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So unterscheiden sich Demenz und Delir voneinander

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Von einem akuten Delir betroffene Personen haben Ausfallerscheinungen wie Gedächtnisstörungen, verringerte Auffassungsgabe, Bewusstseinstrübungen, Denkstörungen, Antriebssteigerung oder -minderung und Wahrnehmungsveränderungen. Bei Menschen mit Demenz sind diese Symptome oft schon vorhanden. Bei einem akuten Delir verstärken sie sich, werden oft aber fälschlicherweise als Fortschreiten der Demenz gedeutet.

Beobachten Sie den Demenzkranken genau
Für den Beroffenen ist es lebenswichtig, dass die Umwelt die Zeichen richtig deutet. Hierbei kommt es vor allen Dingen bei Menschen mit Demenz darauf an, dass Sie das akute mit dem alltäglichen Verhalten vergleichen. Ihre Beobachtungen müssen Sie genau schildern, damit machen Sie es dem Arzt leichter gezielt nach Ursachen zu suchen.

Diese Symptome sprechen eher für ein Delir und weniger für ein Fortschreiten der Deme

Eintritt

plötzlich, häufig nachts

Dauer

Stunden oder Tage (bis Wochen)

Rückbildung / Heilung

Rückbildung / Heilung

Tagesverlauf

schwankende Ausprägung der Symptome im Tagesverlauf, teilweise sogar zwischenzeitlich ohne Symptome, Gesamtzustand verschlechtert sich zunehmend,
Verschlimmerung tritt häufig nachts ein

Aufmerksamkeit

plötzlich stark reduziert

Konzentrationsfähigkeit

plötzlich eingeschränkt

Orientierung

beeinträchtigt, vor allem zeitlich

Schlaf- / Wachrhythmus

gestört oft Schlaflosigkeit nachts und Schläfrigkeit tagsüber

Aktivitätsniveau

hyperaktiv oder apathisch

Verhalten

Handlungen erscheinen unsinnig

Diese Symptome sprechen für eine Demenz

Eintritt

Schleichender Beginn, bei Alzheimer Demenz: Langsam fortschreitend mit zwischenzeitlichen Stilständen; vaskuläre /gefäßbedingte Demenz: oft mit wechselhaftem Verlauf

Dauer

Jahre

Rückbildung / Heilung

chronisch

Tagesverlauf

Im Tagesverlauf ist der Zustand weitgehend konstant.
Schwankungen im Tagesverlauf vorhanden, aber selten unbekanntes Verhalten

Aufmerksamkeit

anfangs unbeeinträchtigt, mit Verlauf der Erkrankung stärker

Konzentrationsfähigkeit

reduziert sich schleichend

Orientierung

kann unbeeinträchtigt sein, lässt langsam nach

Schlaf- / Wachrhythmus

nächtliche Verwirrtheit tritt zyklisch auf
Wechsel im Tag Nacht Rhythmus beginnt schleichend

Aktivitätsniveau

Räumen, Umherwandern, in Gesellschaft dösen

Verhalten

Handlungen sind oft nachvollziehbar, wenn der Fähigkeitsverlust durch das nachlassende Langzeitgedächtnis berücksichtigt wird.

Ist die an Demenz erkrankte Person in ihrem Verhalten deutlich anders als sonst, sollten Sie den Verlauf genau beobachten. Bleiben die beunruhigenden Auffälligkeiten über mehrere Stunden, informieren Sie zur Vorsicht den Arzt zur Abklärung der Ursachen. Ist ein akutes Delir vorhanden, ist das ein medizinischer Notfall.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.03.2014 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz Symptome

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Demenz

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