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Unfallversicherungsschutz bei der Pflege von Angehörigen

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Viele möchten ihre Angehörigen zu Hause pflegen, um ihnen die Geborgenheit zu bieten, die ein kranker oder behinderter Mensch besonders dringend braucht. Bei aller Umsicht kann jedoch auch einem Pflegenden ein Unfall passieren, während er den Patienten versorgt. Wie ist der Unfallversicherungsschutz für pflegende Angehörige geregelt?

Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz für alle Pflegenden

Wenn Sie einen Angehörigen zu Hause nicht erwerbsmäßig pflegen, sind Sie durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Um die Versicherung bei Bedarf in Anspruch zu nehmen, brauchen Sie sich nicht anzumelden, denn der Schutz gilt automatisch.

Sie müssen auch keine Beiträge zahlen. Voraussetzung ist, dass Ihr Angehöriger pflegebedürftig im Sinne der gesetzlichen Pflegeversicherung ist. Das bedeutet, dass er wegen einer Krankheit oder Behinderung für mindestens sechs Monate Unterstützung in erheblichem Maß benötigt.

Die Pflege darf keinen erwerbsmäßigen Charakter haben

Für die Pflegetätigkeit dürfen Sie nicht mehr Geld nehmen als den Betrag, den Sie von der Pflegeversicherung bekommen. Lassen Sie sich von Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen zusätzlich bezahlen, liegt eine erwerbsmäßige Pflegetätigkeit vor. In diesem Fall wären Sie nicht gesetzlich unfallversichert. Die Pflege muss nicht unbedingt in der Wohnung des Pflegebedürftigen ausgeübt werden, sie kann auch bei Ihnen zu Hause, in einem Heim oder einer Wohngemeinschaft geschehen.

Versicherungsschutz für alle pflegerischen Tätigkeiten

Versicherungsschutz besteht für alle Tätigkeiten, die mit der Pflege zusammenhängen. Wenn Sie zum Beispiel im Bad ausrutschen, während Sie Ihren Angehörigen waschen, mit ihm auf der Fahrt zum Arzt einen Unfall haben oder sich bei der Pflege infizieren, tritt die gesetzliche Unfallversicherung in Kraft. Ob Sie mit der Körperpflege, der Ernährung, in hauswirtschaftlichen Bereichen oder mit der Begleitung Ihres Angehörigen beschäftigt sind: Falls Ihnen dabei etwas passiert, sind sie gesetzlich versichert.

Den Versicherungsfall umgehend melden

Tritt ein solcher Versicherungsfall ein, teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass der Unfall bei einer Pflegetätigkeit passiert ist. Er wird dies dann sofort dem Unfallversicherungsträger melden. Auch Sie selbst müssen sich innerhalb von drei Tagen an den Unfallversicherungsträger wenden.

Wer der zuständige Ansprechpartner für Sie ist, finden Sie in der Übersicht aller kommunalen Unfallversicherungsträger. Dort bekommen Sie auch Tipps zur Vermeidung von Unfällen während der Pflege.

Welche Leistungen bekommen Sie von der gesetzlichen Unfallversicherung?

Die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung umfassen die ärztliche Behandlung, volle Erstattung von Medikamenten und die medizinische Rehabilitation. Sie brauchen keine Zuzahlung für Medikamente zu leisten. Falls Sie durch den Unfall Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, beteiligt sich die Versicherung auch an Umschulungsmaßnahmen. Bei einer Behinderung werden Umbaukosten in der Wohnung und am PKW bezahlt.

Während der Rehabilitationszeit erhalten Sie Lohnersatzzahlungen, wenn sie nicht arbeiten gehen können. Geht bei dem Unfall Ihre Brille, Ihr Hörgerät oder eine Prothese kaputt, wird die Reparatur oder ein Ersatz bezahlt. Bei dauerhaften Schäden erhalten Sie eine Rente. Endet Ihr Unfall tödlich, bekommen die Hinterbliebenen eine Rente.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.10.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Pflege zu Hause

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