So vergleichen Sie private Pflegezusatzversicherungen

Erhalten Sie in unserem Online-Pflegekurs Unterstützung, Information und persönlicher Beratung von Experten.

Die Pflegeversicherung als Pflichtversicherung reicht im Allgemeinen nicht aus, um ausreichend versorgt zu sein, wenn Sie oder ein Angehöriger zum Pflegefall werden. Es ist daher in vielen Fällen ratsam, eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen, um ausreichende Leistungen zu bekommen.

Vorerkrankungen lassen Beiträge steigen

Allerdings sollten Sie nicht dem ersten Versicherungsmakler vertrauen, sondern einige Angebote vergleichen. Es gibt bedeutende Unterschiede, die sich nicht nur im Leistungsumfang, sondern auch auf Ihrem Konto bemerkbar machen.

Zum einen müssen Sie bedenken, dass die Versicherungen bevorzugt junge Menschen annehmen und sie mit günstigen Tarifen anlocken. Häufig bestehen hier keine oder kaum Vorerkrankungen und die Versicherten können über einen langen Zeitraum einzahlen. Sind Sie hingegen schon im mittleren oder hohen Alter, müssen Sie davon ausgehen, dass die monatlichen Beiträge höher werden.

Tagegeldtarife sind flexibel

Generell sollten Sie sich im Vorfeld überlegen, wie Sie später gepflegt werden möchten. Sie können so besser entscheiden, welches Angebot für Sie in Frage kommt. Sind Sie sich noch unsicher, sind eventuell Tagegeldtarife für Sie passend. Sie schließen hier einen Vertrag ab und erhalten im Pflegefall pro Tag einen bestimmten Satz, über den Sie frei verfügen können. Sie können diesen Beitrag sowohl für die Pflege im Heim als auch für die Betreuung durch ambulante Pflegedienst oder Angehörige einsetzen.

Pflegekostentarif für die Differenz

Schließen Sie einen Pflegekostentarif ab, wird Ihnen bei einem guten Vertrag die Differenz zwischen den Pflegekosten und den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung erstattet. Diese Differenz kann durchaus hoch sein.

Ist eine Unterbringung in einem Pflegeheim geplant, stehen Ihnen beispielsweise bei der Pflegestufe 2 Sachleistungen der Pflegeversicherung bis zu 1.279 Euro zu. Von diesem Betrag werden allerdings nur die medizinische Versorgung, die Grundpflege und die soziale Betreuung im Pflegeheim bezahlt.

Hohe "Hotelkosten" ohne Zusatzversicherung

Aus eigener Tasche müssten Sie die Kosten für die Unterbringung und Verpflegung bezahlen; man spricht von den sogenannten Hotelkosten. Zwar sind diese Kosten von Pflegeheim zu Pflegeheim unterschiedlich hoch, Sie können jedoch davon ausgehen, dass der gleiche Betrag noch einmal fällig wird. In diesem Fall wäre es etwa zusätzlich 1.300 Euro. Noch teurer wird, wenn Sie in einem Einzelzimmer schlafen möchten oder andere Sonderleistungen wünschen. Durch den Pflegekostentarif können Sie die Differenz möglichst gering halten.

Welchen Beitrag kann man sich leisten?

Natürlich müssen Sie bei Ihrem Vergleich im Auge behalten, welche Leistungen Sie sich im Falle eines Falles wünschen und welche Ausgaben Sie sich monatlich leisten können. Denken Sie nicht kurzfristig, wenn Sie ein Angebot erhalten. Können Sie 50 Euro monatlich auch dann bezahlen, wenn Sie einmal arbeitslos werden? Wenn nicht, kann die Bezahlung dann pausieren oder verlieren Sie Ihren Versicherungsschutz? Vielleicht stehen Sie aber auch in einigen Jahren finanziell besser da. Dann sollten Sie die Möglichkeit haben, ohne eine erneute Gesundheitsprüfung Ihre Beiträge zu erhöhen.

Guter Service der Versicherung hilfreich

Eine gute Pflegezusatzversicherung muss aber nicht teuer sein, wie Stiftung Warentest im April 2013 herausgefunden hat. Achten Sie bei Ihren Vergleichen neben Beiträgen und Leistungen auf zusätzliche Punkte:

  • Ist die Hotline kostenlos erreichbar? Haben Sie Fragen, die schwer zu klären sind, können hier sonst hohe Kosten entstehen.
  • Sind die Mitarbeiter der Hotline gut zu erreichen und helfen Ihnen schnell sowie freundlich?
  • Ist die Versicherung auch per E-Mail zu erreichen? In diesem Punkt hat Stiftung Warentest besonders häufig Mängel festgestellt.
  • Ist die Homepage übersichtlich aufgebaut und werden Ihnen dort zahlreiche Informationen geliefert?

Wir klären Sie auf was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 05.02.2015 aktualisiert.

Bewerten Sie diesen Artikel

So vergleichen Sie private Pflegezusatzversicherungen 5,00 von 5 Sternen. 1 Stimmen


Versicherung & Finanzen


Pflege Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte


Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar



Wir klären Sie kostenlos auf,
was im Pflegefall zu tun ist!

Jetzt informieren!

Mehr zum Thema

Pflegezusatzversicherung: Gut versorgt im Pflegefall

Im Alter gut versorgt zu sein, ist sehr wichtig. Besonders bei steigender Lebenserwartung. Doch die Kosten bei einer Pflegebedürftigkeit können schnell ins Unermessliche wachsen.… Artikel lesen ›

So erkennen Sie die Unterschiede der Pflegezusatzversicherungen

Interessieren Sie sich für eine Pflegezusatzversicherung, damit Sie finanziell abgesichert sind, werden Sie wahrscheinlich von den vielen Angeboten der Versicherungsunternehmen verwirrt sein. Im Wesentlichen… Artikel lesen ›

Lohnt es sich, eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen?

Schon heute ist es so, dass die Pflegepflichtversicherungen der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung kaum ausreichen, um ausreichend versorgt zu sein. Es wird daher generell… Artikel lesen ›

Ähnliche Kurse

Pflegezusatzversicherung: Gut versorgt im Pflegefall

So erkennen Sie die Unterschiede der Pflegezusatzversicherungen

Lohnt es sich, eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen?

Pflegebahr: Nützlich oder unsinnig?

Private Pflegezusatzvorsorge abschließen

Private Pflegeversicherung

Jeder möchte im Pflegefall möglichst gut abgesichert sein. Deshalb stellt sich schnell die Frage, ob eine private Pflegezusatzversicherung lohnenswert wäre. Seit 2013 wird die Pflegetagegeldversicherung ("Pflege-Bahr") sogar staatlich gefördert. Damit auch Sie im Pflegefall bestens versichert sind, haben wir Ihnen einige Artikel zu dem Thema private Zusatzversicherungen zusammengetragen.

Alle Beiträge zum Thema ›

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.