So viel kostet die individuelle Pflege

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Müssen Sie einen pflegebedürftigen Menschen in fremde Hände geben, weil Sie selbst die Pflege nicht mehr übernehmen können, sind Sie sicherlich auf der Suche nach einem Anbieter, der Ihren Angehörigen genauso persönlich betreut, wie Sie es getan haben. Sie haben hier unterschiedliche Möglichkeiten, die verschiedene Kosten mit sich bringen.

Betreuung fest anstellen

Sie können eine Hilfskraft zum Beispiel über die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit engagieren und fest anstellen. Dies ist seit Mitte 2011 erlaubt. Allerdings ist diese Variante relativ teuer: Da Sie beziehungsweise Ihr Angehöriger eine Unfallversicherung abschließen und Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen, fällt der monatliche Lohn relativ hoch aus.

Ein Mindestlohn sichert den Hilfskräften zu, dass sie nicht ausgebeutet werden. Problematisch kann es werden, wenn Ihre Hilfskraft ihren zustehenden Urlaub nimmt oder unerwartet erkrankt. Dann müssen Sie schnell eine Ersatzkraft finden.

Arbeitszeitgesetz schützt den Angestellten

Notwendig kann eine zweite Kraft werden, wenn Ihr Angehöriger länger als acht Stunden am Tag eine Betreuung benötigt. Das Arbeitszeitgesetz schützt mit dieser Regelung die Arbeitnehmer. Der Vorteil ist allerdings, dass die Betreuungskraft im Haus einziehen kann und so ständig erreichbar ist. Doch auch hier müssen Sie das Arbeitszeitgesetz beachten. Für diese Variante sollten Sie monatlich ungefähr 2.600 Euro einplanen, wenn die Betreuung ein Zimmer in Haus oder Wohnung erhält.

Selbstständige Helfer engagieren

Die Abgaben für Unfallversicherung, Sozialversicherungsbeiträge und die Unterkunft sparen Sie, wenn Sie eine Selbstständige beschäftigen. Allerdings wird es hier schwer, eine Kraft zu finden, die acht Stunden täglich oder mehr für Ihren Angehörigen zur Seite steht. Sie muss mindestens für zwei Arbeitgeber tätig sein, da sonst schnell der Verdacht aufkommt, dass sie scheinselbstständig arbeitet.

Auch Sie würden sich in diesem Fall strafbar machen. Diese Form der individuellen Pflege ist aber gut geeignet, wenn Sie täglich nur für einige Stunden eine Betreuung suchen und die Pflegekraft keine Probleme hätte, für mehrere Kunden zu arbeiten.

Ausländische Betreuung vermitteln

Eine dritte Variante finden Sie in Vermittlungsagenturen, die ausländische Betreuungshilfen nach Deutschland vermitteln. Die Betreuungskraft zahlt dann Steuern in ihrem Heimatland. Je nach Qualifikation ist dies ab ungefähr 1.200 Euro pro Monat möglich. Allerdings ist es diesen Betreuungskräften nicht erlaubt, medizinische Handlung durchzuführen. Für diesen Zweck müssen Sie zusätzlich einen ambulanten Pflegedienst engagieren, was mit weiteren Kosten verbunden ist.

Durch Pflegegeld Kosten sparen

Generell erhalten Sie bei den genannten Varianten Pflegegeld, wenn Ihr Angehöriger einer Pflegestufe zugeordnet ist. Ist er in der Pflegestufe 1 zugeordnet, bekommen Sie 235 Euro monatlich (mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz 305 Euro), in der zweiten Pflegestufe 440 Euro (mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz 525 Euro). Befindet er sich in der Pflegestufe 3, gibt es 700 Euro monatlich. Sollte Ihr Angehöriger noch nicht so viel Hilfe benötigen, dass er eine Pflegestufe benötigt, aber durch beispielsweise eine Demenz eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz besitzen, gibt es die Möglichkeit auch Pflegegeld zu erhalten. Dieses beträgt monatlich 120 Euro und wird häufig als Pflegestufe 0 bezeichnet.

Auf keinen Fall sollten Sie eine Betreuungskraft schwarz beschäftigen, um Geld zu sparen. Sie machen sich dadurch strafbar.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.04.2015 aktualisiert.

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