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Vielfältige Tipps für den pflegenden Angehörigen zu Hause

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Die Maßnahmen einem Dekubitus vorzubeugen sind vielfältig. In vielen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wird vor allem darauf geachtet, dass der bettlägerige Patient nach einem festen Zeitplan umgelagert wird. Weiterhin wird die Haut regelmäßig auf Veränderungen hin untersucht, sodass an Risiko-Stellen die ersten Stufen eines Dekubitus in der Regel frühzeitig erkannt werden können.

Als Erstes sollte man sich und seine Arbeitskraft realistisch einschätzen und sich die Frage stellen, ob man es wirklich schafft, rund um die Uhr einen Angehörigen zu pflegen. Kann man sich diese Frage mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten, dann sollte man sich eingehend über das Thema Dekubitus und die entsprechende Prophylaxe informieren.

Als Angehöriger sollte man den kranken Menschen immer wieder dazu ermuntern, dass er sich selbst viel bewegt, natürlich nur im Rahmen des Möglichen. So kann der Pflegebedürftige zum Beispiel versuchen, sich bei den Mahlzeiten auf die Bettkante zu setzen, anstatt im Liegen die Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

Ist es dem Pflegebedürftigen möglich auch mal aufzustehen, dann sollte man ihn ermuntern, dass er sich mehrmals am Tag auf einem Stuhl setzt oder, gegebenenfalls auch mit Hilfe, einige Schritte im Zimmer umherläuft. Dies ist wichtig, denn je mehr Positionswechsel am Tag stattfinden, umso geringer ist die Gefahr einer Ausbildung eines Dekubitalgeschwüres.

Kann sich der Pflegebedürftige nicht mehr ausreichend bewegen, dann muss der Pflegende den Patienten ausreichend unterstützen. Genau wie im Krankenhaus, muss der Pflegende den angehörigen mehrmals am Tag im Bett umlagern.

Bei Inkontinenzproblemen sollte schnellstmöglich sowohl das Bett als auch der Patient gesäubert werden, denn die Sekrete weichen die Haut auf und das Risiko des Wundliegens erhöht sich deutlich. Die Haut sollte nur mit speziellen Mitteln gepflegt werden. Informationen hierzu bekommt man entweder vom Arzt oder von der Apotheke. Auf keinen Fall sollte die Haut übermäßig gereizt werden.

Psychische Motivation unterstützen

Als pflegender Angehöriger sollten Sie die psychische Unterstützung auch nicht aus den Augen verlieren. Der Angehörige sollte immer wieder ermuntert werden, so gut es geht am Leben teilzunehmen. Dies kann durch Besuche von Freunden und Bekannten unterstützt werden. Je mehr Abwechslung der Patient hat, umso eher ist er bereit nicht den ganzen Tag in seinem Zimmer zu verbringen.

Bei der Kleidung sollten Sie darauf achten, dass diese atmungsaktiv ist und auch nirgends einschnürt. Und sollte der Patient den ganzen Tag liegen müssen, ist unbedingt darauf zu achten, dass Falten aus der Kleidung bzw. aus der Unterlage regelmäßig ausgestrichen werden. Die Haut des Angehörigen sollte regelmäßig massiert und gut gepflegt werden. So können Sie als Pflegender auch sehr schnell erste Veränderungen in Richtung eines Dekubitalgeschwüres erkennen und frühzeitig handeln.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 08.04.2015 aktualisiert.

Kategorien: Dekubitus

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