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So erkennen Sie eine Altersdepression

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Mindestens zehn Prozent aller Menschen über 65 Jahre leiden unter einer Altersdepression. Bei Heimbewohnern steigt die Zahl bis auf vierzig Prozent, doch nur bei der Hälfte der Betroffenen wird die Erkrankung überhaupt erkannt. Achten Sie auf veränderte Verhaltensweisen und hören Sie Ihrem Angehörigen gut zu!

Ursachen für eine Altersdepression

Altersdepressionen können aus unterschiedlichen, auch mehreren Gründen entstehen. Zunehmende Vereinsamung, Altersarmut, Krankheit, schlechte Ernährung und der Tod des Partners sind typische Auslöser. Die Folgeerscheinungen werden leicht mit einer Demenz verwechselt, da das Desinteresse des Betroffenen am sozialen Umfeld oft mit Konzentrations- und Gedächtnisstörungen einhergeht.

Die Symptome einer Depression sind im Gegensatz zu einer Demenz jedoch sehr wechselhaft: Die Stimmung kann über den Tag hinweg schwanken. Auch Appetit und Erinnerungsvermögen sind nicht immer gleich stark beeinträchtigt. Es kann durchaus Phasen geben, in denen sich der Betroffene gut fühlt und einen gesunden Eindruck macht.

Sichtbare Symptome einer Altersdepression

Nicht jeder mag über seine Gefühle sprechen, dennoch können Sie bereits an der äußerlichen Haltung und am Verhalten erkennen, dass eine Depression vorliegen könnte. Wenn Ihr Angehöriger kaum noch Körperspannung zeigt, sich langsam bewegt und einen traurigen, leeren Gesichtsausdruck hat, der sich kaum ändert, wenn Sie mit ihm sprechen, könnte sich eine depressive Verstimmung dahinter verbergen.

Umgekehrt kann der Betroffene auch ungewöhnlich nervös, zappelig oder sogar aggressiv sein, um unbewusst aus seiner Stimmungstieflage herauszukommen. Die meisten Depressiven ziehen sich zurück, weil sie sich mit alltäglichen Situationen überfordert fühlen.

Negative Grundhaltung nicht kritisieren

Andere ältere Menschen zeigen die Symptome einer Depression ganz offen, indem sie oft weinen und alles recht negativ betrachten. Sie neigen dazu, ständig über mögliche Probleme nachzudenken und beschäftigen sich mit jedem Wehwehchen, als handelte es sich um eine ernstzunehmende Krankheit.

Ernst nehmen sollten Sie allerdings das Gesamtbild der depressiven Störung, denn wenn sich ältere Menschen nicht verstanden fühlen, neigen sie mehr als andere Altersgruppen zum Selbstmord. Diese Gefahr sollte nicht unterschätzt werden, zumal gerade die Älteren zu sicheren Suizidmethoden greifen, sodass keine Rettung mehr möglich ist.

Gute Aussichten für die Therapie einer Altersdepression

Üben Sie keinesfalls Kritik am Verhalten des Betroffenen, sondern versuchen Sie ihn davon zu überzeugen, dass es zuverlässige Behandlungsmethoden gibt, die bei älteren Patienten besonders gut helfen. Eine Depression kann auf mehreren Ebenen behandelt werden, sodass sich die meisten wieder erholen.

Selbst chronisch gewordene Depressionen können mithilfe einer kompetenten Therapie wieder verschwinden oder gelindert werden. Bieten Sie Ihrem Angehörigen an, ihn zum Arzt zu begleiten, wenn ihm anfangs der Antrieb und die Hoffnung fehlen. Tritt eine Besserung der Stimmungslage ein, werden ihm die Arztbesuche leichter fallen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 06.01.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Krankheiten

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