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Spaziergang von Demenzkranken: nützliche Tipps

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Demenzkranken Menschen fehlt es oft an Orientierung. Das hält Ihren Angehörigen jedoch nicht davon ab, spazieren zu gehen und frische Luft zu schnappen. Dieser orientierungslose Spaziergang birgt jedoch einige Gefahren. Daher sollten Sie als pflegender Angehöriger einiges beachten, um den Gefahren des „Spaziergangs“ bei einem Demenzkranken vorzubeugen.

Als pflegender Angehöriger von einer demenzkranken Person haben Sie gleichzeitig das Betreuungsrecht aber auch die Betreuungspflicht. Vor allem Demenzkranke verlaufen sich häufig nach einem Spaziergang und finden nicht zurück nach Hause. Oft verständigen Angehörige die Polizei und melden ihren Angehörigen als vermisst.

Im schlimmsten Fall wird der Angehörige nach langem Suchen nicht gefunden. Vor allem im Winter ist Ihr Angehöriger dann großen Gefahren ausgesetzt. Dämmen Sie die Risiken des "Weglaufens" oder "Spazierengehens" von Anfang an ein.

Rund-um-die-Uhr-Betreuung nicht möglich
Grundsätzlich gilt: Sie können nicht rund um die Uhr darauf achten, dass sich Ihr demenzkranker Angehöriger nicht unbemerkt aus dem Staub macht. Es sei denn, Sie verschließen Türen und Fenster – damit rauben Sie Ihrem Angehörigen aber auch die nötige Freiheit. Sie als pflegende Person sollten versuchen, die Möglichkeiten des Weglaufens und Spazierengehens einzudämmen, ohne dass Ihr Angehöriger sich seiner Freiheit beraubt fühlt.

Beugen Sie den Fluchtversuchen vor
Das A und O bei der Pflege eines demenzkranken Menschen ist die Beobachtung. So sollten Sie beobachten, zu welchen Zeiten Ihr Angehöriger das Haus verlassen möchte. Handelt es sich hierbei um eine Regelmäßigkeit, so können Sie dem Spaziergang-Drang vorbeugen. Planen Sie bewusst zu diesen Uhrzeiten andere Aktivitäten ein: Ein Rommé-Spiel, ein Kaffeekränzchen oder eine Lesestunde.

Wenn der Patient sich nicht wohl fühlt
Oft wird aus dem harmlosen Spaziergang aber auch ein Drang zur Flucht. Das geschieht vor allem dann, wenn der Patient sich an dem Ort nicht mehr wohlfühlt. Daher ist es Ihre Aufgabe, für ein heimisches und wohliges zu Hause zu sorgen. Denn wenn Ihr Angehöriger sich in seinem Pflegezimmer wohlfühlt, dann hat er auch nicht mehr das Bedürfnis Reißaus zu nehmen.

Wichtig ist weiterhin, dass viele Menschen in Ihrer Umgebung von der Weglauftendenz Ihres Angehörigen wissen. Bei dieser Weglauftendenz handelt es sich aber auch häufig um eine Hinlauftendenz. Das bedeutet, dass Ihr Angehöriger eine ganz bestimmte, für ihn sinnvolle Unternehmung plant. Deswegen macht er sich auf zu einem „Spaziergang“. Informieren Sie Nachbarn, Betreuer und die restlichen Familienmitglieder über diese Vorliebe.

Empfehlenswert ist außerdem, die Adresse Ihres Angehörigen an seiner Kleidung (im Etikett des Pullovers, in den Jackentaschen oder in der Handtasche) anzubringen. Wird Ihr Angehöriger von fremden Menschen (beispielsweise der Polizei) gefunden, erinnert er sich womöglich nicht an seine Adresse oder den Weg zurück. Mithilfe des eingenähten Etiketts wird Ihr Angehöriger schnell wieder sicher nach Hause gebracht.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 24.03.2014 aktualisiert.

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