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So gehen Sie mit dem veränderten Verhalten eines Demenzerkrankten um

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Wenn sich Demenzerkrankre nicht mehr in Zeit, Raum und Persönlichkeit orientieren können, empfinden sie viele Situationen als beängstigend oder empörend. Sie werden daraufhin leicht traurig oder aggressiv, denn sie können ihre Gefühle nicht mehr richtig ausdrücken. Akzeptieren Sie diese und gehen Sie auf den Demenzerkrankten ein.

Demenzkranke haben ihre eigene Realität

Demenzkranke verlieren im Verlauf der Erkrankung den persönlichen Bezug zur Zeit, in der wir alle leben. Sie können sich häufig nur noch an ihre Kindheit erinnern und reagieren entsprechend mit Wünschen und Vorstellungen, als wären sie noch klein. Dass sie selbst alt, möglicherweise Mutter/Vater und Großmutter/Großvater sind, ist ihnen völlig entfallen. Uns kommt es seltsam vor, wenn unsere Eltern plötzlich nach Mutter oder Vater verlangen. Für Demenzerkrankte ist das normal.

Umso verwirrender ist es, wenn wir ihnen erzählen, dass Mutter und Vater nicht mehr leben und ihr Zuhause nun hier ist. Sie reagieren mit Verzweiflung, werden wütend oder weinen. Für sie ist das, woran sie sich erinnern, aktuelle Realität. Wie würden Sie reagieren, wenn man Ihr Leben in Frage stellte? Versuchen Sie, sich einmal anhand einer konkreten Situation in Ihren demenzerkrankten Angehörigen hinein zu versetzen.

Gehen Sie auf die Gefühle Ihres demenzerkrankten Angehörigen ein

Ist Ihr demenzerkrankter Angehöriger unruhig und fragt ständig nach einem Ort oder einer Person, die nicht mehr lebt, gehen Sie auf seine Gefühle ein. Fragen Sie zum Beispiel, was er mit der Person in bestimmten Situationen erlebt hat und lassen Sie ihn erzählen. Möchte ihre Mutter nach Hause schlafen gehen, fragen Sie, was sie früher immer vor dem Schlafengehen gemacht hat (Vorlesen, Lieder singen etc.).

Führen Sie ihre Mutter währenddessen in ihr Pflegezimmer und bieten Sie ihr an, das Ritual aus der Kindheit zu übernehmen. Singen Sie – vielleicht gemeinsam – ein Abendlied oder lesen Sie eine beruhigende Geschichte vor. Auf diese Weise wird sie sich angenommen und verstanden fühlen.

Demenzerkrankte fühlen sich in neuer Umgebung nicht geborgen

Ähnlich beängstigend ist es für Demenzerkrankte, wenn sie in eine neue Umgebung kommen. Alle Gegenstände sind plötzlich an einem anderen Platz, alles sieht anders aus und die Menschen sind ihnen fremd. Denken Sie daran, wenn Sie Ihren Angehörigen zum Beispiel in eine Kurzzeit- und Nachtpflege geben. Das Gefühl der Geborgenheit ist plötzlich nicht mehr da. Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Angehöriger wieder nach Haus fahren möchte oder sich zu anderen Mitbewohnern ins Bett legt, um menschliche Nähe zu spüren.

Nehmen Sie vertraute Dinge mit in die fremde Umgebung

Die Einrichtung kann noch so schön sein, dennoch fühlt sie sich für den Demenzerkrankten zunächst fremd und damit bedrohlich an. Bleiben Sie die ersten Male eine Weile mit Ihrem Angehörigen dort, bis er sich eingewöhnt hat und auch die Pflegekräfte kennt. Achten Sie darauf, dass er möglichst immer das gleiche Zimmer bekommt und sich nicht ständig umgewöhnen muss. Auch das Pflegepersonal sollte auf die Bedürfnisse des Demenzerkrankten eingehen und ihn beruhigen können.

Nehmen Sie einige persönliche Dinge mit, die Ihrem Angehörigen vertraut sind. Das können alte Fotos sein, ein alter Teddy oder eine Decke, mit der er bei Ihnen Zuhause immer zugedeckt wird. So gewöhnt sich der Demenzerkrankte leichter an eine neue Umgebung.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 22.05.2015 aktualisiert.

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