OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

So können Sie in der dritten Trauerphase helfen

Kostenlose Online-Pflegeschulungen nach § 45 SGB XI für pflegende Angehörige und ehrenamtlich Pflegende. Jetzt Kurs besuchen

Ihr Angehöriger hat einen geliebten Menschen verloren und Sie fühlen sich überfordert. Das Trauermodell von Psychologin Verena Kast unterteilt das Abschiednehmen vom Verstorbenen in verschiedene Phasen. Es kann Sie dabei unterstützen, die Art der Trauer zu erkennen, in der sich Ihr Angehöriger gerade befindet.

Suchen und Sich-Trennen: Die dritte Trauerphase

Ihr Angehöriger sucht nach dem Verlust des Partners oder Freundes unterbewusst nach ihm. Dies kann sich durch das Erinnern an gemeinsame Erlebnisse oder den Weg zu symbolischen Orten ausdrücken. Es kann vorkommen, dass Ihr Angehöriger Gewohnheiten des Verstorbenen übernimmt.

Das Trauern wird durch die Beschäftigung mit all diesen Gemeinsamkeiten erleichtert. Vielleicht führt Ihr Angehöriger auch in Gedanken Gespräche mit dem Toten. Dies kann einem Wunsch folgen, Ungeklärtes abzuschließen oder sich Rat zu holen, indem man das Wissen befragt, das man vom Verstorbenen hatte.

Die intensive Beschäftigung Ihres Angehörigen mit dem Toten löst in ihm eine Vielzahl von intensiven Emotionen aus – sowohl negative als auch positive. Die Phase des Suchens und des Ablösens führt später zum Instinkt, wieder zurück ins Leben zu finden und langsam mit der starken Trauer abzuschließen. Möglich ist jedoch auch, wenn der Verlust besonders nahegeht, dass der Wunsch sehr groß ist, in der Trauer zu verweilen. Dann kann diese Phase entsprechend länger andauern.

Von allen Trauerphasen ist diese dritte Phase diejenige, die sich am wenigsten zeitlich umreißen lässt. Das "Suchen" und Ablösen kann Wochen oder sogar Jahre andauern. Wenn Ihr Angehöriger das Gefühl hat, dass er viel vom Verstorbenen mitnehmen kann, fällt ihm der langsame Ablöseprozess vermutlich leichter.

So können Sie Ihrem Angehörigen helfen

Zeigen Sie Geduld, auch wenn Ihnen diese Phase des Abschiednehmens lang vorkommen mag. Stellen Sie sich darauf ein, dass die Art des Suchens lange anhalten und sehr unterschiedliche Formen im Verlauf dieser Zeit annehmen kann. Versuchen Sie diesen Prozess nicht zu beschleunigen, indem Sie Ihren Angehörigen dazu anregen, den Verlust zu akzeptieren. Sie dürfen Ihren Angehörigen jedoch unterstützen, wenn er aktives Interesse an einem Neuanfang als Abschluss dieser Trauerphase zeigt.

Lassen Sie Gespräche über den Verstorbenen und über gemeinsame Erlebnisse zu, ohne zu zensieren. Üben Sie sich in Geduld und hören Sie zu, auch wenn Sie die Geschichten bereits kennen sollten. Nehmen Sie Gefühle ernst, die bei diesen Erzählungen wieder an die Oberfläche treten können. Seien Sie offen, wenn Ihr Angehöriger von Fantasien erzählt, in denen der Verstorbene lebendig ist. Beteiligen Sie sich jedoch nicht selbst an dieser Vorstellung.

Wenn Ihr Angehöriger suizidähnliche Gedanken äußert, sollten Sie ihm besonders intensiv zur Seite stehen und diese Gefühle ernst nehmen.

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.03.2014 aktualisiert.

Kategorien: Trauerphasen

Kostenlose Pflegehilfsmittel

Nutzen Sie Ihren Anspruch auf kostenfreie Pflegehilfsmittel. Wir unterstützen Sie im gesamten Prozess. Schnell & unbürokratisch. Versandkostenfrei.
Jetzt informieren

Pflege-Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Schulungen für Pflegende

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

Unabhängige Pflegeberatung

Unsere Experten beantworten Ihnen alle Fragen rund um das Thema Pflege und die Pflegeversicherung.
Zur Pflegeberatung

Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.