Schaffen Sie einen demenzgerechten Tagesablauf

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Für Ihren Angehörigen ist ein strukturierter Tagesablauf besonders wichtig, wenn er an Demenz erkrankt ist. Mit diesen Tipps können Sie den Tagesablauf so gestalten, dass sich Ihr Angehöriger so wohl wie möglich fühlt.

Schaffen Sie wiederkehrende Rituale

Ihr Angehöriger wird durch einen Tagesablauf, der ständig wechselt, verunsichert, da er sich nicht mehr auf seine Erinnerungen verlassen kann. Dazu gehört, dass es regelmäßige Zeiten für das Essen und für Aktivitäten gibt. Auch die Pflege sollte immer gleich ausgeführt werden, auch wenn Sie teilweise unterstützt werden sollten. Diese Rituale geben Ihrem Angehörigen ein Gefühl von Orientierung und Sicherheit.

Regen Sie durch Kochen Erinnerungen an

Gestalten Sie die Küche auch vor der Essenszeit zu einem Aufenthaltsmittelpunkt. Damit können Sie vielleicht auf Erinnerungen Ihres Angehörigen zurückgreifen. Wenn es sich anbietet, können Sie Ihren Angehörigen zum Kochen hinzuholen. Die vertrauten Düfte und die alltagsnahe Aktivität entspannen Ihren Angehörigen. Vielleicht werden Erinnerungen geweckt – und damit Gespräche angeregt. Dies gelingt besonders, wenn Sie jahreszeitlich angepasste Lieblingsgerichte Ihres Angehörigen kochen.

Orientieren Sie sich an Jahreszeiten und am Tag-Nacht-Rhythmus

Passen Sie die Tagesgestaltung an die aktuelle Jahreszeit an. Dadurch nimmt Ihr Angehöriger die Jahreszeit bewusster wahr. Dies fördert die Orientierung und trägt zur Stärkung der Persönlichkeit bei. Ein Aufenthalt im Garten oder auf der Dachterrasse bietet Abwechslung.

Sie können das Gefühl für den Tag-Nacht-Rhythmus bei Ihrem Angehörigen stärken. Lassen Sie die Vorhänge im Zimmer rauf oder dimmen Sie das Licht, wenn es draußen dunkler wird. Damit nimmt Ihr Angehöriger den Lichtwechsel über den Tag hinweg wahr.

Schaffen Sie eine positive Einschlaf-Atmosphäre

Regen Sie Ihren Angehörigen an, vor dem Schlafengehen zu erzählen oder versuchen Sie, ein Lied mit ihm zu singen. Je nachdem, womit sich Ihr Angehöriger wohl fühlt und was ihn vielleicht an früher erinnert, können Sie damit einen Glücksmoment kurz vor dem Schlafengehen schaffen.

Besonders vor dem Schlafengehen sollten Sie auf Ruhe und Harmonie achten. Hektik und Stress erzeugen besonders jetzt bei Ihrem Angehörigen Unsicherheit und Ängste. Das kann zu Unruhe und damit zu Einschlafstörungen führen.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.03.2014 aktualisiert.

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Häufig gestellte Fragen

Fühlen Menschen mit Demenz “anders”?

Hilft ein Gedächtnistraining gegen Demenz?

Sind Demenz und Alzheimer das Gleiche?

Ist die Demenz eine normale Alterserscheinung?

Ist Demenz vererbbar?

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