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Visuelle Wahrnehmungsstörungen bei Demenzkranken

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Mit Fortschreiten einer Demenz kommt es häufig zu visuellen Wahrnehmungsstörungen. Die Sehschärfe nimmt ab, das Gesichtsfeld wird kleiner, dunkle Gegenstände werden als unheimlich empfunden. Wie entstehen diese Veränderungen und welche Auswirkungen haben sie?

Was passiert mit der Wahrnehmung während einer Demenz?

Wenn man von Wahrnehmung spricht, ist die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen aus der Umwelt gemeint. Auch der Abgleich mit den gespeicherten Erinnerungen im Gedächtnis gehört dazu, denn daraus resultiert die persönliche Reaktion und Bewertung einer Situation oder eines Vorgangs. Bei einer Demenzerkrankung wird die Wahrnehmung durch Veränderungen in verschiedenen Hirnbereichen gestört. Wenn dann noch Alterserkrankungen und altersgemäße Veränderungen hinzukommen, können Demenzkranke oft einfache Gegenstände nicht mehr als solche erkennen.

Sehstörungen führen zu ungewohnten Reaktionen

Zu den normalen Veränderungen bei älteren Menschen gehört das Nachlassen der Sehschärfe. Das Gesichtsfeld wird kleiner, die Sehschärfe nimmt ab. Blendempfindlichkeit und Lichtbedarf steigen. Es dauert länger, bis ein Gegenstand scharf gesehen werden kann. Hut und Mantel an der Garderobe können als dunkle, unheimliche Person erlebt. Mit Fortschreiten einer Demenz kommt es zu Störungen von gefilterten Wahrnehmungen. Die erkrankte Person kann nicht mehr unterscheiden, was wichtig und was unwichtig ist. Auf dem Boden liegende Gegenstände, die zur Stolperfalle werden können, erkennt ein demenzkranker Mensch nicht.

Bilder können nicht mehr erinnert werden

Ebenfalls kommt es im weiteren Verlauf einer Demenz zu Störungen der Verarbeitung bei aufgenommenen Eindrücken. Eine Serviette mit aufgedrucktem Obst kann eine demenzerkrankte Person animieren, diese aufzuessen. Die wahrgenommenen Bilder werden im Gehirn mit gespeicherten Erinnerungen abgeglichen. Da bei Menschen mit Demenz kurzzeitige Erinnerungen fehlen, werden die visuellen Eindrücke mit alten Erinnerungen in Verbindung gebracht.

Durch Wahrnehmungsstörungen entstehen Fehleinschätzungen

So kann es passieren, dass eine alte Dame, die sich am Bein verletzt hat, berichtet, dies sei beim Fahrradfahren passiert. Dass sie sich morgens mit dem Messer geschnitten hat, weiß sie nicht mehr. Sie sieht die Wunde und erinnert sich, dass sie früher eine ähnliche Wunde hatte, als sie tatsächlich beim Fahrradfahren gestürzt ist. Da andere Erinnerungen nicht verfügbar sind, ist dies für sie die einzige mögliche Erklärung.

Diese Reaktionen sind für Außenstehende nicht verständlich, daher muss man wissen, woher sie kommen, damit man richtig reagieren kann. Wurden in der Kindheit einer dementen Person Wunden mit Mehl bestäubt, wird sie dies auch jetzt wieder tun. Dabei vergisst sie, dass zum Beispiel die scheinbar neue Verletzung am Unterschenkel eine seit einigen Monaten bestehende langwierige chronische Wunde ist, die täglich von einem Pflegedienst mit modernsten Wundauflagen versorgt wird.

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Verfasst von: . Auch wenn wir uns bemühen, dass der Inhalt dieses Blogs immer auf dem neuesten Stand ist, spiegeln die Artikel immer den Stand zum Datum der Aktualisierung wieder. Dieser Artikel wurde zuletzt am 15.04.2015 aktualisiert.

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