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Schaukelsessel sorgt für Wohlbefinden bei Demenzkranken

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Früher gehörte ein Schaukelstuhl zum üblichen Möbelstück älterer Menschen. Neugeborene legt man in eine Wiege, die man sanft schaukeln kann. Moderne Bürostühle haben eine Vorrichtung, die das Schaukeln des Sitzes ermöglicht. Wissenschaftler in den USA haben bereits vor einiger Zeit in einer Studie belegt, dass Schaukeln auch positive Auswirkungen auf Demenzkranke hat.

Positive Auswirkungen des Schaukeln in jedem Alter

Die positive Auswirkung des Schaukelns ist allgemein bekannt. Unruhige Babys beruhigen sich schnell in einer Wiege, oder wenn sie im Arm sanft geschaukelt werden. Das häufigste Spielgerät in einem Familiengarten ist neben einem Sandkasten eine Schaukel. Kleine Kinder sitzen oft mit Begeisterung stundenlang in einer Gitterschaukel, die in einen Türrahmen geklemmt wird.

Menschen im Büro nutzen die Schaukelfunktion Ihres Bürosessels, um sich zwischendurch zu entspannen oder besser konzentrieren zu können.

Schaukeln als Therapie belegt

In einer Studie haben US-amerikanische Wissenschaftler belegt, dass das regelmäßige Schaukeln in einem Schaukelstuhl positive Auswirkungen auf Demenzkranke hat. In einem Altenheim untersuchten sie, wie sich das Verhalten Demenzkranker veränderte, die täglich zwischen einer halben und über zwei Stunden schaukelten. Positive Effekte zeigten sich auf mehreren Ebenen.

Sturzgefahr sinkt

Viele ältere Menschen leiden unter Gleichgewichtsstörungen oder Schwindel. Durch regelmäßiges Schaukeln in einem Schaukelsessel wird das Gleichgewichtsorgan von Demenzkranken trainiert. Gang und Stand werden sicherer, die Sturzgefährdung sinkt. Um Schaukelbewegungen auszulösen, ist der Einsatz von etwas Muskelkraft erforderlich. Gleichzeitig werden durch das Schaukeln die Gelenke sanft bewegt. Die Muskelkraft verbessert sich. Verkrampfte Personen waren entspannter, der Muskeltonus verringerte sich.

Durch einen Schaukelsessel benötigen Demenzkranke weniger Medikamente

In der amerikanischen Studie ließ sich ebenfalls belegen, dass schaukelnde Demenzerkrankte weniger Medikamente benötigten. Dazu zählten sowohl Schmerz- als auch Beruhigungsmedikamente. Die bei Menschen mit Demenz häufige, körperliche Unruhe und das dadurch ausgelöste Hin- und Herlaufen verringerten sich deutlich. Die Betroffenen erschienen ausgeglichener, zufriedener und aufnahmefähiger. Angst und Depressionen gingen zurück.

Spezielle Therapiemöbel zum sicheren Schaukeln

Um Verletzungsgefahr beim Setzen oder Aufstehen aus einem Schaukelmöbel zu vermeiden, sollten Sie beim Einsatz eines derartigen Möbels auf einige Dinge achten. Am besten eignen sich feststehende Sessel mit Schaukelfunktion. So verhindern Sie, dass Demenzkranke über die Kufen stolpern oder beim Setzen oder Aufstehen nach vorne kippen.

Es gibt spezielle Demenzsessel, auf Wunsch auch mit einem Fußhocker, die auf einem festen Fuß stehen. Die Mechanik ist so konstruiert, dass auch geschwächte Personen durch leichte Bewegungen den Sessel in Schwingungen versetzen können.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.01.2015 aktualisiert.

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