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So helfen Sie Ihrem Angehörigen bei Depressionen im Alter

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Schwere Depressionen kommen bei älteren Menschen nicht so oft vor wie bei jüngeren Erwachsenen. Stattdessen häufen sich leichtere depressive Verstimmungen, vor allem bei Heimbewohnern. Welche Symptome deuten auf diese Störung hin und wie können Sie Ihrem Angehörigen helfen?

Symptome einer Altersdepression werden leicht verkannt

Die Merkmale einer depressiven Störung werden gerade bei älteren Menschen oft nicht richtig eingeordnet, da sie auch auf andere Erkrankungen hindeuten könnten. Manche Patienten klagen über Schmerzen oder haben Angst, krank zu werden. Andere verstecken ihre Emotionen und geben nicht zu, dass sie sich schlecht fühlen.

Symptome, die keine organische Ursache haben, lassen den Betroffenen schnell als Hypochonder dastehen oder eben als „nörgelnder Alter“. Lustlosigkeit und Erschöpfung, ständige Müdigkeit oder Unruhe, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust werden leicht als Begleiterscheinung des Alters ausgelegt.

Signale einer depressiven Verstimmung ernst nehmen

Wenn Sie einen älteren Angehörigen haben, der sich häufig oder ständig in negativer Stimmung befindet und nur noch auf den Tod wartet, nehmen Sie ihn ernst, denn er leidet vermutlich unter einer depressiven Verstimmung oder einer Depression.

Sätze wie „Ach, das lohnt sich nicht mehr für die paar Jahre, die ich noch lebe“ oder „Lange mache ich es sowieso nicht mehr“ sind typisch, vor allem, wenn es keinen gesundheitlichen Grund für die düsteren Selbstprophezeiungen gibt. Tun sie dies nicht als normale Alterserscheinung ab, sondern versuchen Sie, mit Ihrem Angehörigen darüber zu sprechen.

Den Arztbesuch gemeinsam vorbereiten

Vermeiden Sie es jedoch, den Betroffenen sofort mit der Diagnose „Depression“ zu konfrontieren. Fragen Sie behutsam nach den Beschwerden und ob bereits ärztliche Untersuchungen gemacht wurden. Ist bisher keine Diagnose bekannt, bieten Sie Ihrem Angehörigen an, ihn zum Arzt zu begleiten, um seine Symptome abklären zu lassen.

Machen Sie ihm deutlich, dass seine Beschwerden behandelt werden können, sodass er sich wieder besser fühlt. Möchte der Betroffene lieber allein zum Arzt gehen, stellen Sie gemeinsam eine Liste mit allen Beschwerden zusammen, denn beim Gespräch mit dem Arzt werden häufig wichtige Aspekte vergessen.

Unterstützen Sie Ihren depressiven Angehörigen

Kommt Ihr Angehöriger tatsächlich mit der Diagnose Depression und einem Rezept für ein Antidepressivum nach Hause, fühlt er sich vielleicht durch diese Diagnose stigmatisiert und traut sich nicht in die Apotheke. Möglicherweise kann er auch nicht nachvollziehen, warum seine körperlichen Beschwerden wie Schmerzen und Schlafstörungen Ausdruck einer depressive Verstimmung sein sollen.

Erklären Sie Ihrem Angehörigen, dass sich eine Depression nicht immer nur als tiefe Traurigkeit zeigen muss, sondern dass der Körper mitleidet, vor allem wenn man versucht, seine Verstimmung zu unterdrücken.

Wichtig bei depressiven Verstimmungen: soziale Kontakte pflegen

Hilfreich sind neben einer medikamentösen Therapie auch eine Psychotherapie und soziale Kontakte. Viele ältere Menschen kapseln sich von ihrer Umwelt ab, Freunde und Bekannte sind teilweise verstorben. Wenn dann noch der Antrieb fehlt, fällt es nicht leicht, neue Bekannte kennenlernen zu wollen. Nehmen Sie Ihren Angehörigen mit zu einem Kaffeekränzchen, einen Kneipenbesuch oder auf einen Ausflug, wo er Kontakt zu anderen Menschen bekommt.

Fühlt er sich durch die Medikation bereits wieder besser, sodass er von sich aus ausgehen mag, könnten Sie ihm zum Beispiel einen Gutschein für einen Kurs an der Volkshochschule schenken. Es sollte sich natürlich um ein Thema handeln, dass ihn interessiert. So kann Ihr Angehöriger selbst neue Verbindungen aufnehmen.

Licht hilft gegen depressive Verstimmungen

In der Winterzeit treten besonders leicht depressive Verstimmungen auf, weil die Tage recht kurz sind und oft nicht ausreichen, das Glückshormon Serotonin auszuschütten. Außerdem lassen Linse und Hornhaut des Auges mit zunehmendem Alter weniger Licht durch, daher lohnt sich der Kauf eines therapeutischen Lichtgeräts, das man täglich einsetzen kann, um die erforderliche Dosis Licht zu bekommen, vor allem morgens.

Abends sollte man das Gerät nicht verwenden, da es sonst den Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander bringt und den Schlaf stört. Die korrekte Benutzung des Geräts wird auch in den Gebrauchsanweisungen beschrieben.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Krankheiten

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