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Schuldgefühle erfolgreich bewältigen

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Die Pflege eines Angehörigen stellt viele Menschen vor eine große Herausforderung. Die Pflege beansprucht fast 24 Stunden des Tages. Eigene Bedürfnisse werden zurückgestellt, um dem Pflegebedürftigen gerecht zu werden. Dadurch entstehen schnell Schuldgefühle. Curendo zeigt Ihnen, wie Sie mit Ihren Schuldgefühlen am besten umgehen können.

Vielleicht kennen Sie das Gefühl: Sie kümmern sich um einen pflegebedürftigen Angehörigen und manchmal haben Sie das Gefühl, dass Sie nicht alles geben, um Ihrem Angehörigen das Leben zu erleichtern. Diese Schuldgefühle können gerechtfertigt sein. Manchmal sind diese aber auch völlig irrational.

Schuldgefühle durch tägliche Belastung

Die Situation eines Pflegenden ist oftmals mehr als belastend. Viele Pflegende überfordert die Pflege eines pflegebedürftigen Angehörigen. Sie zwingen sich, die Last zu ertragen. „Mein Vater braucht mich. Ich kann ihn jetzt nicht alleine lassen“, ist oft der Gedanke vieler pflegender Angehöriger.

Pflegende stellen ihr Leben hinter das des Pflegebedürftigen. Schuldgefühle sind dabei nicht selten. Eine anstrengende Pflege bedeutet gleichzeitig körperliche Anstrengung, aber auch seelische Belastung. Es entsteht ein enormer Druck, dem Angehörigen, aber gleichzeitig sich selbst gerecht zu werden. Nicht umsonst beanspruchen pflegende Angehörige immer öfters psychologische Hilfe.

Erklären Sie Ihre Schuldgefühle

Wichtig ist, dass Sie den Schuldgefühlen auf den Grund gehen. Woher kommen diese Schuldgefühle? Sind diese berechtigt? Versuchen Sie herauszufinden, ob es sich um objektive Schuldgefühle (haben Sie tatsächlich etwas falsch gemacht?) oder subjektive Schuldgefühle (Ihr Handeln war richtig, dennoch empfinden Sie Schuldgefühle, da Sie einen zu hohen Anspruch an sich selbst haben) handelt.

Verleugnen Sie Ihre Schuldgefühle nicht. Diese müssen bewältigt werden, am besten mit psychologischer Hilfe. Wenn Sie Ihre Schuldgefühle in sich hineinfressen, kann es sein, dass Sie diese negativen Gefühle auf den Kranken projizieren. Oder Sie sorgen viel mehr als vorher für den Pflegebedürftigen, sodass es zu einer belastenden Überversorgung kommt.

Objektive Schuldgefühle durch falsches Handeln

Bei den objektiven Schuldgefühlen ist der pflegenden Person tatsächlich ein Fehler unterlaufen. Dieser kann sich äußern in Beleidigungen, Vernachlässigung oder Gewalt. Objektive Schuldgefühle entstehen meist durch eine Überforderung der pflegenden Person. In diesem Fall sollten Sie sich Ihren Fehler eingestehen. Lassen Sie die Schuldgefühle zu und räumen Sie diese aus dem Weg.

Versuchen Sie sich vorzustellen, aus welcher Situation heraus die Schuldgefühle entstanden sind. Sprechen Sie mit Ihrem Angehörigen und erklären Sie Ihr Verhalten. Es lohnt sich, um Entschuldigung zu bitten. Eine Aussprache wirkt befreiend und löscht die Schuldgefühle.

Subjektive Schuldgefühle: Der zu hohe Anspruch an sich selbst

Subjektive Schuldgefühle entstehen aus keiner falschen Handlung heraus. Viele pflegende Angehörige werden von Schuldgefühlen geplagt, obwohl sie alles richtig gemacht haben. Das Gefühl, dem Pflegebedürftigen nicht gerecht zu werden, spielt hierbei eine große Rolle. Ebenso entstehen subjektive Schuldgefühle, wenn die eigenen Bedürfnisse über einen langen Zeitraum hinweg unterdrückt worden sind.

So überwinden Sie Ihre Schuldgefühle

Als pflegender Angehöriger sollten Sie eine Regel unbedingt beachten: Erfüllen Sie Ihre Bedürfnisse. Sie müssen für sich selbst sorgen, müssen selbst zufrieden und glücklich sein, um einem Pflegebedürftigen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Sollten Sie mit der Pflege überfordert sein, gestehen Sie sich dieses ein. Es ist kein Grund zur Scham, wenn man sich Hilfe von außen holt. Gönnen Sie sich Erholung. Nur ein entspannter und ausgeglichener Pflegender kann einem Pflegebedürftigen helfen.

Suchen Sie sich Gleichgesinnte. In Selbsthilfegruppen oder Foren im Internet tauschen sich Betroffene aus, die womöglich das gleiche empfinden wie Sie. Sie stehen also nicht alleine da. Sorgen Sie zusätzlich für Freiräume und lernen Sie „Nein“ zu sagen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 05.02.2015 aktualisiert.

Kategorien: Schuldgefühle

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