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Verstopfung frühzeitig entgegensteuern

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Eine aufmerksame Patientenbeobachtung ist der erste Schritt, um einer schweren Verstopfung (Obstipation) vorzubeugen. Vor allem bei pflegebedürftigen Senioren gilt es, Warnsignale frühzeitig zu erkennen und alle pflegerischen Möglichkeiten der Prophylaxe auszuschöpfen.

Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig

Basis aller ernährungsbezogenen Obstipationsprophylaxen ist eine ausgewogene Ernährung. Sie sollte in einem strukturierten Tagesablauf regelmäßig erfolgen. Auch hier gilt die allgemeine Empfehlung: "Kleinere Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten verbessern die Verdauungssituation".

Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung sollte die Zufuhr von mindestens 30 g Ballaststoffen am Tag – sowohl bei regulärer Nahrungsaufnahme als auch bei einer Sondenernährung – gewährleistet werden.

Eine ballaststoffreiche Ernährung ist jedoch keine Garantie gegen das Auftreten von Verstopfung und Obstipationsbeschwerden. Die im Pflegealltag verwendeten Sondennahrungen sind bereits mit ausreichenden Mengen an Ballaststoffen versetzt. Eine weitergehende Erhöhung der Zufuhr bringt keine zusätzliche Verbesserung der Symptomatik, da sie nicht zu einer Flüssigkeitsvermehrung im Darmlumen führt.

Bei leichtgradigen Obstipationsbeschwerden lassen sich bereits mit der Ernährungsumstellung auf Vollkornprodukte, Obst und Gemüse Erfolge verzeichnen. Die Ernährung kann darüber hinaus durch Leinsamen oder Kleieprodukte ergänzt werden. Auch Milchprodukte (Kefir, Joghurt, etc.) und Fruchtsäfte ergänzen die Möglichkeiten.

Reichen Sie bei Verstopfung viel Flüssigkeit

Neben der Ernährung ist auch die Flüssigkeitszufuhr von großer Bedeutung. Allerdings gilt: Auch wenn eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme eine Obstipation verstärkt, ist eine übermäßige Flüssigkeitszunahme kein Garant, zur Vermeidung von Obstipationen. Insbesondere bei häufig bestehender Multimorbidität im Alter kann eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme sogar schädlich sein. Eine moderate Trinkmenge von 1,5 l pro Tag sollte jedoch immer gewährleistet sein.

Ausreichend Bewegung

Obstipation ist nicht ausschließlich auf den Mangel an körperlicher Betätigung zurückzuführen. Zweifelsohne verbessert allgemeine Bewegung leichtgradig die Darmperistaltik. Auf der anderen Seite kann eine medikamentös bedingte Verlangsamung der Peristaltik, z. B. durch Opioide, oder eine diabetische Gastropathie hierdurch nicht wesentlich beeinflusst werden. Dennoch stellt moderate Bewegung einen unterstützenden Aspekt dar und ist daher zu empfehlen.

Bei bettlägerigen Patienten oder Patienten mit einer Querschnittssymptomatik bewährt sich auch eine Kolonmassage zur Anregung der Darmmotilität. Diese wird in Rückenlage im Sinne eines Kolonausstreichens durchgeführt. Zeit und Ruhe spielen eine wichtige Rolle. Die Massage sollte mindestens zehn Minuten dauern.

Der regelmäßige Einsatz moderner Laxanzien bei chronischer Obstipation sollte nicht in Frage gestellt, sondern bedarfsgerecht durchgeführt werden.

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Kategorien: Ernährung

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