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Tipps zur Medikamentengabe bei Angehörigen mit Demenz

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Wenn Sie einen Menschen mit Demenz pflegen, kennen Sie sicher die Herausforderung mit denen der Alltag einhergeht. Besonders die Medikamenteneinnahme kann mit fortschreitender Demenzerkrankung immer schwieriger werden. Dennoch ist es wichtig die Medikamente regelmäßig einzunehmen. Dabei können die folgenden Tipps hilfreich sein.

Bei Vergesslichkeit unterstützen

Bei der Alzheimer-Demenz werden Sie wahrscheinlich als erstes mit der Vergesslichkeit Ihres Angehörigen konfrontiert. Vielleicht fällt es Ihnen früher auf als Ihrem Verwandten, vielleicht leugnet er diesen Prozess. Sobald Sie aber der Meinung sind, dass er vergesslicher als bisher wird, sollten Sie bei der Medikamentengabe besonders aufpassen.

Lassen Sie den Pflegebedürftigen nun nicht mehr alleine seine Arzneimittel vorbereiten und einnehmen. Bereiten Sie den Medikamentenschieber für die kommende Woche vor und weisen Sie ihn zu den entsprechenden Mahlzeiten auf die Einnahme freundlich hin.

Verschwörungen bei Demenz möglich

Wenn die Krankheit weiter fortschreitet, kommt es in der Regel zu einer veränderten Persönlichkeit. Einhergehen kann hiermit, dass Ihr Angehöriger sich weigert, seine Medikamente einzunehmen. Aufgrund der Veränderungen des Charakters reimen sich einige Erkrankte Verschwörungen zusammen.

Sie können es wahrscheinlich nicht nachvollziehen, aber für den Pflegebedürftigen mag alles darauf hindeuten, dass sich die Umwelt gegen ihn verschworen hat. In solchen Fällen können die Medikamente seiner Meinung nach vergiftet sein und der Pflegebedürftige fürchtet den Tod, wenn er die vor ihm liegenden Tabletten einnimmt. Aus dieser Sicht verwundert es nicht, wenn er sich dann weigert, sie einzunehmen.

Bei Eigengefährdung Zwangseinweisung

Je nachdem, aus welchem Grund Medikamente verordnet werden, ist es aber mehr oder weniger dringlich, dass diese immer und pünktlich eingenommen werden. Bei verschiedenen Mitteln ist eventuell das Leben Ihres Angehörigen gefährdet, wenn er sie nicht einnimmt.

Dies ist akut bei Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes mellitus möglich, aber auch bei Medikamenten, die den Blutdruck regulieren, das Herz stärken oder die Blutgerinnung beeinflussen.

Können Sie Ihren Angehörigen nicht überreden sein Mittel einzunehmen, dürfen Sie ihn nicht zwingen! Um jedoch das Leben zu schützen, sollten Sie den behandelnden Arzt informieren. Dieser kann eine Zwangseinweisung in ein Krankenhaus veranlassen, in dem die notwendigen Medikamente verabreicht werden. Eventuell ist es notwendig, dass andere Medikamente in der Dosierung umgestellt werden, sodass es Ihrem Angehörigen nach dem Aufenthalt leichter fällt, seine Mittel einzunehmen.

Tropfen statt Tabletten

Im späterem Stadium der Demenz kommen neben Verwirrung und Orientierungslosigkeit oft Kau- und Schluckstörungen hinzu, die dazu führen, dass Medikamente nur noch schwer eingenommen werden können. Oftmals befindet sich der Betroffene nun in der stationären Pflege, eventuell haben Sie aber die schwere Aufgabe übernommen, ihn zu Hause zu pflegen. Sie sollten dann den Arzt darum bitten, Arzneimittel nur als Tropfen oder Flüssigkeit zu verschreiben. Es wird Ihrem Angehören deutlich leichter fallen, Tropfen anstatt Tabletten zu schlucken.

In Absprache mit Arzt handeln

Ist ein spezielles Medikament nur als Tablette erhältlich, fragen Sie den Arzt oder Apotheker, ob Sie sie mörsern können. Das Pulver können Sie dann in einem Löffel Marmelade vermischen und anbieten. Grundsätzlich sollten Sie aber den Arzt fragen, bevor Sie eigenmächtig handeln und so eventuell der Behandlungserfolg in Frage gestellt wird. Eventuell kann das Medikament auch gespritzt werden. Diese Aufgabe übernimmt aber der Pflegedienst für Sie.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.02.2016 aktualisiert.

Kategorien: Medikamentengabe

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