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Schlaganfall-Folgen: Störungen bei Bewegung, Sprache und Schlucken

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Wer einen Schlaganfall erlitten hat, muss meistens anschließend mit mehreren Einschränkungen leben. Je nachdem, wie heftig das Ereignis war und wie schnell geholfen werden kann, sind die Folgen vorübergehender oder dauerhafter Art. Welche Probleme hat der Patient beim Bewegen, Sprechen und Schlucken?

Schlaganfall-Folge Bewegungsstörungen

Durch Schädigungen im Gehirn werden verschiedene Fähigkeiten nach einem Schlaganfall mehr oder weniger beeinträchtigt. Eine typische Behinderung ist die halbseitige Lähmung, die bei einigen Betroffenen nur im Arm auftritt. Manche Patienten verspüren lediglich eine leichte Unsicherheit beim Gehen. Am ehesten bilden sich diese Bewegungsstörungen innerhalb des ersten Vierteljahrs nach dem Schlaganfall zurück, daher ist ein intensives Training in dieser Zeit besonders wichtig. Schwieriger gestaltet sich eine vollständige Zurückbildung der Bewegungsstörungen, wenn weitere Beeinträchtigungen wie Sprachstörungen und Depressionen vorhanden sind. Eine vielseitige Therapie ist in solchen Fällen daher unumgänglich.

Sprach- und Verständnisstörungen nach dem Schlaganfall

Haben Schädigungen im Sprachzentrum stattgefunden, kann Ihr Angehöriger seine Gedanken kaum ausdrücken. Es kommt zum Beispiel vor, dass er der Meinung ist, normal zu sprechen. In Wirklichkeit gibt er jedoch immer nur die gleiche Silbe oder die gleichen Geräusche von sich. Da er dies nicht erkennen kann, wird er wütend, wenn andere ihn nicht verstehen.

Das Sprechen kann auch durch eine motorische Beeinträchtigung erschwert werden, wenn die Koordination von Lippen, Zunge und Gesichtsmuskeln zum Formen von Worten nicht funktioniert. Eine weiteres Problem kann im Verstehen liegen: Ihr Angehöriger kann Sie zwar hören, aber mit den Sätzen nichts anfangen. Diese Behinderungen sind für den Patienten hochgradig frustrierend. Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Angehöriger oft weinen muss.

Schluckstörungen mit verschiedenen Ursachen

Nicht nur das Sprechen fällt schwer, auch der Schluckreflex funktioniert bei vielen nach dem Schlaganfall nicht mehr. Betroffen ist jeder zweite Patient, bei 25 Prozent der Erkrankten bleiben die Schluckstörungen bestehen. Eine Schluckstörung kann verschiedene Ursachen und Auswirkungen haben:

  • Die Zunge kann keine Portionen formen, die mühelos geschluckt werden könnten.
  • Der Schluckreflex ist gestört, der Kehldeckel verschließt die Speiseröhre.
  • Der Hustenreiz funktioniert nicht mehr, die Speise gerät in die Luftröhre und löst Lungenentzündungen aus.
  • Der Geruchs- und Geschmackssinn sind zusätzlich gestört, was den Appetit mindert.
  • Der Patient hat Angst, vor anderen zu essen, falls er sich verschluckt und alles aushusten muss.

Zögern Sie nicht, jedes Problem behandeln zu lassen, denn nur so besteht eine Chance auf Besserung. Ohne spezielles Training bilden sich die Störungen nicht zurück.

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