OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Plötzliche Ängste – können es alte Traumatisierungen sein?

Erhalten Sie in unserem Online-Pflegekurs Unterstützung, Information und persönlicher Beratung von Experten.

Wenn Ihre Angehörigen sich zunehmend zurückziehen, häufiger ängstlich reagieren oder auch schlecht schlafen, dann können traumatische Erlebnisse aus der eigenen Jugend wieder aufbrechen. Was können Sie tun, um Ihre Angehörigen bei plötzlichen Ängsten richtig zu unterstützen?

Eigentlich könnte der Ruhestand auch viel Schönes mit sich bringen – endlich Zeit für eigene Hobbys, für den Garten, zum Lesen, keine Verpflichtungen mehr und keine beruflichen Belastungen.

Doch wenn die Ablenkung durch berufliche Strukturen wegfällt, dann kann das auch ein Zuviel an Zeit bedeuten, in der Ihre Angehörigen über das eigene Leben nachdenken, über Erlebtes grübeln und sich an Dinge erinnern, die viele Jahre lang verborgen geblieben sind. Viele ältere Menschen haben in der eigenen Jugend Krieg und Vertreibung miterlebt und die Bilder haben sich in das Gedächtnis gebrannt.

Auch Jahrzehnte später kann das ein gedankliches Wiedererleben der Geschehnisse zur Folge haben. Damit ist eine zunehmende Unruhe verbunden, Ihre Angehörigen wirken vielleicht ruhe- und rastlos, träumen immer wieder von bestimmten Erinnerungen oder können sich schlecht konzentrieren. Dies können Anzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung sein.

Wie können Sie die Ängste Ihrer Angehörigen auffangen?

Typisch für diese Traumatisierung ist, dass bestimmte Ereignisse, die als besonders belastend erlebt werden, sich immer wieder in das Bewusstsein drängen. Das kann etwa bedeuten, dass Ihre Angehörigen von einer Nachrichtensendung, die über ein eingestürztes Haus berichtet, automatisch an analoge Bilder erinnert wird, die Teil der eigenen Jungend waren. Genauso können diese Themen immer wieder in Albträumen auftreten und Betroffene so zusätzlich quälen.

Hier können Sie als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Wenn Ihre Angehörigen über das Erlebte sprechen möchten, dann geben Sie Gelegenheit dazu; wollen diese aber nicht über ihre Erinnerungen sprechen, dann fordern Sie auch nicht dazu auf. Es kann Teil der Traumatisierung sein, die negativen Erlebnisse aus der Erinnerung verbannen zu wollen.

Was hilft gegen Albträume?

Bei Albträumen können Sie auch die Technik der Assoziationsspaltung anwenden. Diese basiert darauf, dass immer wieder in Träumen präsente Szenen bewusst umgedeutet werden. Wenn Ihr Angehöriger beispielsweise häufig von einem einstürzenden Haus träumt, dann können Sie gemeinsam diese Geschichte zu einem positiven Ende "umdeuten", etwa indem Sie Ihren Angehörigen den Traum aufschreiben lassen, zum Schluss jedoch ergänzen, dass vielleicht alle Bewohner des Hauses gerettet werden konnten. Fordern Sie Ihren Angehörigen auf, sich dieses "bessere Ende" wirklich bildlich vorzustellen und die so veränderte Geschichte regelmäßig zu lesen.

Auch wenn das zunächst etwas künstlich und unecht wirkt, so führt das bildliche Vorstellen der veränderten Geschichte doch dazu, dass sich neue Assoziationen, also neue gedankliche Verbindungen, bilden und diese können dann dazu beitragen, dass die Alpträume, die vorher gedanklich sehr präsent waren, zurückgehen. Dennoch ist eine posttraumatische Belastungsstörung etwas, dass auch von einem Psychiater oder Psychologen behandelt werden sollte. Sensibilisieren Sie also Ihre Angehörigen dafür, dass es Möglichkeiten gibt, um die erlebten Belastungen zu reduzieren bzw. wieder mehr Freude am Leben zu haben und dass ein Therapeut dabei helfen kann.

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.04.2015 aktualisiert.

Kategorien: Entlastung Pflegender

Bewerten Sie diesen Artikel

Plötzliche Ängste – können es alte Traumatisierungen sein?
Vielen Dank.


Pflege Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

Inhalte der Online-Pflegekurse

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.