OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Tipps für Demenzkranke mit visuellen Wahrnehmungsstörungen

Erhalten Sie in unserem Online-Pflegekurs Unterstützung, Information und persönlicher Beratung von Experten.

Visuelle Wahrnehmungsstörungen entstehen bei vielen Demenzkranken im späten Stadium. Sie sehen zum Beispiel unscharf, sind lichtempfindlich und erkennen die Gegenstände nicht mehr. Durch Fehleinschätzungen kommt es leicht zu Ängsten und Unfällen. Wie können Sie diese vermeiden?

Wie Sie Angst und Verwirrung bei Demenzkranken reduzieren

Durch schlechtes Sehen und Erinnerungslücken können Demenzkranke viele Gegenstände nicht mehr erkennen. Dunkle Stellen und bunte Muster im Wohnbereich machen ihnen Angst, zu helles Licht blendet. Die Folge: Sie reagieren falsch und geraten in Aufregung. Mit den folgenden Tipps können Sie diese Probleme reduzieren oder sogar ganz vermeiden.

Spiegelnde Flächen irritieren Demenzkranke

Entfernen Sie Spiegel oder spiegelnde Flächen. Menschen mit einer fortgeschrittenen Demenz erkennen sich selbst meistens nicht mehr, da sie sich nicht als der alte Mensch wahrnehmen, der sie mittlerweile geworden sind. Sie empfinden sich als junger Mann oder junges Mädchen. Die Person im Spiegel ist ihnen fremd und löst leicht Irritationen oder Angst aus.

Achten Sie auf matte Bodenbeläge. Hoch glänzende Fliesen oder Marmor können den Eindruck erwecken, dass Wasser auf dem Boden steht. Demenzkranke werden es vermeiden, darüber zu laufen oder sehr unsicher gehen. Die Sturzgefahr steigt.

Bunte Muster können beängstigende Fantasien auslösen

Entfernen Sie Teppiche mit bunten Mustern. Dunkle Stellen auf dem Fußboden vermitteln den Eindruck von tiefen Löchern und wirken so bedrohlich. Genauso können Vorhänge mit großen bunten Mustern beängstigende Fantasien oder Wahnvorstellungen hervorrufen. Besser geeignet sind einfarbige Vorhänge in klaren Farben. Verwenden Sie für den Tisch dezente Tischdecken, Servietten und Tisch-Sets. Muster mit Lebensmitteln oder Blumen können verwirren und von der Mahlzeit ablenken. So kann es passieren, dass eine demenzkranke Person in die Serviette beißt oder versucht, die Blumen auf der Tischdecke zu pflücken.

Vermeiden Sie Reizüberflutung im Zimmer und auf dem Tisch

Stellen Sie so wenig wie möglich in Reich- und Sichtweite des Demenzkranken. Wichtige können nicht mehr von unwichtigen Dingen unterschieden werden, es entsteht eine Reizüberflutung. Alles erscheint gleichwertig, ein Demenzkranker wird nicht nach dem Trinkbecher greifen, selbst wenn er Durst hat. Achten Sie dennoch auf ausreichende Kontraste. Milchreis auf einem weißen Teller, der auf einer weißen Tischdecke platziert ist, wird nicht als Mahlzeit erkannt. Ein weißer Toilettendeckel auf einer weißen Toilettenschüssel in einem weiß gefliesten Bad erschwert es einer demenzkranken Person, die Toilette zu finden.

Wir klären Sie auf, was im Pflegefall zu tun ist! Jetzt informieren!

Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 08.04.2015 aktualisiert.

Schlagwörter: , ,

Kategorien: Demenz

Bewerten Sie diesen Artikel

Tipps für Demenzkranke mit visuellen Wahrnehmungsstörungen
Vielen Dank.


Wir klären Sie kostenlos auf,
was im Pflegefall zu tun ist!

Jetzt informieren!


Pflege Newsletter

– 100 % kostenlos
– jederzeit kündbar
– keine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte

Fachbegriffe erklärt

Das Glossar erläutert alle wichtigen Fachbegriffe zur Pflege auf einfache und verständliche Art. Zum Glossar

Inhalte der Online-Pflegekurse

Informieren Sie sich hier über die Inhalte der Online-Pflegekurse für die Pflege Angehöriger. Jetzt informieren

Demenz

Demenz

Demenz ist Oberbegriff für Erkrankungen des Gehirns, die vorwiegend im Alter auftritt. Sie beeinträchtigt unter anderem das Gedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache, Motorik, Orientierung, aber auch die Gemütslage und die sozialen Fähigkeiten.

Alle Beiträge zum Thema ›

OK

Wir benutzen Cookies, um unseren Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Außerdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.