Tipps für die Pflege bei Inkontinenz

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Bei Inkontinenz können sowohl Blase als auch Darm nicht mehr gesteuert werden. Damit die Pflege für Sie angenehmer und einfacher wird, erhalten Sie hier Tipps, welche Maßnahmen und Hilfsmittel Ihnen die Arbeit erleichtern und dem Pflegebedürftigen Hauterkrankungen erspart bleiben.

So beugen Sie verschmutzten Möbeln und Böden vor

Statten Sie Bett und Sitzmöbel mit Bettschutzeinlagen aus. Achten Sie darauf, dass im Bett und auf dem Sitzplatz Ihres Angehörigen wasserdichte, feuchtigkeitsaufsaugende Unterlagen liegen. Nur ein Handtuch reicht nicht aus, da es schnell durchweicht, wenn etwas daneben geht. Sie können übrigens monatlich 40 Euro für „zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel“ von der Pflegekasse bekommen. Sprechen Sie mit Ihrem Sanitätshaus.

Statten Sie die Wohnung mit leicht zu reinigenden Bodenbelägen aus. Es wird immer wieder mal etwas verschmutzt werden. Laminat, PVC oder Fliesen lassen sich besser reinigen als Teppiche oder Teppichböden.

Intimbereich sorgfältig pflegen

Häufige Nässe oder scharfer Stuhlgang führen schnell zu Hautreizungen. Daraus kann sich leicht eine schmerzhafte Pilzinfektion entwickeln. Waschen Sie den Intimbereich gründlich mit warmem Wasser ab. Verwenden Sie milde Waschzusätze und diese nur sehr sparsam. Trocknen Sie besonders Hautfalten sehr gut ab. Legen Sie bei Rötungen oder nässenden Stellen Kompressen oder Stofftaschentücher ein. Bei Frauen muss besonders der Eingang zu Scheide und Blase gut gereinigt werden. Verbleiben dort Stuhlreste, kann sich eine aufsteigende Infektion entwickeln.

Milde Hautschutzcremes sparsam verwenden

Puder, Vaseline oder Melkfett verstopfen die Poren oder klumpen. Besser sind panthenolhaltige Produkte. Ist die Haut gerötet oder nässt, eignet sich Multilind-Salbe. Diese Salbe enthält wenig Zinkpaste und einen leichten Wirkstoff gegen Pilzinfektionen. Pure Zinkpaste „kleistert“ den betroffenen Bereich zu, eine Beurteilung der Haut ist nicht mehr möglich. Außerdem lässt sie sich schlecht entfernen. Intakte Haut erleichtert die Pflege.

Setzen Sie regelmäßig den Toilettenstuhl ein

Unterstützen Sie den Pflegebedürftigen in regelmäßigen Abständen die Toilette oder einen Toilettenstuhl aufzusuchen. Auch überwiegend bettlägerige Menschen können für eine Viertelstunde auf einem Toilettenstuhl mit Armlehnen sitzen. Beobachten Sie, ob Ihr Angehöriger regelmäßig abführt und Wasser lässt. Die aufrechte Haltung und das „Loch im Sitz“ fördern die Ausscheidung.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.05.2015 aktualisiert.

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