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So gehen Sie mit Beschimpfungen durch Ihren Angehörigen richtig um

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Während man in den Medien öfter liest, dass Pflegekräfte ihre Schutzbefohlenen schon einmal beschimpfen, hört man auf der anderen Seite seltener davon, dass auch die Pflegebedürftigen nicht immer lammfromm sind. Zu Recht werden Pfleger, die ausfallend werden, entsprechend abgemahnt, doch was soll man tun, wenn man als Pflegekraft selbst das Opfer ist?

DeeskalationFoto: © Counselling | Pixabay.com

Oberstes Gebot: die Deeskalation

 

Es gibt zwei sehr gegensätzliche Reaktionen auf Beleidigungen: Die einen lassen sich davon anstacheln und die Situation schaukelt sich weiter hoch. Die anderen zeigen gar keine Reaktion und versuchen, die Beschimpfung völlig zu ignorieren. Beides ist nicht der richtige Weg.

Lassen Sie sich provozieren, so wird der Konflikt schnell eskalieren. Fressen Sie alles in sich hinein, so steigt Ihre seelische Belastung, was bereits nach Tagen zu enormen Druck führen kann. Ihre Beziehung zu Ihrem Angehörigen und auch Sie selbst können daran kaputt gehen! Wählen Sie daher den Weg der direkten aber sanften Konfrontation. Das Zauberwort lautet Deeskalation.

Was ist Deeskalation?

 

Jeder Konflikt zwischen Menschen hat stets das Potenzial zu eskalieren. Das bedeutet, dass durch unsachliche Argumente und Provokationen die Streitsituation sich sehr verschärft. In den schlimmsten Fällen kann das dann zu körperlicher Gewalt führen. Auch Brüche von Freundschaften und Beziehungen gehen meist auf die Eskalation von Streitsituationen zurück. Damit eine angespannte Situation gar nicht erst an diesen Siedepunkt kommt, muss man zur Deeskalation greifen. Es geht also darum, das Aufschaukeln zu verhindern und alle Beteiligten emotional so weit zu beruhigen, dass wieder ein sachliches Gespräch möglich ist.

Wie erreichen Sie eine Deeskalation?

 

Leicht gesagt, aber wie soll das gehen? Diese Frage stellen sich viele Pflegende. Zunächst einmal müssen Sie bei sich selbst anfangen. Gestehen Sie sich ein, dass Sie schlicht auch ein Mensch mit Gefühlen sind und die Beschimpfung wehgetan hat. Sie können auch Wut empfinden, Trauer oder Angst. Fressen Sie diese Gefühle nicht in sich hinein, sondern sprechen Sie darüber und zwar direkt mit Ihrem Verwandten.

Oft genügt bereits die Erklärung, dass er Sie gerade sehr verletzt hat, um bei ihm Schuldgefühle auszulösen und die Spannung zu lösen. Bleibt Ihr Pflegebedürftiger dennoch aggressiv, dann entwaffnen Sie ihn. Dies gelingt entweder, indem Sie ihm einige Momente „zum Abkühlen“ geben, oder aber offen Verständnis für seine Situation zeigen und sich damit psychologisch auf seine Seite schlagen. So sieht er Sie nicht als „Gegner“, sondern als „Verbündeten“.

Nur dann, wenn alle Beteiligten nicht mehr nur auf der emotionalen Ebene stehen, kann ein klärendes Gespräch erfolgen. In diesem sollten klare Regeln aufgestellt werden. Einigen Sie sich zu Beginn der Unterhaltung darauf, dass zunächst jede Seite einmal das aussprechen kann, was sie als ungerecht empfunden hat und zwar ohne, dass der andere Part mit Rechtfertigungen oder Gegenbeschwerden dazwischen spricht. Danach darf jeder ruhig seine Gegenargumente vorbringen und am Ende sollte man sich gemeinsam auf einen Standpunkt oder aber einen Kompromiss einigen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 08.04.2016 aktualisiert.

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Kategorien: Gewalt in der Pflege

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