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So nutzen Sie die Reisberg-Skala

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Die Reisberg-Skala unterscheidet in sieben Grade der Demenz. Da die Einteilung auf Basis der Beobachtungen des Pflegenden und, wenn möglich, Befragung des Demenzkranken erfolgt, können Sie sie verwenden, um sich ein Bild von der Schwere der Demenz Ihres Angehörigen zu machen.

Mit Hilfe der Reisberg-Skala können Sie die Schwere einer Demenz einschätzen, sowie Verschlimmerungen und Verbesserungen erkennen. Es empfiehlt sich, den Test bei auffälligen Veränderungen oder alle halbe Jahre durchzuführen. Mit dem Test überprüfen Sie die Merkmale, die die einzelnen der sieben Demenzgrade aufweisen.

Die Reisberg-Skala: Demenzgrade nach Reisberg

Grad 1: Keine kognitiven Leistungseinbußen / kein Hinweis auf Gedächtnisdefizite

Merkmale: Keine

Grad 2: Sehr geringe kognitive Leistungseinbußen

Merkmale Trifft zu?
Vergessen von z.B. früher gut erinnerten Namen oder wo sich Gegenstände befinden
Vergesslichkeit wird anderen Gründen zugeordnet (bspw. Stress)
Nur der Betroffene selbst bemerkt die Veränderungen
Er klagt über seine Vergesslichkeit
Keine Defizite in Beruf oder sozialem Umfeld spürbar
Allgemein normales Verhalten

Die kleinen Defizite der Demenz 2. Grades nach der Reisberg-Skala gelten noch als normal.

Grad 3: Geringe kognitive Leistungseinbußen – leichte Demenz

Merkmale Trifft zu?
Sie bemerken geistige Einbußen bei dem Betroffenen, die er verleugnet und vertuscht.
Eindeutige Defizite in mehr als einem der folgenden Bereiche:
Der Betroffene findet sich an fremden Orten nicht zurecht.
Das soziale Umfeld bemerkt Wortfindungsstörungen und Probleme, sich an Namen naher Bekannter zu erinnern.
Der Betroffene kann nur einen geringen Teil eines gelesenen Textes behalten.
Der Betroffene kann sich neue Namen schlecht merken.
Er verlegt oder verliert Wertgegenstände.
Die Verleugnung der Defizite ist von leichter Angst begleitet.

In diesem Stadium empfinden Erkrankte die Veränderung, die mit ihnen vorgeht, als sehr beängstigend. Nach der Diagnose sind Ängste und Depressionen Teil dieses Stadiums.

Grad 4: Mäßige kognitive Leistungseinbußen – leichte bis mittelschwere Demenz

Merkmale Trifft zu?
Der Demenzkranke hat deutliche Einbußen in folgenden Bereichen:
Erinnern aktueller / kurz zurückliegender Ereignisse und / oder
der eigenen Biografie
Konzentration beim Rechnen
Orientierung an fremden Orten
Umgang mit Geld
Der Erkrankte kann zunehmend keine komplexen Aufgaben mehr bewältigen
Er verleugnet seine Defizite massiv.
Er vermeidet Situationen, die besondere Anforderungen an ihn stellen.

 

In diesem Stadium bestehen oft noch keine Ausfälle bei der Orientierung zu Zeit und Person. Der Demenzkranke findet sich an bekannten Orten zurecht und erkennt vertraute Personen wieder.

Grad 5: Mittelschwere kognitive Leistungseinbußen – mittelschwere Demenz

Merkmale Trifft zu?
Der Demenzkranke zeigt deutliche Einbußen:
Er braucht fremde Hilfe um zurechtzukommen.
Er kann sich kaum an relevante Dinge des eigenen Lebens erinnern.
Er vergisst Namen von Angehörigen, Adressen oder oft genutzte Telefonnummern.
Er ist zu Ort und Zeit nicht mehr orientiert.
Rechenaufgaben kann er nicht / nur fehlerhaft durchführen.
Er hat Schwierigkeiten, sich situationsangemessen zu kleiden (zur Temperatur, zum Anlass…).

 

Der Demenzkranke hat deutliche Defizite, erinnert sich in Grad 5 nach der Reisberg-Skala aber noch an den eigenen Namen und den des Ehepartners. Bei Mahlzeiten oder Toilettengang benötigt er keine Hilfe.

Grad 6: Schwere kognitive Leistungseinbußen – mittelschwere bis schwere Demenz

Merkmale Trifft zu?
Der Demenzkranke hat deutliche Einbußen:
Kein Kurzzeitgedächtnis mehr (vergisst gerade Gesagtes schnell wieder)
Er hat seine Biografie fast komplett vergessen.
Er erkennt die Jahreszeiten nicht mehr.
Verlust der Fähigkeit zu zählen (von 10-1, manchmal auch von 1-10).
Zunehmende Inkontinenz
Veränderung der Persönlichkeit, Gefühlsstörungen treten in den Vordergrund.
Eventuelle Beeinträchtigungs- und Verfolgungsgedanken (einschließlich Anschuldigungen gegen Dritte).
Eventuell Entwicklung von Zwangssymptomen (beispielsweise ruft er immer das Gleiche)
Gefühle wie Angst und Unruhe nehmen zu, der Kranke schlägt nach anderen.
Absichten können nicht mehr umgesetzt werden, d.h. der Demenzkranke vergisst sein Vorhaben bevor er es umsetzen kann.

 

Grad 7: Sehr schwere kognitive Einbußen – schwere Demenz

Merkmale Trifft zu?
Der Demenzkranke ist vollständig auf Hilfe angewiesen.
Er kann kaum noch sprechen, teilweise wiederholt er einzelne Wortsilben singend oder rufend.
Verlust grundlegender psychomotorischer Fähigkeiten, d.h. er kann nicht mehr laufen, später nicht mehr aufrecht sitzen. Teilweise treten Krampanfälle auf.

 

Wenn die meisten Merkmale eines Schweregrades nach der Reisberg-Skala nach Ihrer Beobachtung bei einem Demenzkranken zutreffen, können Sie die Demenzerkrankung diesem Schweregrad zuordnen. Im Normalfall bemerken Angehörige eine Demenz erst ab Schweregrad 3.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz Test

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