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Veränderter Tag-Nacht-Rhythmus bei demenzieller Erkrankung


Im Laufe der Demenz kann sich der Tag-Nacht-Rhythmus des Erkrankten verändern. Er irrt nachts durch die Wohnung oder verlässt diese sogar, während er tagsüber häufig und viel schläft. Woher kommt diese nächtliche Unruhe und wie bekommen Sie sie in den Griff? Wir haben für Sie einige möglich Ursachen und Lösungsvorschläge zusammengetragen.

Mögliche Ursachen für die demenziell bedingte Veränderung:

  • Ausgedehnte Mittagsruhe über mehrere Stunden.

  • Zu frühe Bettruhe am Abend

  • Keine ausreichende (körperliche) Beschäftigung oder Betätigung über den Tag.

Passive Tagesgestaltung – der Demenzkranke wird nicht aktiv beschäftigt, sondern verbringt die meiste Zeit beispielsweise vor dem Fernseher.

So können Sie das Problem in den Griff bekommen:

  • Fördern Sie nicht das frühe zu Bett gehen.
    Ältere Menschen kommen oft mit weniger Schlaf aus. Benötigt jemand zum Beispiel lediglich sechs Stunden Schlaf und geht um 20:00 Uhr ins Bett, so ist für ihn die Nacht gegen 2:00 Uhr zu Ende. Der Mensch mit Demenz steht auf und möchte den Tag beginnen. Weil er ausgeschlafen ist, lässt er sich kaum davon überzeugen, wieder ins Bett zu gehen.
    Sorgen Sie also dafür, dass Ihr Familienmitglied mit Demenz nicht zu früh ins Bett geht, wenn Sie merken, dass dies vielleicht dazu führt, dass er nachts wach wird.
  • Wenn der Demenzkranke abends nach ärztlicher Verordnung ein Schlafmittel einnehmen soll, sollte auch dieses nicht zu früh eingenommen werden. So vermeiden Sie zu frühes Einschlafen und nächtliches Aufwachen.

  • Gestalten Sie für den Betroffenen ein aktives und abwechslungsreiches Tagesprogramm, bei dem er nach Möglichkeit geistig und körperlich gefordert wird. Ein Besuch in der Tagespflege, die Teilnahme an Sport- und anderen Freizeitangeboten und ausgedehnte Spaziergänge fördern die abendliche Müdigkeit und lenken vom täglichen Nickerchen ab.

  • Gestalten Sie auch das Abendprogramm möglichst so, dass eine Aktivität eingebaut wird. Zwar ist es in Ordnung, auch mal fern zu sehen, allerdings sollten Sie lieber gemeinsam etwas spielen oder einen kurzen abendlichen Spaziergang unternehmen.

  • Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie auch trotz ausgedehntem Tages- und Abendprogramm keinen Erfolg erzielen, sollten Sie in jedem Falle den behandelnden Facharzt Ihres an Demenz erkrankten Familienmitgliedes ansprechen. Vielleicht liegt eine auf den ersten Blick nicht erkennbare gesundheitliche Einschränkung vor, die Ihrem Angehörigen den Schlaf raubt.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.04.2015 aktualisiert.

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Kategorien: Demenz

 

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