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Schlaganfall: Beachten Sie die Störungen bei geistigen Fähigkeiten und Sehvermögen

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Nach einem Schlaganfall funktioniert ein Teil der geistigen Fähigkeiten nicht mehr wie vor dem Ereignis. Unter anderem sind verschiedene Aufmerksamkeitsformen, Lang- und Kurzzeitgedächtnis, Wahrnehmung sowie Sehzentrum beeinträchtigt. Wie machen sich diese Störungen bemerkbar? Lesen Sie hier eine kurze Übersicht.

Neglect: Wenn Ihr Angehöriger nur die Hälfte wahrnimmt

Durch die Schädigung eines Großhirnteils beim Schlaganfall können einige Patienten eine ihrer Körperhälfte nicht mehr wahrnehmen. Dabei können die Bewegungen und die Sinne durchaus funktionieren. Dennoch verhält sich der Betroffene so, als hätte er nur eine Körperhälfte.

Im Alltag macht sich die Störung in allen Bereichen bemerkbar: Der Patient wäscht nur die Hälfte seines Körpers, isst die Hälfte seiner Mahlzeit auf, sieht seine Mitmenschen nur halb usw. Der sogenannte Neglect kann nach einigen Wochen wieder verschwinden. Trainieren Sie mit Ihrem Angehörigen, indem Sie seine betroffene Seite herausfordern, indem Sie zum Beispiel Gegenstände nur halb in den wahrnehmenden Bereich stellen. Haben Sie Geduld und überfordern Sie Ihren Angehörigen nicht.

Die Aufmerksamkeit und die Konzentration können reduziert sein

Auch die Aufmerksamkeit ist nach einem Schlaganfall deutlich eingeschränkt. Dabei gibt es fünf verschiedene Arten der Aufmerksamkeit:

  • Allgemeine Aufmerksamkeit oder Wachheit
  • Daueraufmerksamkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Räumliche Aufmerksamkeit
  • Geteilte Aufmerksamkeit

Durch Computer- und Rollenspiele können die Störungen reduziert werden. Von den Therapeuten bekommen Sie Tipps, wie Sie zu Hause mit Ihrem Angehörigen üben können. Eine gute Maßnahme ist die Einbeziehung des Betroffenen in den ganz normalen Alltag, in dem er ebenfalls kleine Aufgaben übernehmen sollte.

Nach dem Schlaganfall: Gedächtnisausfälle und Lernstörungen

Nach einem Hirninfarkt funktioniert bei einigen Betroffenen das Gedächtnis nicht mehr wie vorher. Sowohl Lang- als auch Kurzzeitgedächtnis machen erhebliche Probleme, sodass altes Wissen und/oder neu Erlerntes nicht mehr abgerufen werden können. Einige Patienten können die aktuelle Information erinnern, dafür die Ereignisse vor dem Hirninfarkt nicht mehr.

Manche können beides nicht. Nach einem schweren Schlaganfall hat der Patient oft gar keine Erinnerungen und kann sich räumlich nicht orientieren. Die Behandlung solcher Amnesieformen ist nicht ganz einfach. Regen Sie Ihren Angehörigen an, wichtige Dinge zu notieren, damit er sie leichter behält oder wenigstens nachlesen kann. Auch das Beschriften von Räumen und Gegenständen kann eine Hilfe sein.

Sehschäden nach dem Schlaganfall

Das Sehzentrum kann ebenfalls Schäden nach einem Schlaganfall aufweisen. Je nachdem, ob das Sehzentrum oder der Sehnerv betroffen ist, kommt es zu einem eingeengten Gesichtsfeld, doppeltem Sehen, einer kurzzeitigen Erblindung oder zu Augenflimmern. Mit speziellen Lese- und Schreibübungen können diese Störungen jedoch oft wieder reduziert oder sogar behoben werden. Lassen Sie sich Übungen zeigen, an denen Ihr Angehöriger auch zuhause arbeiten kann. So vernetzen sich die Nervenverbindungen schneller neu und die Sehfähigkeit verbessert sich.

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Kategorien: Schlaganfall

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