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Umgang mit Schluckstörungen bei Demenz

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Reduzieren Sie den Stress beim Essen und lesen Sie hier sechs Tipps, wie Sie Ihren Angehörigen auf die Nahrungsaufnahme vorbereiten und das Umfeld gestalten können, damit das Schlucken besser klappt und die Mahlzeiten entspannter werden.

Welche Folgen können Schluckstörungen haben?

Im fortgeschrittenen Stadium einer Demenz kommt es zu häufig Schluckstörungen. Ihr Angehöriger verschluckt sich, erleidet Hustenanfälle. Es kann passieren, dass Nahrungsmittel oder Flüssigkeit in die Luftröhre rutschen und eine Lungenentzündung verursachen. Die Mahlzeiten werden zu purem Stress. Genuss und angenehme Atmosphäre gehen verloren.

In Folge kann es zu Mangelernährung und Flüssigkeitsmangel kommen. Die Nahrungsaufnahme wird für den Betroffenen zur Schwerstarbeit, die vollste Konzentration fordert. Dies kann bis hin zur Nahrungsverweigerung führen, die es unbedingt zu verhindern gilt, denn Mangelernährung wieder auszugleichen, ist sehr schwierig.

So werden die Mahlzeiten wieder zu einem Genuss

Um wieder zu Genuss und Wohlbefinden bei den Mahlzeiten zu gelangen, spielt die Atmosphäre rund um das Essen eine wichtige Rolle.

  • Achten Sie auf die richtige Position. Bringen Sie Ihren Angehörigen in eine aufrechte, bequeme Sitzposition mit leicht nach vorne geneigtem Kopf. Legen Sie eventuell eine Nackenrolle oder ein kleines Kissen hinter den Kopf.

  • Helfen Sie Ihrem Angehörigen, sich auf das Essen einzustellen. Sorgen Sie für „einstimmende“, bekannte Geräusche. Das Klappern von Töpfen, das Anzünden des Gasherdes oder das „Blubbern“ der Kaffeemaschine stehen in Verbindung mit der Zubereitung von Mahlzeiten. So registriert Ihr Angehöriger leichter, dass es wohl gleich etwas zu Essen gibt.

Ruhe beim Essen verhindert Schluckstörungen

  • Sorgen Sie für eine angenehme, ruhige Atmosphäre. Erkrankte müssen sich vollständig auf das Essen und Schlucken konzentrieren können. Plötzliche, unerwartete Geräusche können Betroffene erschrecken oder irritieren und Hustenanfälle auslösen.
    Stellen Sie am besten Radio, Fernsehen und das Telefon ab. Sie können leise, ruhige Musik im Hintergrund laufen, die Ihr Angehöriger mag. Vielleicht gibt es ja bestimmte Musik von der Sie wissen, dass sich der Erkrankte dabei gut entspannt.

  • Vermeiden Sie Ablenkung. Auf dem Esstisch oder dem Beistelltisch am Bett sollte außer der Mahlzeit nichts Anderes stehen. Zu viele Gegenstände können irritieren und von der eigentlichen Aufgabe, dem Essen und Trinken, ablenken. Entfernen Sie vorhandene Tischdekorationen. Es könnte passieren, dass der Erkrankte die Blumen aus der Vase isst oder versucht, in die bedruckte Serviette zu beißen.

Nach dem Essen den Patienten eine Weile sitzen lassen

  • Reden Sie beim Essen nur das Nötigste. Versuchen Sie, Gespräche nach dem Essen zu führen. Vermeiden Sie es, Fragen zu stellen. Reden beim Essen bedeutet Stress und kann Verschlucken provozieren.

  • Lassen Sie Ihren Angehörigen nach dem Essen mindestens 20 Minuten in aufrechter Position sitzen. Es kann passieren, dass nach Beendigung der Mahlzeit Essensreste hochgewürgt oder –gehustet werden. Diese können im Sitzen besser abgehustet oder heruntergeschluckt werden.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz, Schluckstörungen

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Umgang mit Schluckstörungen bei Demenz
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