 Euro monatlich (erhöhter Betrag), also bis zu 1.248 Euro bzw. 2.496 Euro jährlich.

Personen mit einem vergleichsweise geringeren allgemeinen Betreuungsaufwand erhalten den Grundbetrag von 104 Euro monatlich. Personen mit einem im Verhältnis dazu höheren allgemeinen Betreuungsbedarf bekommen den erhöhten Betrag von 208 Euro monatlich.

Achtung: Die Höhe des jeweiligen Betreuungsbetrages wird von der Pflegekasse auf Empfehlung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) im Einzelfall festgelegt und dem Versicherten dann mitgeteilt.

Tipp: Stellen Sie den Antrag auf den Betreuungsbetrag für Ihre Angehörigen bei der zuständigen Pflegekasse. Der MDK prüft dann bei einem Begutachtungstermin beim Patienten, entsprechend vorgegebener Kriterien (sogenannter Items), den Grad der Einschränkung und leitet sein Ergebnis – das Pflegegutachten- an die Pflegekasse zur Genehmigung weiter.

Anspruch auf Beratung

Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, die noch nicht die Voraussetzungen der Pflegestufe I erfüllen, können zweimal im Jahr einen Beratungsbesuch in der eigenen Häuslichkeit in Anspruch nehmen.

Dieser Beratungsbesuch dient der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung der häuslich Pflegenden.

Die Beratung kann von einem zugelassenen Pflegedienst, aber auch von einer anerkannten unabhängigen Beratungsstelle mit oder ohne pflegefachliche Kompetenz durchgeführt werden. Letzteres soll ermöglichen, dass z. B. Alzheimer-Patienten, also Demenzkranke, auch eine Beratung durch die Deutsche Alzheimer-Gesellschaft in Anspruch nehmen können.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.01.2015 aktualisiert.

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