Private Pflegezusatzvorsorge abschließen

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Seit 1. Januar 2013 wird die private Pflegezusatzvorsorge staatlich gefördert. Wer eine private Pflegeversicherung abschließt und dafür ab 2013 mindestens zehn Euro monatlich aufwendet, erhält seit 1. Januar 2013 eine staatliche Zulage von fünf Euro pro Monat. Hier lesen Sie, wie die neue staatlich geförderte Pflegevorsorge funktioniert.

Was ist die staatlich geförderte Pflegevorsorge?

Die staatlich geförderte Pflegevorsorge soll Anreize für mehr Eigenvorsorge bei der Pflege geben, da die soziale Pflegeversicherung lediglich einen Teilkaskoschutz bietet.

Wer ab 1. Januar 2013 eine private Pflegeversicherung, den so genannten Pflege-Bahr, abschließt, und dafür mindestens zehn Euro monatlich (120 Euro im Jahr) aufwendet, erhält eine staatliche Zulage von fünf Euro pro Monat bzw. 60 Euro im Jahr.

Welche privaten Pflegepolicen werden gefördert?

Es muss sich um eine Pflege-Tagegeldversicherung handeln.Bei Vorliegen von Pflegebedürftigkeit muss ein vertraglicher Anspruch auf Auszahlung einer Geldleistung (Pflegegeld) von mindestens 600 Euro monatlich für die Pflegestufe III sowie bei Vorliegen einer erheblich eingeschränkten Alterskompetenz bestehen.

Die Leistungen müssen für alle Pflegestufen von 0 bis 3 vorgesehen werden.

Die maximale Absicherung muss sich an der jeweiligen Höhe der Leistungsstufen der Pflegepflichtversicherung orientieren. Eine Dynamisierung soll in Höhe der Inflation vereinbart werden können. Die privaten Krankenversicherer müssen auf ihr ordentliches Kündigungsrecht sowie auf die Vereinbarung von Risikozuschlägen und Leistungsausschlüssen verzichten. Die Wartezeit darf maximal fünf Jahre betragen.

Wer hat Anspruch auf die Zulagen?

Alle Personen, die in der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung versichert sind (zulageberechtigte Personen), haben bei Abschluss einer privaten Pflege-Zusatzversicherung (Pflege-Bahr) Anspruch auf eine Pflegevorsorgezulage.

Davon ausgenommen sind Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben sowie Personen, die vor Abschluss der privaten Pflege-Zusatzversicherung bereits Leistungen als Pflegebedürftige aus der gesetzlichen Pflegeversicherung bekommen.

Wann gibt es die Pflegevorsorgezulage?

Zahlt eine zulageberechtigte Person mindestens 120 Euro jährlich in eine förderfähige private Pflege-Zusatzversicherung ein, hat sie Anspruch auf eine Zulage von jährlich 60 Euro.

Durch wen erfolgt die Auszahlung der Zulage?

Die Auszahlung der Zulage erfolgt durch das Bundesversicherungsamt, das sich zur Durchführung dieser Aufgaben einer zentralen Stelle bei der Deutschen Rentenversicherung im Wege der Organleihe bedient.

An wen wird die Zulage bezahlt?

Die Zulage wird bei Vorliegen der Voraussetzungen an das jeweilige Versicherungsunternehmen gezahlt, bei dem die private Pflege-Zusatzversicherung besteht, für die die Zulage beantragt wurde.

Beantragt die zulageberechtigte Person die Zulage für mehr als einen privaten Pflege-Zusatzversicherungsvertrag, so wird die Zulage nur für den Vertrag gewährt, der zuerst bei der zentralen Stelle eingegangen ist.

Das Versicherungsunternehmen hat die erhaltenen Zulagen unverzüglich dem begünstigten Vertrag gutzuschreiben.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.01.2015 aktualisiert.

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