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Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen: Alzheimer oder nicht?

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Die Alzheimer-Krankheit hat viele Auswirkungen und zeigt daher Beschwerden, die auch auf andere Erkrankungen hindeuten könnten. Dies ist ein Grund, warum man sich in jedem Fall sobald wie möglich untersuchen lassen sollte. Handelt es sich tatsächlich um eine andere Erkrankung, muss sie entsprechend behandelt werden, damit die Symptome gelindert oder beseitigt werden können.

Angst vor Alzheimer

Etliche gesundheitliche Probleme lassen uns sofort an eine Alzheimer-Krankheit denken. Schließlich ist die häufigste Demenzform von allen inzwischen so bekannt, dass große Angst aufkommt, wenn man bei sich selbst typische Symptome wie Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit entdeckt. Doch nicht immer steckt eine Alzheimer-Krankheit dahinter. Die Beschwerden können auch die Ursache anderer Erkrankungen sein.

Vergesslichkeit deutet nicht immer auf Alzheimer hin

Viele von uns kennen Phasen, in denen man besonders vergesslich ist und sich nicht einmal die einfachsten Dinge und Termine merken kann. Selbst bei älteren Menschen muss dieser Zustand nicht immer ein Hinweis auf eine Demenzerkrankung sein. Senioren haben zum Beispiel oft ein vermindertes Durstgefühl und trinken nicht genug. Allein durch den Flüssigkeitsmangel können bereits Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen auftreten. Jüngere Menschen bemerken außerdem eine erhöhte Vergesslichkeit, wenn sie stressige Zeiten erleben und/oder zu wenig Schlaf bekommen.

Frisch gebackene Mütter haben oft zu wenig Erholung, weil sie nachts stillen und ihr Baby beruhigen müssen. Tagsüber sind sie dann unkonzentriert und „schusselig“. Berufsanfänger sind gelegentlich übertrieben ehrgeizig und laden sich zu viel Arbeit auf, um sich zu profilieren. Auch im mittleren Erwachsenenalter ergeben sich häufig Aufstiegschancen im Job, die mit Mehrarbeit verbunden sind. Um sich vor Überlastung zu schützen, schaltet das Gehirn irgendwann ab und die Vergesslichkeit ist vorprogrammiert.

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen

Gedächtnisstörungen treten nicht nur bei der Alzheimer-Krankheit auf, sondern sind auch ein typisches Symptom bei Depressionen. Hinzu kommen Konzentrations- und Denkschwierigkeiten, daher vermutet man als Betroffener oder Angehöriger schnell eine Demenz. Umso wichtiger ist eine gründliche Untersuchung beim Facharzt, denn eine Depression lässt sich heute meist erfolgreich therapieren. Zeigt der Betroffene keine Verwirrtheitszustände, ist dies ein Hinweis, dass es sich eher nicht um eine Demenz handelt.

Eine andere Erkrankung des Gehirns ruft ebenfalls ähnliche Beschwerden wie Alzheimer hervor: Eine akute Gehirnentzündung führt zu Trübungen des Bewusstseins und zu Wesensänderungen. Der Betroffene ist verwirrt, gereizt und sein Gedächtnis ist gestört. Weitere Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und epileptische Anfälle weisen jedoch auf eine akute Entzündung hin, die unbedingt im Krankenhaus behandelt werden muss. Eine chronische Gehirnentzündung beginnt schleichend, daher lässt sie sich noch eher mit einer Demenz verwechseln: Konzentrationsstörungen und die Merkfähigkeit von neuen Informationen lassen deutlich nach.

Konzentrationsschwäche durch Vitaminmangel

Konzentrationsschwäche kann neben anderen Symptomen auch bei einer Schilddrüsenüberfunktion und bei Vitaminmangel vorkommen. Wer dauernd einseitige Diäten macht, raucht oder Medikamente einnimmt, die eine Aufnahme von verschiedenen Vitaminen reduziert, muss mit Mangelerscheinungen rechnen. Auch durch längere Infektionserkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit entsteht ein höherer Bedarf an Vitaminen. Nehmen Sie jedoch nicht ohne Absprache mit dem Arzt ein beliebiges Vitaminpräparat ein, sondern lassen Sie sich zunächst untersuchen, ob diese Maßnahme sinnvoll ist und um zu erfahren, welche Vitamine Sie tatsächlich benötigen.

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Kategorien: Demenz, Demenz Symptome

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