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Sterbebegleitung – ein wichtiges Thema

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Was heißt Sterben? Man spricht von Sterben, wenn die Lebensfunktionen langsam erlöschen. Der Tod tritt ein, wenn die lebenswichtige Körperorgane und deren Funktion wie Herz-Kreislauf-System, die Atmung sowie die Hirnfunktion aufhören zu arbeiten. Sterbebegleitung heißt, einem Menschen in seiner letzten Lebensphase zu begleiten.

Die Begleitung und Pflege Sterbender ist eine der schwersten und intensivsten Aufgaben Pflegender. Dass das Sterben zum Leben gehört wie die Geburt, fällt vielen Menschen schwer, als Tatsache zu akzeptieren. Sterbebegleitung ist deshalb auch kein Thema, über das gerne gesprochen wird.

Ablauf der Sterbebegleitung ist individuell verschieden
Das Sterben und der Tod kann plötzlich aber auch vorhersehbar passieren und löst bei vielen Menschen, die davon betroffen sind, unterschiedliche Reaktionen und Gefühle aus: Angst, Trauer, Wut oder Hilflosigkeit. Die Sterbebegleitung kann sehr unterschiedlich erfolgen und wird nicht nur durch die familiäre Situation, sondern auch durch religiöse, gesellschaftliche sowie kulturelle Einstellungen und durch das individuelle persönliche Erleben geprägt.

Sterben ist oft ein langer Weg. Auf diesem Weg legen Sterbende verschiedene Wegstrecken zurück. Bei der Sterbebegleitung hilft es, sich diese Stationen vor augen zu führen.

Die erste entscheidende Wegstation ist die Wahrheitsvermittlung: Der Todkranke erfährt von der Ausweglosigkeit seiner Situation. Eine gute Hilfe über das Denken und Fühlen von Sterbenden und den Umgang mit Sterbenden bietet das Phasenmodell von der Sterbeforscherin Frau Kübler-Ross (2004). Sie hat aufgrund eingehender Beobachtungen und Gespräche fünf Phasen des Sterbevorgangs beschrieben:

→ 1. Phase Das Nichtwahrhabenwollens

→ 2.Phase Auflehnung

→ 3.Phase Verhandeln mit dem Schicksal

→ 4.Phase Depression und Mutlosigkeit

5.Phase Annahme und Bejahung des Todes

Nicht jeder Sterbevorgang verläuft in den beschriebenen Stadien. Nicht jeder Sterbende durchlebt sie in dieser Reihenfolge, und nicht alle erreichen das letzte Stadium. Rituale helfen bei der Sterbebegleitung in Beziehung zum Sterbenden zu bleiben und ihm auch ohne Worte Gefühle mitzuteilen.

Bei der Sterbebegleitung körperliche Präsenz zeigen
Allein durch seine Anwesenheit, dem Körperkontakt durch Handhalten oder in den Arm nehmen, zeigt der Partner, Angehörige oder Freund dem Sterbenden seine Zuneigung. Er signalisiert diesem, dass der nicht alleingelassen wird und seinen Zustand nichts an den Gefühlen ändert, sondern er so akzeptiert wird, wie er jetzt ist. Durch diese Zeichen der Nähe und Akzeptanz entsteht Raum, über die jeweiligen Gefühle zu sprechen.

Auf der anderen Seite bleibt dem Angehörigen damit die Möglichkeit, beim Rückzug des Sterbenden mit diesem in Verbindung zu bleiben. Angehörige bekommen mit diesen Ritualen die Möglichkeit diesen Lebensabschnitt aktiv zu gestalten und gemeinsam zu erleben. Sie können trotz aller Trauer auch positive, intensive Gefühle und Erfahrungen erleben. Diesen Lebensweg genau so mit dem Sterbenden gelebt zu haben, kann auch für den Partner und die Familie als Bereicherung empfunden werden.

Das sollten Sie bei der Sterbebegleitung beachten :

  • Durchführung der täglichen Körperpflege richtet sich nach dem Wohlbefinden des Sterbenden und ist mit großer Sorgfalt und Behutsamkeit zu verrichten.
  • Besonders ist auf die Mundpflege zu achten, da es infolge einer Mundatmung und einer reduzierten Speichelbildung zu rissigen Lippen und Borkenbildung kommen kann. Eine Unterstützung der Atmung kann durch eine entsprechende Lagerung sowie ein angenehmes Raumklima erzielt werden.
  • Wenn die Nahrungsaufnahme (fester, breiiger oder flüssiger) Form nicht mehr möglich ist, werden nur noch Mundhöhle und Lippen befeuchtet sowie Flüssigkeit kann über eine Sonde oder Infusion zugeführt werden.
  • Eine angemessene Dosierung geeigneter Medikamente kann zu einem weitgehend schmerzfreien Zustand bei relativem Bewusstsein führen. Somit wird ein Stück Lebensqualität für den Sterbenden erhalten.
  • Besteht der Wunsch, Angehörige oder Freunde, einen Notar (zu rechtsgültigen Niederschrift des letzten Willens) oder Seelsorger zu sehen, so ist dieses unbedingt zu erfüllen.
  • Typische Anzeichen, die einen nahenden Tod andeuten, können motorische Unruhe, Angst, Beklommenheit, niedriger Pulsschlag, rascher Blutdruckabfall, kalter Schweiß, blasse oder marmorierte Haut, blaue Flecken an Hände und Füßen sowie stockende und ausbleibende Atmung sein. Wenn die Atmung und Herzschlag ganz aussetzen, kann man davon ausgehen, dass der Betroffene verstorben ist. Jetzt ist der Augenblick gekommen, den Zeitpunkt des Todes festzuhalten und den Hausarzt zu benachrichtigen.
  • Nach der offiziellen Feststellung des Todes durch den Arzt, wird der Verstorbene im Bett gerade hingelegt, die Augenlider werden sanft geschlossen und der Mund wird, mit Hilfe von einem nicht zu straff um Kinn und Scheitel gebundenen Tuch, geschlossen. Die Hände werden auf die Brust gelegt. Bettdecke und Kopfkissen werden entfernt und der Verstorbene wird mit einem Tuch abgedeckt. Normalerweise wird ein Bestattungsinstitut beauftragt, das nun die erforderlichen weiteren Schritte veranlasst.
  • Das Standesamt muss spätestens am darauf folgenden Tag benachrichtigt werden. Folgende amtliche Unterlagen wie Totenschein, Familienstammbuch oder Geburtsurkunde, Personalausweis (bei Geschiedenen die letzte Heiratsurkunde) werden für die verschiedenen Behördenangelegenheiten benötigt.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 17.03.2014 aktualisiert.

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