Private Pflegezusatzversicherung: Lohnt sich das für Sie?

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Das Bundesgesundheitsministerium hat beschlossen, dass jeder, der eine private Pflegezusatzversicherung abschließt, ab 2013 unabhängig vom Einkommen einen monatlichen Zuschuss von 5 Euro bekommen soll. Darüber hinaus soll der Abschluss einer privaten Pflege­ver­sicherung künftig unabhängig von Vor­er­krank­ungen für jede Person möglich sein. Lohnt sich das für Sie?

Die inzwischen beschlossenen Planungen des Bundeskabinetts sehen vor, dass ab 2013 jeder, unabhängig von den Vorerkrankungen, die Möglichkeit bekommt eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Wer eine solche Versicherung abschließt, bekommt vom Staat einen jährlichen Zuschuss von 60 €.

Bei dem privaten Zusatzschutz handelt es sich um eine Pflegetagegeldversicherung. Die Bundesregierung hat des Weiteren bei der Pflegetagegeldversicherung beschlossen, darüber hinaus auch die Verwaltungs- und Abschlusskosten der Versicherung zu begrenzen.

Eine private Zusatzversicherung ist sinnvoll, da auch, wenn die Beiträge für die gesetzliche Pflegeversicherung erhöht werden, die staatliche Versorgung immer nur einen Teil der tatsächlichen Pflegekosten abdecken wird. Wenn dann kein Vermögen mehr vorhanden ist, müssen monatliche Zahlungen an den Pflegedienst aus dem laufenden Budget erbracht werden.

Eine private Pflegetagegeldversicherung sollte nur abgeschlossen werden, wenn sichergestellt ist, dass die Beträge regelmäßig über Jahre hinweg gezahlt werden können.Eine Pflegetagegeldversicherung sollte ab einem Lebensalter von 40 Jahren abgeschlossen werden. Nach Planung der Bundesregierung soll es keine Prüfung von Vorerkrankungen mehr geben, so kann man auch noch mit 60 Jahren eine solche Versicherung abschließen.

Frauen und Männer in der Pflegezusatzversicherung

Auffällig bei der Analyse von Stiftung Warentest bei Pflegetagegeldversicherungen war, dass Frauen deutlich höhere Beiträge zahlen müssen als Männer, um auch nur annähernd gleiche Leistungen im Pflegefall zu erhalten. Dieses wird sich jedoch ab 2014 mit der Einführung von sogenannten Unisextarifen ändern. Dann wird es für die Männer teurer. Auch wer beim Abschluss schon älter ist, zahlt mehr als jüngere Personen.

Bei der Stiftung Warentest können sich Interessierte weiter über Angebote von Pflegetagegeldversicherungen informieren.

Neben der Pflegetagegeldversicherung kann alternativ auch eine Pflegekostenversicherung und eine Pflegerentenversicherung abgeschlossen werden.

Bei der Pflegrentenversicherung zahlt im Pflegefall die Versicherung eine monatliche Rente in der mit der Versicherung vereinbarten Höhe. Das Geld ist frei verfügbar, es kann auch für pflegende Angehörige oder eine Haushaltshilfe verwendet werden. Im Unterschied hierzu zahlt die Versicherung bei der Pflegekostenversicherung die Pflegekosten bis zu einer bestimmten Höhe im Monat, welche mit der Versicherung vereinbart wurde. In den meisten Tarifen verlangt der Versicherer einen Nachweis der Pflegekosten, daher ist das Geld vor allen Dingen in erster Linie für professionelle Pflege durch einen Pflegedienst oder eine Pflegeeinrichtung verwendbar.

Lassen Sie sich beraten

In den nächsten Monaten werden Versicherungen, Banken und Finanzdienstleister massiv Werbung für diese Formen der Altersvorsorge machen. Vor Abschluss eines Vertrages sollte man sich unabhängig durch Verbraucherzentralen oder Versicherungsberater aufklären und beraten lassen.

Versicherungsberater werden von ihren Kunden beauftragt und dafür ist ein Honorar zu zahlen. Durch die direkte Beauftragung und auch Vergütung durch den Auftraggeber werden einige der möglichen Gründe für eine Beeinträchtigung, wie Vermittlungsprovision für den Versicherungsvertreter, vermieden.

Versicherungsberater sind daher neutral und unabhängig von Banken und Versicherungsunternehmen und nur den Interessen ihrer Kunden verpflichtet. Sie üben eine beratende und gutachterliche Tätigkeit aus, die Vermittlung oder der Verkauf von Versicherungen ist ihnen gesetzlich verboten (§ 34 e GeWo). Auf Wunsch erhält der Auftraggeber Namen und Adressen der infrage kommenden Versicherer mitgeteilt.

Lassen Sie sich ein individuelles Angebot erstellen, welches neutral und unabhängig erstellt wird.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 01.12.2014 aktualisiert.

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