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Seltene Rheumaform: Was ist Lupus erythematodes?

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Lupus erythematodes gehört zu den Autoimmunkrankheiten, die eine ganze Reihe von Symptomen zeigen kann. Sie erscheinen allerdings nicht bei jedem in vollem Umfang. Dennoch müssen die Betroffenen vor allem auf ihren Blutdruck und Blutfette achten, um der vorzeitigen Verkalkung entgegenzuwirken. An welchen Symptomen können Sie diese Erkrankung erkennen?

Typisch für Lupus: UV-Licht-Empfindlichkeit

Lupus erythematodes ist eine seltene Rheumaform, unter der schätzungsweise 0,002 bis 0,005 Prozent Menschen in Deutschland leiden. Die Abwehr des Körpers richtet sich gegen sich selbst und ruft eine Vielzahl von Symptomen hervor, die jedoch nicht bei jedem Patienten vollständig auftreten müssen. Wenn Sie ständig frösteln, müde und abgeschlagen sind, abnehmen und fiebern, könnten diese Beschwerden ein erster Hinweis auf Lupus erythematodes sein. Ganz typisch ist auch die extreme Lichtempfindlichkeit: Neben schmetterlingsförmigen oder scharf begrenzten Rötungen auf Wangen und Nasenrücken verschlimmert Sonne die allgemeinen Beschwerden.

Raynaud’sches Syndrom: Schützen Sie Ihre Hände vor Kälte

Sind Sie von Lupus erythematodes betroffen, müssen Sie sich nicht nur das ganze Jahr über sorgfältig vor Sonne schützen, sondern auch vor Kälte: Wenn Sie Ihre Hände der winterlichen Kälte aussetzen, werden Ihre Finger auf einmal ganz weiß. Der Grund: Die Arterien in den Fingern verengen sich extrem und können kribbeln oder schmerzen. Da dieses sogenannte Raynaud’sche Syndrom stundenlang anhalten kann, werden die Gefäße auf die Dauer geschädigt.

In der kalten Jahreszeit sollten Sie daher als erste Hilfe immer ein paar Wärmekissen oder einen Taschenofen dabei haben, damit sich Ihre Hände schnell wieder erholen. Auch Gelenkschmerzen und -schwellungen, wie sie für die rheumatoide Arthritis typisch sind, treten häufig bei Lupus erythematodes auf.

Lupus erythematodes: Störungen in der Blutzusammensetzung

Zu dieser rheumatischen Form gehört auch, dass weiße und rote Blutkörperchen auffallen verringert sind, ebenso die Blutplättchen. Die Blutgerinnung ist gestört und führt leicht zu Fehlgeburten. Da gerade Frauen zwischen 20 und 40 Jahren besonders häufig an Lupus erkranken, ist jede Schwangerschaft problematisch. Lassen Sie engmaschig Ihren Urin überprüfen, da sich rote Blutkörperchen und Eiweiß darin befinden können, die ein Signal für eine Nierenerkrankung wären. Mit Teststäbchen aus der Apotheke können Sie Ihren Urin zwischendurch selbst überprüfen (Combur 5 Test® HC).

Lupus-Symptome können sich an vielen Organen zeigen

Weitere Organe, die von Lupus betroffen sein können, sind Herz, Lunge, Augen und das zentrale Nervensystem. Speichel und Tränenflüssigkeit fehlen bei einigen Patienten, sodass sie unangenehme Beschwerden hervorrufen. Die Atmung kann durch eine Rippenfellentzündung behindert werden und schmerzt dann bei jeder Bewegung. Auch am Herzen tauchen leicht Entzündungen auf, zum Beispiel am Herzbeutel oder Herzmuskel. Störungen am zentralen Nervensystem rufen vielerlei Beschwerden hervor, zum Beispiel:

  • Migräne
  • Depressionen
  • Schlaganfall
  • Psychosen und andere Wesensveränderungen
  • Krampfanfälle
  • Konzentrationsstörungen

Lupus-Schübe werden seltener

Lupus erythematodes-Symptome treten in Schüben auf. Zwischendurch werden Sie immer wieder Zeiten erleben, in denen Sie nur wenige oder gar keine Beschwerden haben. Außerdem verläuft die Krankheit bei jedem anders: Die einen haben heftige Probleme, andere so geringe, dass sie gut damit leben können. Die Aussichten sind allerdings im Gegensatz zu vielen Krankheiten bei Lupus gut: Sie lässt sich inzwischen besser behandeln und die Schübe lassen im Laufe der Zeit nach.

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Kategorien: Rheuma

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