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So lindern Sie die Nebenwirkungen einer Chemotherapie

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Haut- und Nagelveränderungen nach Krebstherapien können bis zu einem gewissen Maß beeinflusst werden. Dabei spielt das Beobachten und Erkennen von entsprechenden körperlichen Veränderungen eine wichtige Rolle, um gezielt prophylaktische Maßnahmen einleiten zu können.

Krebserkrankungen und Krebstherapien können Haut- oder Nagelveränderungen auslösen. Dafür gibt es verschiedene Ursachen. Diese lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  • Tumorbedingte Veränderungen (z.B. Tumore der Haut wie Melanome)
  • Therapiebedingte Veränderungen (z.B. durch chirurgische Eingriffe, Chemotherapie, Radiotherapie)
  • Infektionen (z.B. Herpes simplex oder Pilze)

Hautveränderungen nach einer Chemotherapie

Die Haut und Nagelzellen gehören zu den sich schnell teilenden Zellen, die mit Veränderung ihrer Struktur oder Farbe reagieren. Die Haut reagiert mit Rötung, Trockenheit verbunden mit Juckreiz. Eine Pigmentveränderung an Haut und Nägeln kann schon zwei bis drei Wochen nach Beginn der Therapie vorkommen, ist aber in der Regel nach Beendigung der Therapie innerhalb von zehn bis zwölf Wochen reversibel.

Oft kommt diese Nebenwirkung der Chemotherapie an mechanisch beanspruchten Hautregionen vor. Bei der Behandlung mit Hemmstoffen des EGFR (epithelial growth factor) kann es zu akneähnlichen Veränderungen kommen. Sie werden begleitet von Rötungen, Schuppung, Knötchenbildung und juckenden Pusteln, die eine Hauttrockenheit zur Folge haben.

Auch die Nägel werden während einer Chemotherapie in Mitleidenschaft gezogen. Sie können brüchig werden, sich verfärben, Längs-/Querrillen oder schmerzhafte Nagelbettentzündungen und Nagelablösungen entwickeln. Aber auch Fissuren an Fingern oder Fersen stellen ein Problem dar, da sie die Fingerfertigkeit und das Gehen beeinträchtigen.

Möglichkeiten gegen Nebenwirkungen einer Chemotherapie vorzugehen

Viele Probleme könnten durch das prophylaktische Tragen von eisgekühlten Handschuhen während der Chemotherapie vermieden werden. Dadurch wird die Blutzirkulation gesenkt und die Chemotherapie gelangt nicht bis zu den Spitzen. Das Auftragen von Nagellack mit Silikon – eine Woche vor Therapiebeginn jeden Abend – stärkt die Nägel.

Während der Therapie dürfen keine Kunstnägel aufgeklebt werden, ein festigender Nagellack wirkt jedoch positiv. Zudem müssen die Hände bei Arbeiten im Haus oder Garten mit Baumwollhandschuhen geschützt werden.

Bequeme Schuhe sind wichtig, damit kein Druck auf das Nagelbett entsteht. Die Nägel sollten stets kurz und grade geschnitten werden. Hände und Füße können zweimal pro Tag mit einer Feuchtigkeitscreme gepflegt werden, Lotionen mit Harnstoff eignen sich besonders.

Je nach Schwere der Haut- und Nagelveränderung muss diese mit kortison- oder antibiotikahaltigen Cremes oder Tabletten behandelt werden. Wichtig ist aber, jede Art von Nebenwirkungen der Chemotherapie und Veränderungen an Haut oder Nägeln dem Arzt anzuzeigen.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 06.03.2014 aktualisiert.

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