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Schmerzmittel bei Fibromyalgie

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Wer unter Fibromyalgie leidet, wünscht sich sehnlichst, endlich über längere Zeit hinweg schmerzfrei zu sein. Schmerzmittel allein reichen hier oft nicht aus, zumal jeder anders auf die Medikamente regiert. Mit einer individuellen Kombination aus verschiedenen Präparaten können Sie Ihre Symptome jedoch lindern.

Ein Schmerzmittel allein genügt bei Fibromyalgie meist nicht

Ein Wundermittel gibt es leider noch nicht, sonst würde die Fibromyalgie nicht so viele Betroffene plagen und in ihrem Alltag erheblich einschränken. Dennoch sollten Sie nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn die ersten Versuche, die Schmerzen mit Medikamenten zu lindern, keinen Erfolg zeigen. Es gibt sehr unterschiedliche Möglichkeiten, Ihre Beschwerden zu reduzieren oder sogar loszuwerden. Die Krankheit ist allerdings damit nicht geheilt!

Worauf müssen Sie bei rezeptfreien Schmerzmitteln achten?

Paracetamol, Ibuprofen, Aspirin – das sind die üblichen Schmerzmittel, die es ohne Rezept zu kaufen gibt. Dennoch sollten Sie mit einem Facharzt besprechen, wie Sie am besten damit umgehen. Hilft Ihnen eine der Substanzgruppen, haben Sie Glück, denn im Allgemeinen haben sie keine großartigen Nebenwirkungen.

Ibuprofen und Aspirin können allerdings bei längerfristigem Gebrauch den Magen reizen, daher wird Ihnen Ihr Arzt einen sogenannten Magenschutz verordnen. In kleinen Mengen gibt es diesen ebenfalls ohne Rezept, aber wenn Sie ihn länger benötigen, bekommen Sie ihn natürlich verschrieben, zum Beispiel Omeprazol oder Pantoprazol.

Bei der Einnahme von Paracetamol müssen Sie darauf achten, dass Sie nicht mehr als drei Gramm pro Tag nehmen, das sind 6 Tabletten. Paracetamol kann schon bei einmaliger Überdosierung zu schweren Leberschäden führen! Die maximale Einzeldosis sind zwei Tabletten.

Stärke Schmerzmittel nur unter Kontrolle des Arztes nehmen

Bei einigen Patienten reichen diese Medikamente nicht aus. Dann können Sie es mit stärkeren Schmerzmittel versuchen, zum Beispiel Paracetamol compositum (mit Codein) oder Tilidin compositum Retard-Tabletten. Diese Wirkstoffe müssen sorgfältig nach einem bestimmten Schema unter der Kontrolle eines schmerztherapeutischen Arztes genommen werden. Sie sind nicht für Patienten geeignet, die ein Suchtverhalten zeigen. Bei korrekter Anwendung zeigen sie jedoch eine passable Wirkung, haben aber auch einige Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel, Verstopfung etcetera.

Helfen gut bei Fibromyalgie: Muskelrelaxantien

Sind starke Schmerzmittel nicht für Sie geeignet, können Sie die zuvor genannten Medikamente mit muskelentspannenden und/oder mit niedrig dosierten Antidepressiva kombinieren. Rezeptfrei gibt es das gut verträgliche Limptar N als Filmtabletten in der Apotheke, das gegen Muskelkrämpfe hilft. Das Mittel lindert auch die Schmerzen vieler Fibromyalgie-Patienten, da diese mit Verspannungen verbunden sind. Werden sie gelöst, lassen auch die Schmerzen nach. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Verschreibungspflichtig ist das schmerzstillende Muskelrelaxans Dolovisano mit dem Wirkstoff Methocarbamol. Es hilft, die Grundspannung der Muskeln zu senken, und wirkt vor allem erleichternd auf den unteren Rücken. Wenn Sie in diesem Bereich heftige Schmerzen haben, sollten Sie Ihren Arzt auf dieses Medikament ansprechen.

Antidepressiva haben mehrere positive Wirkungen

Sehr gut wirksam bei Fibromyalgie sind Mittel gegen Depressionen. Sie erhöhen den Serotoninspiegel im Blut und bremsen somit die Weiterleitung der Schmerzreize zwischen den Nerven. Zur Schmerzlinderung wird dieses Arzneimittel, zum Beispiel Amitriptylin, nur ganz niedrig dosiert.

Es hat zudem zwei angenehme Nebenwirkungen: Es fördert einen erholsamen Schlaf und lindert depressive Verstimmungen. Da Antidepressiva auch unerwünschte Nebenwirkungen haben können, müssen Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob es für Sie geeignet ist. Antidepressiva sind ohnehin rezeptpflichtig.

Ohne Medikamente: Lifewave Pflaster und Aku Taping

Seit einigen Jahren gibt es Pflaster, die akupunkturähnlich wirken und die auf die entsprechenden Stellen auf die Haut geklebt werden. Darunter sind auch spezielle Antischmerzpflaster, die tatsächlich umgehend Linderung verschaffen, aber leider teuer sind. Sie müssen zudem mit anderen Pflastersorten kombiniert werden, damit Giftstoffe und Schlacken ausgeleitet werden können und der Schmerz nicht zurückkehrt.

Eine preiswertere Alternative sind Tapes, Pflasterstreifen, die in einer bestimmten Weise auf die Haut geklebt werden müssen, damit sie das Gewebe darunter auf sanfte Art reizen. Mithilfe einer Anleitung können auch Laien mit den Tapes umgehen. Sie sind in verschiedenen Breiten und als kleine Gitterpflaster erhältlich. Letztere werden direkt auf die Akupunkturpunkte aufgebracht. Unter dem Begriff "Aku Taping" finden Sie im Internethandel sowohl Bücher als auch Tapes.

Naturheilkundliche Mittel gegen Fibromyalgie: Schüßlersalze

Wenn Sie es lieber mit naturheilkundlichen Mitteln versuchen möchten, haben Sie mit Schüßlersalz Nr. 7 D 6 (Magnesium phosphoricum) ein wirksames, leicht anzuwendendes Präparat gegen Schmerzen. Sie können die Tabletten im Mund zergehen lassen: 3 bis 6-mal täglich 1 bis 2 Tabletten. Oder Sie nehmen sie als sogenannte "Heiße Sieben" zu sich: Dazu lösen Sie zehn Tabletten in heißem, abgekochtem Wasser auf und trinken es schluckweise.

Behalten Sie jeden Schluck eine Weile im Mund, damit der Mineralstoff bereits über die Mundschleimhäute aufgenommen wird. Kombinieren können Sie Magnesium phosphoricum D6 mit Schüßler Salz Nr. 5. Das Kalium phosphoricum in D6 ist das Nervensalz, das ebenfalls bei Schmerzen eingesetzt wird. Die Einnahme erfolgt wie beim Schüßler Salz Nr. 7.

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Kategorien: Rheuma

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Schmerzmittel bei Fibromyalgie
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