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Tipps zur Kommunikation mit Demenzkranken

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Sicherlich haben Sie es schon erlebt, dass Sie sich auf Konflikte und Streitgespräche mit dem Betroffenen einlassen, obwohl Sie eigentlich wissen, dass diese zu nichts führen. Am Ende sind Sie selbst frustriert und der Erkrankte traurig, aggressiv oder noch mehr verwirrt. Hier erhalten Sie einige Anregungen, wie Sie die Kommunikation mit Ihrem demenzkranken Familienmitglied deutlich verbessern können.

Bei unseren Kommunikationstipps geht es nicht um komplizierte Konzepte, sondern einfache Anregungen, die Ihnen den Umgang mit dem Erkrankten erleichtern sollen.

Nutzen Sie Mimik und Gestik

  • Eine normal laute, gelassen klingende Stimme verhindert, z. B. im Umgang mit verwirrten Bewohnern, dass diese ängstlich oder aggressiv reagieren.

  • Vermeiden Sie störende Hintergrundgeräusche während der Kommunikation und nutzen Sie vorhandene Kommunikationshilfen (Hörgerät!).

  • Nähern Sie sich dem Demenzerkrankten von vorn, begeben Sie sich auf seine Augenhöhe, stellen Sie Augenkontakt her. So schließen Sie eine mögliche Bedrohungssituation aus. Reden Sie den Erkrankten mit Namen an und halten Sie den Kontakt während des Gespräches. So fühlt er sich in seiner Identität bestärkt und angenommen.
  • Wichtiger als der Inhalt eines Gespräches sind die Zuwendung und das Bedürfnis des Erkrankten nach Teilhabe. Versuchen Sie, sich nicht auf Diskussionen einzulassen oder dem Erkrankten Ihre Sichtweise zu erläutern. Versuchen Sie eher das Gefühl des Demenzerkrankten zu erkennen und darauf einzugehen.

  • Die Bedeutung von Mimik, und Gestik kann von Demenzerkrankten noch länger erfasst werden, als das Gesagte. Nutzen Sie daher auch selbst verstärkt so genannte nonverbale Ausdrucksmöglichkeiten. Unterstützen Sie ihre Worte durch einfache Gesten. Machen Sie Handlungen wie z. B. Trinken pantomimisch vor.

    Sprechen Sie langsam und deutlich

  • Stellen Sie durch Berührung körperlichen Kontakt her (wenn der Erkrankte dies nicht grundsätzlich ablehnt). Berührungen vermitteln Nähe und Sicherheit.

  • Lassen Sie sich selbst und dem Erkrankten Zeit zu reagieren. Sprechen Sie entsprechend langsam und geben Sie nie mehrere Alternativen in einer Frage vor (Nicht „Möchtest Du Kaffee, Tee oder Kakao“ Sondern „Möchtest Du Kaffe?“ PAUSE „Möchtest Du Tee?“ PAUSE „Möchtest Du Kakao?“).

  • Reden Sie in einfachen Sätzen, langsam und deutlich. Unterteilen Sie dabei auch Handlungsanweisungen in mehrere Einzelschritte.

  • Begleiten Sie einzelne Schritte durch einleitende und abschließende Signale („so, jetzt“ oder „gut gemacht“, „das war‘s“).

Positiv ausdrücken und das Gesagte wiederholen

  • Drücken Sie sich positiv aus und vermeiden Sie Negativ-Formulierungen wie „keiner“, „niemand“. Vermeiden Sie auch bestimmte „Reizwörter“ wie z. B. Geld, Heim oder Themen, die erfahrungsgemäß schnell zum Streit führen.

  • Wiederholen Sie ggf. Ihre Aufforderungen ruhig mehrmals in geduldigem Tonfall. Variieren Sie dabei nicht die Formulierung oder einzelne Wörter, dies verwirrt den Menschen mit Demenz eher zusätzlich.

  • Stellen Sie Ihr erkranktes Familienmitglied nicht auf die Probe indem Sie Wissen abfragen. Häufig führt dies zu hohem Frustrationserleben seitens des Betroffenen, was wiederum einen Rückzug vor weiteren Gesprächen zur Folge hat.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 08.04.2015 aktualisiert.


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Alzheimer ist eine meist langsam fortschreitenden Erkrankung des Nervensystems die in ihrer häufigsten Form bei Personen über dem 65. Lebensjahr auftritt und für ungefähr 60 Prozent der Demenzerkrankungen verantwortlich ist. Charakteristisch ist eine zunehmende Verschlechterung der geistigen Leistungsfähigkeit, die in der Regel mit einer Abnahme der täglichen Aktivitäten und Verhaltensauffälligkeiten einhergeht.

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