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Rheuma und Osteoporose: So beugen Sie vor

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Osteoporose ist eine Knochenerkrankung, die sich vor allem im hohen Alter bemerkbar macht. Aber auch jüngere Menschen sind betroffen: Rund 30 Prozent aller Frauen bekommen in und nach den Wechseljahren einen deutlichen Knochenschwund. Rheumatiker haben ein besonders hohes Risiko, an einer sekundären Osteoporose zu erkranken. Wie können Sie vorbeugen?

Was passiert bei einer Osteoporose?

Ein gewisser Abbau der Knochensubstanz ist im fortgeschrittenen Alter normal, da sich Senioren oft nicht mehr ausreichend bewegen können und/ oder Medikamente nehmen müssen, die eine Osteoporose begünstigen. Bei jüngeren Menschen können verschiedene Faktoren an dieser Erkrankung schuld sein. Das Problem besteht darin, dass die Knochensubstanz durch den raschen Abbau so instabil wird, dass vor allem belastete Stellen leicht brechen. Am häufigsten brechen Wirbelkörper, Oberschenkelhals, Stellen um das Hüft-, Hand- und Schultergelenk sowie das Becken. Generell brechen alle Knochen bei Überlastung leichter als bei einem gesunden Knochengerüst.

So entsteht die sekundäre Osteoporose bei Rheuma

Sind Sie von einer rheumatischen Erkrankung betroffen, zum Beispiel einer Polyarthritis, wirken sich die Entzündungen ungünstig auf die Knochen aus und zerstören sie. Nehmen Sie über längeren Zeitraum Medikamente, die Cortison enthalten, wird der Knochenabbau zusätzlich gefördert. Wenn Sie sich wegen starker Schmerzen wenig bewegen, entsteht ein weiterer Faktor, der die Knochen schwächt, denn nur eine aktive Muskulatur kann die Knochen mit Nährstoffen versorgen, die sie für ihre Stabilität benötigt.

Calciumreiche Ernährung stärkt die Knochen

Ein wichtiger Baustein für gesunde Knochen ist die Ernährung. Sie sollte viel Calcium und Vitamine sowie Mineralstoffe enthalten. Calcium ist reichlich in Milchprodukten enthalten, vor allem in Schafmilch, magerem Joghurt, Mozzarella, Emmentaler, Parmesan, Provolone, Edamer, Gouda, Tilsiter, Edelpilzkäse, Roquefort, Brie und Camembert.

Auch im Gemüse steckt der knochenstärkende Mineralstoff, besonders in Brokkoli, Grünkohl, Mangold, Porree und im Spinat, in den Kräutern Schnittlauch und Petersilie sowie in einigen Hülsenfrüchten, in Sesam und Sojabohnen. Trinken Sie zusätzlich viel calciumreiches Mineralwasser, zum Beispiel von Steinsieker, denn in gelöster Form wird der Mineralstoff besonders gut aufgenommen und verwertet.

Calcium und Vitamin D als Medikament

Außerdem sollten Sie Vitamin D in Tablettenform einnehmen (800 bis 2000 I.E. pro Tag), um eine ausreichende Zufuhr sicherzustellen, denn der Körper produziert das Vitamin nur unter ausreichender Sonnenbestrahlung. Patienten mit der Rheumaform Lupus erythematodes müssen sich jedoch vor UV-Strahlung extrem gut schützen und sind daher auf Tabletten angewiesen. Wenn Sie viele Nahrungsmittel nicht vertragen oder essen mögen, sollten Sie auch Calcium in Tablettenform zu sich nehmen – entweder als Calciumcarbonat mit bis zu 2500 mg pro Tag oder als Calciumcitrat mit bis zu 800 mg pro Tag. Bedenken Sie, dass auch bei freiverkäuflichen Arzneien eine Absprache mit dem Arzt unbedingt von Nöten ist.

Mit Bewegung vorbeugen, auch wenn es schwerfällt

Als Rheumatiker, der häufig starke Schmerzen hat, haben Sie sicher wenig Lust auf sportliche Betätigung, zumal Sie wahrscheinlich auch in Ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Dennoch muss Bewegung sein, um die Knochen zu durchbluten und zu versorgen. Es genügt, wenn Sie jeden Tag eine halbe Stunde spazieren gehen. Dadurch bekommen Sie auch gleich das nötige Sonnenlicht, das Ihren Körper Vitamin D produzieren lässt.

Versuchen Sie es auch mal mit Tanzen: Legen Sie Ihre Lieblingsmusik auf und bewegen Sie sich ganz zwanglos zu den Rhythmen. Das macht Spaß und beim Tanzen vergisst man seine Schmerzen eher, da die Konzentration auf der Musik liegt. Ist Ihre Osteoporose bereits recht ausgeprägt, tragen Sie bei Ihren Aktivitäten Hüftprotektoren. Sie sind im Sanitätshaus oder über das Internet erhältlich. Die flachen Schutzteile werden jeweils in die seitlichen Innentaschen einer Spezialhose eingeschoben und fallen somit nicht auf.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Rheuma

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