Ursachen und Folgen von Immobilität

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Ihr Angehöriger ist zu Hause gestürzt: Der Bettvorleger im Schlafzimmer erwies sich als Stolperfalle – und schon ist es passiert. Selbst wenn keine größeren Verletzungen oder Knochenbrüche entstanden sind, für viele ältere Menschen bedeuten Stürze oft, dass sie aus Angst vor weiteren Ereignissen dieser Art ihre Aktivitäten einschränken. Aber der Verzicht auf Bewegung kann gravierende Folgen haben. Lesen Sie in diesem Artikel, welche Ursachen und Folgen Immobilität haben kann.

Was heißt Immobilität?

Immobilität bedeutet eingeschränkte Beweglichkeit oder der Verlust der Fähigkeit, sich selbstständig fortzubewegen oder die Körperlage zu verändern. Ursachen können in Erkrankungen liegen. Diese finden sich in verschiedenen Krankheitsfeldern wieder.

Erkrankungen des Bewegungsapparats:

Hierzu zählen z. B.:

  • Arthrosen
  • Frakturen (z.B. Oberschenkelhalsfraktur)
  • Gicht
  • Erkrankungen des Herz-und Kreislaufsystems: z.B. Herzinsuffizienz, orthostatische Hypotonie (niedriger Blutdruck)
  • Erkrankungen der Sinnesorgane: z. B. Sehstörungen, gestörter Gleichgewichtssinn
  • Erkrankungen des Nervensystems: z. B. Apoplex (Schlaganfall), Parkinson, Multiple Sklerose, Demenz, Depression

Symptome von Immobilität

Immobilität zeigt eine Reihe von Symptomen. Zunächst fällt dem älteren Menschen das Gehen längerer Strecken oder das Treppensteigen immer schwerer. Auch der selbstständige Weg aus oder ins Bett fällt bei beginnender Immobilität immer schwerer, bis er schließlich ohne Hilfestellung nicht mehr möglich ist.

Führt die Immobilität zu dauerhafter Bettlägerigkeit, ist der selbstständige Lagewechsel im Bett oder der Wechsel vom Liegen in den Sitz oder in die aufrechte Position nicht mehr gewährleistet. Auch Angst bei vorangegangen Stürzen kann dazu führen, dass Bewohner ihre Mobilität einschränken.

Die Folgen von Immobilität

Immobilität bedeutet in ihrer Konsequenz einen zunehmenden Verlust der selbstständigen Alltagsgestaltung. Massive Selbstversorgungsdefizite (Waschen, Kleiden, Stuhlgang, Essen und Trinken) können auftreten, d.h. diese Funktionen bzw. Tätigkeiten kann man nur noch mithilfe anderer bewältigen.

Immobilität beinhaltet immer auch ein hohes Risiko von Hautschäden (z.B. Dekubitus). Bettlägerigkeit bzw. Immobilität trägt auch die Gefahr von Kontrakturen mit sich. Langes Liegen begünstigt das Auftreten von Pneumonien, denn der mit körperlicher Inaktivität einhergehende Muskelabbau (Atrophie) wirkt sich auch auf die Atemmuskulatur aus.

Auch das Magen-Darm-System ist von Immobilität betroffen. Zu den dort auftretenden gesundheitlichen Risiken zählen Inkontinenz und Verstopfung (Obstipation). Aufgrund des bestehenden Selbstversorgungsdefizits ist auch mit Mangelernährung und Flüssigkeitsmangel (Dehydration) zu rechnen. Die infolge der Immobilität entstehenden psychischen und sozialen Folgen können sein:

  • nachlassendes Selbstwertgefühl
  • Isolation
  • nachlassende kognitive und emotionale Fähigkeiten
  • Verwahrlosung
  • fehlende Sinnesreize

Maßnahmen gegen Immobilität

Die wichtigste Maßnahme ist Bewegung, je nach Befinden des alten Menschen aktiv oder passiv. So oft wie möglich sollten Sie Ihre gehfähigen Angehörigen zum Aufstehen oder Spazierengehen ermuntern und Ihnen dabei helfen. Sie können auch selbst unterstützend bei der täglichen Pflege tätig werden und Fuß- oder Handgelenke etwa in Verbindung mit einem Hand- oder Fußbad bewegen.

Bei bettlägerigen Menschen sollten mindestens zweimal täglich alle großen und kleinen Gelenke mobilisiert werden. Bitten Sie Ihren Angehörigen die Bewegung von Beinen, Füßen, Armen und Händen soweit es geht selbst auszuführen und bieten Sie Ihre Unterstützung an.

Bei Schwerstpflegebedürftigen können Sie mit passiven Übungen beginnen, d. h. Sie führen als Pflegeperson die Bewegung durch. Bei allen Übungen wird rumpfnah gehalten und körperfern bewegt. Zum Beispiel: Sie halten den Fuß, bewegen aber die Zehengrundgelenke. Oder: Sie halten den Unterarm und beugen die gestreckte Hand.

Übungen zur Kontrakturprophylaxe lassen sich gut in das tägliche Waschen und Anziehen integrieren. Fördern Sie bei dieser Gelegenheit noch vorhandenen Fähigkeiten. Lassen Sie ihren Angehörigen sich selbst Kämmen oder die Haare bürsten. Eine einfache Maßnahme um die Beweglichkeit von Arm- und Schultergelenk zu erhalten.

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Verfasst von: Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.04.2015 aktualisiert.

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