Rückenschmerzen – das ist typisch!

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Pflegende Angehörige klagen sehr häufig über Rückenschmerzen. Häufig sind dies Folgen der körperlichen Belastung und des falschen Einsatzes der Muskulatur bei der Hilfestellung für den Kranken. Erfahren Sie, wie Rückenschmerzen vermieden werden können und welche Maßnahmen sinnvoll sind.

Rückenschmerzen sind die typischen Nebenwirkungen im Pflegeberuf. Langes Stehen, schweres Heben, rückenunfreundliche Haltung wie bücken oder hocken und die ständige Belastung der Rückenmuskulatur führen zu teils quälenden Rückenschmerzen. Um chronischen Wirbelsäulenverletzungen vorzubeugen, sollten Sie Ihre Rückenmuskulatur regelmäßig trainieren und bewusst belasten.

Rückenschmerzen durch Pflege

Vielleicht kennen Sie das Problem: Sie pflegen einen pflegebedürftigen Angehörigen, sind ihm im Alltag eine große Hilfe und unterstützen ihn, wo Sie nur können. Abends sind Sie körperlich vollends entkräftet und von Rückenschmerzen geplagt. Rückenschmerzen entstehen durch die starke körperliche Belastung, der Sie bei der Pflege eines Angehörigen ausgesetzt sind. Für alle täglichen Aufgaben, wie Anziehen, Waschen oder Spazierengehen müssen Sie dem Angehörigen eine Hilfestellung sein und ihn stützen. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie dafür Ihre Muskulatur am besten einsetzen, entstehen schnell Rückenschmerzen.

Rückenschmerzen – Prävention lohnt sich

Bewegung ist das A und O, um Rückenschmerzen zu vermeiden. Wenn Sie einen Angehörigen pflegen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie Ihre Rückenmuskulatur regelmäßig trainieren. Sehr effektiv ist das Schwimmen. Schwimmen trainiert die Rückenmuskulatur, jedoch ohne diese zu belasten. Versuchen Sie, mindestens einmal wöchentlich ein paar Bahnen im Schwimmbad zu schwimmen. Sie werden sehen, dass Ihre Rückenmuskulatur durch das Schwimmtraining viel entspannter ist.

Des Weiteren sollten Sie dafür sorgen, dass Sie regelmäßig Ihre Rückenmuskulatur dehnen. Dafür können Sie individuelle Gymnastikübungen von zu Hause aus testen. Mit einem Gymnastikball oder einer Gymnastikmatte können Sie täglich zehn Minuten Ihren Rücken trainieren und die Muskulatur dehnen. Auch eine Massage tut Ihrem Rücken besonders gut.

Diese Maßnahmen helfen gegen Rückenschmerzen

Wenn Sie trotz des Trainings und der Gymnastikübungen Rückenschmerzen durch die Pflege Ihres Angehörigen bekommen, helfen Ihnen folgende Maßnahmen: Bei Rückenschmerzen, die von dem Rückenmuskel oder der Wirbelsäule ausgehen, hilft Wärme. Legen Sie sich eine Wärmflasche auf den Rücken und versuchen Sie, eine entspannte Sitz- oder Liegeposition einzunehmen. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist, damit Ihre Haut nicht angegriffen wird.

Bei akuten Beschwerden oder allgemeinen Rückenschmerzen hilft auch eine Eiskompresse. Diese positionieren Sie auf die Stelle, die schmerzt. Beachten Sie, dass Sie die Kompresse zunächst in ein Handtuch wickeln. Eine Eiskompresse sollte niemals direkt mit der Haut in Kontakt kommen.

Insgesamt sollten Sie beachten, dass Sie Thermobehandlungen immer schrittweise verstärken. Fangen Sie beispielsweise bei einer niedrigen Wassertemperatur im Wasserbad an und steigern Sie diese nach und nach. Akute Rückenschmerzen sollten Sie mit einem Kälteumschlag behandeln. Chronische Rückenschmerzen werden mehr mit Wärme gelindert. Nach der Thermobehandlung sollten Sie Ihre Rückenmuskulatur nicht belasten. Leichte Bewegungen schaden nicht, die Trainingseinheiten sollten Sie aber auf den nächsten Tag verschieben.

Ärztliche Hilfe bei Rückenschmerzen

Sollten alle Maßnahmen gegen Rückenschmerzen nichts bringen, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen. Ein Orthopäde wird die Ursache schnell feststellen und Ihnen individuelle Gymnastikübungen oder Medikamente verschreiben. Gegen Rückenschmerzen gibt es zahlreiche Salben, wie beispielsweise Arnika oder Eukalyptussalben, die entspannend wirken.

Sie haben auch die Möglichkeit, Kurse bei der Krankengymnastik zu buchen oder an Wirbelsäulen-Kursen teilzunehmen. Egal, was Sie machen: Achten Sie auf ausreichendes Training und genügend Entspannung Ihrer Rückenmuskulatur, um Ihrem pfelgebedürftigen Angehörigen weiterhin eine unterstützende Hilfe zu sein.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 04.02.2015 aktualisiert.

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Körperliche Belastungen


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